Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1824876
534) 
vom, 
Johann 
Friedrich; 
 Vultz hat auch viclc Blätter radirti, gestochen und in Aqua- 
tinta ausgeführt. Ein Theil erschien aber ohne Namen, oder un- 
ter fremdem Namen. 
1) Die Schlacht bei Varna,'radirt und in Aquatinta ausgemalt, 
gr. qu. fol.  
2) Die Schlacht bei Schumla, in gleicher Manier, gr. qu. fol. 
Diese beiden Blätter erschienen 1855 bei Steingrübl in 
Augsburg.  
3) UhlamPs Gedichte in sechs Bildern mit Bandverziernxfgcn, 
von J. Voltz lith. Nürnberg 1840, fol. 
Es gibt schwarze und colorirte Exemplare. 
VOltZ, JOllElDIl Friedrich, Maler und Radirer, wurde 1317 zu, 
Nürdlingen geboren, und von seinem Vater Joh. Michael unter. 
richtet, bis er 1855 nach München sich begab, um auf der Aka- 
demie seine Studien fortzusetzen. Er zeichnete da im Winter 1354 
 55 nach dem Modell, im Sommer aber trieb es ihn hinaus in 
die freie Natur, da er schon als Iinabe zur Lanclschaftsund Thier- 
malerei Neigung gefasst hatte, wozu ihn auch der berühmte A, 
 Adam ermunterte. Voltz erfreute sich der Anweisung dieses Mei- 
sters, so dass er in seinem Fache bald zu einem glücklichen Resultate 
gelangte.  Studienreisen im bayerischen Hochgebirge und in Ty- 
rol erweckten in ihm eine besondere Vorliebe fiir Darstellungen 
aus dem Alpenlcben, und die frische Auliassung dieser Natur ge- 
lang ihm meistens. Im Jahre 1845 machte er in GesellschaftHeinz- 
manifs eine Reise nach Südtirol und Ober-Italien, und 1846 be- 
suchte er Belgien und Holland, um die Werke der berühmten 
lWIeister seines Faches kennen zu lernen. Voltz war aber schon 
selbst ein Meister vorzüglichen Ranges, und daher fand er auch 
 in den Niederlanden die frcundlichste Aufnahme. Er stellt Pferde, 
Rinder und Schaafe mit ausgezeichneter Wahrheit dar, und besitzt 
dann auch die besondere Gabe, seine Bilder zu idyllischen Scenen 
 "W zu gestalten, Er geht gerne auf die Hochalpen, um das gemütli- 
liche Leben der Senner mit ihren Heerden zu schildern. Auch 
die den Niederungen entnommenen Landschaften sind. mit Figu- 
rcn und Thieren geziert, welche mit der Scenerie wie immer das 
frischeste Leben athmen. Besonders ausgezeichnet sind auch seine 
Darstellungen des Stalllebcns, wo in geschlossenen Räumen die 
'l'hiere den Ilauptgegenstand bilden. Mehrere Pferdestiicke sind 
als Portraits zu betrachten, sei es nun, dass die Pferde auf der 
VVcide, im Gestiitt oder im Stall erscheinen. Dann findet man 
auch kleinere Gemälde mit Bären, Iiarneclcn, Affen, Ziegen u. s. 
 w., so dass Voltz überhaupt einen grossen Iireis der thierischexi 
 VVclt umfasst. Eincs von seinen grüsscren und schönsten Werken 
 besitzt der König von Wiirteinbcrg. Es stellt eine Viehheerde un- 
ter Eichen beim Gewitter dar. Der Sonntagsmorgen auf der Alm, 
ebcnfals ein meisterhaftes grösseres Bild, fand in der Gallcrie zu 
Stuttgart eine Stelle. Auch die Fürstin von Salm besitzt ein grosses 
Bild, welches den Sunntagsvergnügungen auf der Alm geweiht ist, 
und ausgezeichnet schönes Vieh darstellt. H. v. Arthaber in Wien 
erwarb ein grosses Bild mit wcidendein Vieh bei glühender Abend- 
hclcuchtung. Die heimkehrende Heerde beim Gewitter, und ein 
Gemälde mit Iiiihcn und Ziegen unter Tannen auf der Alm, beide 
grüssore Werke, kamen nach Prag. Der Kunstverein in München 
erwarb cin ziemlich grosscs und trctflichcs Bild, welches eine Heer-de 
am Wlittag an der Bcnedilatenwantl zeigt. Sein Abzug von der 
Alm. der Abend mit grussen Weiden und Vieh, die Hcucrndte,
        

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