Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1825091
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V08 , 
Alard 
I-Iendr. 
V95 s 
Corn. 
lent, aber mit seinem Stande nicht zufrieden. Er ging desiwegen 
nach dem Tode des Vaters, welcher ihm Vermögen hinterlnssen 
hatte. nach Paris, und spielte da den Baron, welcher nur als Di- 
lettant zum Zeitvertreibe malte. Die Gemälde verschenkte er, bis 
Endlich der väterliche Säclsel leer war. Jetzt begab er sich in die 
lleimath zurück, wo er sein vurnehmes Wesen noch einige Zeit 
trieb, und dadurch manche günstige Gelegenheit unbeniitzt lassen 
musste. Er liess nur heimlich Bilder in Amsterdam verkaufen, 
um wieder Geld zu erhalten, bis endlich der Baron von Bommel 
nicht mehr standesgeniiiss leben konnte. Jetzt suchte er in Eng- 
land sein Heil, und hätte es da sicher gefunden , wenn ihm sein 
Ilochmuth nicht hinderlich gewesen wäre. Der König liess in 
Whitehall von ihm die Ansicht eines seiner Lnstschlösser malen, 
und fand das Bild sehr schön, da-es mit zierlichen Gruppen von 
Iierren und Damen stadirt war. Der Iiiinstlcr forderte 200 Pf- St. 
dafür, was der König zu huch fand, da das Gemälde lslein war. 
Er liess desswegen den Maler lange warten, so dass dieser in Schul- 
den und ins Gefängniss kam, aus welchem ihn nach langer Zeig 
seine Iiunstgenossen durch den Erlag der schuldigeil Summe be- 
freiten. Endlich lud ihn der Marquis von Bcthune nach Polen 
ein, man weiss aber nicht, ob er die Reise dahin angetreten hatte, 
Man erzählt auch von einer {Einladung des englischen Gesntldtcn 
nach Cunstazitinopel, welcher zwischen 1685  88 dahin geschickt 
wurde, aber auf der Reise starb. Von dieser Zeit an verschwin- 
det Vorsternians Spur. Balkema will indessen wissen, dass der 
Künstler 1699 gestorben sei. Seine 'Werlse sind selten. Einige 
möchten unter Saftleven's Namen gehen, welchen er aber in vielen 
Dingen übertraf. Er arbeitete mit grosser Leichtigkeit, und er- 
reichte ein schöneres Colorit, als jener Meister. DescampS sah 
von ihm" eine Bheinansicht mit vielen Figuren, welche sich damals 
im Cabinet Bisschop zu Rotterdam befand. Dieser Schriftsteller 
nennt aber den Künstler Vostermans. J. B. Godefroy stach eine 
Landschaft nach ihm. 
V95: Alard- Hendrlck de, Maler, war um die Mitte des 17. Jahr- 
hunderts in Heidelberg thätig. Er malte Bildnisse von Professoren 
der dortigen Hochschule, deren in dem Werke: Parnassus Heidel- 
bergensis. Heidelb. 1660, von J. Schweizer gestochen sind. 
Vosp- AntÜn de; heisst im Catalog Renesse-Breidhach ein Künst- 
ler, welcher das Bildnis: des D. Theodorus Kolvius gestochen 
 hat, fol. 
V95; B- de, Maler, wird von Dcscamps obenhin erwähnt. Nach 
seiner Angabe soll sich in der Auguslinerkirche zu Antwerpen eine 
Anbetung der Könige von ihm befinden. Es könnte Simon de Von 
dhrunter verstanden werden. 
V05 , COPIIGlIS (10, Maler von Hulst, wird unter die Schüler A, 
van Dyclüs gezählt, und muss daher von einem älteren Künstler 
dieses Namens unterschieden werden, welcher 1619 bereits im Ver- 
zeichnisse der Bruderschaft des hl. Lucas zu Antwerpen vorkommt, 
und wovon C. van Mander keine Iiuncle nahm. Doch fertiget Im- 
merieel (De levens cle holl. en vlam. liunstschilclers III. 203) auch 
den Schüler van Dycllßs kurz ab, indem er sagt, der hieister sei 
nur durch das von v. Dyck gemalte Bilclniss bekannt. In der k, 
k. Gallerie zu Wien ist ein grosses Bild von ihm, welches die 
Taufe. Chlodwigk in. der Cathedrale zu Rheims vorstellt. Inder
        

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