Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825102
Vos, 
Cornelis 
553 
Gallcrie des k. Museums zu Berlin ist ein Gemälde {mit zwei Bild- 
nissiiguren, welche Hand in Hand auf einer Tcrasse sitzen. Den 
Hintergrund bildet ein Vorhang, welcher die Aussicht auf einen 
holländischen Ziergarten gßWällfl. Bezeichnet: De. vos. A0. 162g. 
In diesem Bildnisse eines vornehmen Herrn und seiner Frau "spricht 
sich van Dyclüs Richtung entschieden aus. Die Figuren sind von 
charaktervoller Lebendigkeit, und das brillante Costüm ist mit 
grusser Sauberheit durchgebildet. In- der Gallerie zu-Cassel ist 
(las Bild eines vor dem Buche sitzenden Mannes mit Glas und 
Pfeife, und in der Gallerie zu Salzdahlum war ein grusses Flami- 
lienbild von Rubens, seiner Frau und zwei Iiindern. Der Knabe 
steht auf einem Geldsach und macht Seifenblasen, und die Frau 
hatSchmucls auf dem Schoosse. Auch das Zimmer ist prunlihaft aus- 
gestattet. Ein anderes Gemälde aus derselben Gallerie stellt den von 
Victoria hekriinztexi Marsdar. Zur Zeit Napoleuns war im Mu- 
seum zu Paris ein Gemälde, welches zwei Sektirer von Tangelin 
vorstellt, wie sie nach ihrer Bekehrung dem heil. Norbert den frii- 
her verübten Hirchenraub zurückstellen. Landen gibt dieses Bild 
im Umriss. Friiher wurde es dem Martin de Vos zugeschrieben , 
Descamps hielt es fiir ein Werk von Simon de Vos, und er- 
kannte darin ein dem van Dyck würdiges Werk. Im Museum zu 
Madrid ist ein grosscs Gemälde, welches den Triumph des Bac- 
chus vorstellt, in gemeinen aber meisterhaft gemalten Naturen. 
Guarienti sah in der Sammlung des Don Diego de Napoli zu Lis- 
sabon ein Bild von 1640. welches die Madonna vorstellt, wie sie 
das schlafende Kind in die Wiege legt, während Joseph die Scene 
betrachtet. Dieses Gemälde enthält lebcnsgrusse Figuren, und ver- 
räth van Dyclüs Weise. Diess ist wahrscheinlich jenes Bild, wel- 
ches Fiissly sen. nach Houbraclien erwähnt. 
Das Todesjahr dieses Künstlers ist unbekannt. Seinvon van 
Dyck gemaltes Bildniss ist von L. Vorsterman gestochen, ful- 
Ausserdem ist nach ihm gestochen: 
Das Bildniss der Margaretha von Lothringen, Herzogin von 
Orleans , gest. von P. de Jude, fol. 
Maria mit dem liinde, welches der heil. Cathavina den Ring 
reicht. M. van den Enden exc. Antverp., gr. fol. 
St. Sebastian von den Henker-n an den Baum gebunden. P. 
de Jude excucL, gr. fol. 
Die Copie nach diesem Blatte. Nie. Lauwers excud., r. fol. 
Der verschwenderische Sohn an der Talel bei Wein und Wol- 
lust. Gest. von A. Vcet, qu. fol.  
Die Iiartenspieler, dabei ein Weib mit dem Hruge. Alex. Voet 
sc. et exc. 1632, gr. qu. fol. 
Dieses Blatt hat Eugenia de Bcer 1632 copirt. Andere Stiche 
dieses Bildes haben die Adressen von G. Donk (1652), W. van 
den Enden, P. de Jode und F. Mazot, gr. qu. fol. 
Der Thriumph des Bacchus, lith. in J. Madrazds spanischem 
Galleriewerk, qu. fol. 
V95, CQTÜClIS de; Maler, ist uns aus dem Verzeichnisse der Gal- 
lcrie in Antwerpen bekannt, und wir glauben nicht, dass mit dem 
Obigen eine Verwechslung statt finde. Er soll 1690 zu Hulsf geboren 
und 1751  i-n Antwerpen gestorben seyn. Folgende Gemälde wer- 
den ihm zugeschrieben: die Familie Snoeck, wie sie elem Abt von 
St. Michael in Antwerpen Ilirchennrnate überreicht, St. Norbert 
und ein anderer Heiliger auf den Knieeia vor dem Sacrament, zwei 
Donatoren vor (lßr-hBil-"Jlln frau, eine Fanxilie im Gebete, ex 
Veto, und die Vogtci der Maäerbruderschqft in Antwerpen.
        

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