Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1824727
Vollmar  
10h, 
Georg. 
Vollmar , 
Fraguz 
Xav. 
515 
Vollmar, JOhänU GBOTg; Historien- und Landschaftmaler, geb, 
zu Mengen in Schwaben  der Sohn eines gewöhnlichen 
Malerss welcher aber _keinen hunstler an ilini haben wollte, so 
dass derllnabe nur hinler_dem Buchen des Vaters zeichnete und 
malte, bis dieser endlich dieFortschi-itte desselben bemerkte. Die 
starke llecrutirung unter haiser Joseph II. nöthigte ihn nach eini- 
ger Z_eit zur Flucht in die Schweiz, wo er zu Zürich für Iiavater 
colorirte, und einen geringen Erwerb fand. Nach zwei Muiialen 
begab er sich nach Lausaiine, um als Mlniztturiiialer sein Brod 
d' i ' h' b .  b   
iizlzlerzriciieäxrgii; racäten ihn a er jlllilxgß Buiisiler auf den Wyeg, 
Dezeic net zuhseyn sc ien. Er zeichnete eih-ig 
nach der landschaftlichen Natur, und fuhrte auch Landschaften 
in Oel aus, die _mit Beifall aulgeiiomnien wurdeni da sie auch mit 
Figuren und Thieren staffirt waren, in welchen sich ebenlalls das 
Streben nach Naturivahrheit aussprach. Später erhielt er viele Be- 
stellungen auf Costuinstnclae, wobei OPJCIIIB schone Auswahl traf, 
sowie denn Volinar ubei-haupt Geluhl lur das Schone hatte. Diese 
Costumstuclse sind eigentlich Landschaften mit verschiedenen Pi- 
ääzirengi-upgeliä, wiflclie dieö Cästume der Sflivs-iäiz darstellen. Die 
eineren i er risteten , ie grusseren Janl schalten 20 Louis- 
d'or, Der Verdienst des Künstlers war daher nicht gering, und 
so entschloss. er sich 1807 zu einer Reise nach Italien, wglclii; 
nicht ohne Einfluss auf seine  war. Nach sei- 
ner Ruckl-iehr malte er ein grosses Bild in Oel, welches den Ab- 
schied des lNicolaus von _der' Fliie ron seiner Ijainilie darstellt, 
und zehn lebensgrosse Figuren entlialti Dieses beniiilde, welches 
äBiORmeIhÄ-ere Preisse erhielt, sollte alsdGeslShenli der Eidgenossen 
as at aus in tariz zieren, es wur e a er so viel hin und her 
geschrieben und gesprochen, dass sich die Sache sehr in die Länge 
 zog. Lips hatte inzwischen das Bild in_ iiupfer gestochen. Volmar 
malte auch noch mehrere andere historische Darstellungen in _Oel, 
besonders aus der Schweizergescliichte, den grossten '1lieil seiner 
Werlsle machen aber (llC,Lall(l5ChillllCDN.lD Goiiziche aus, welche 
fortwahrend eine brwerbsquelle des lrunstlers Svaren. Doch iin- 
den sich auch Landschaften in Oel._ Die Bilder dieser Art haben 
viel Poesie irnderjäiillassiing, und sind von grosser VVii-kiing, nur 
vermisst man in einigen ienen zauberiseheii Duft,_ den die iirimer 
beviiegte ntrnosohiire uher. alle vGCgCUSIEJIlClG der li-eieii Natur ver- 
breitet. Die meisten beiiialde Viiliii_ar's sind breit behandelt und 
wion lebendiger Iiarbungs so dass sie erst in_ einer gewissen Ent- 
ieriiuiigg die äßhäfllge Wijglsung machen". RSeinen Vvuhngitz haue 
er in friä." in airä 281 uiin grossen; at ie des Gantun Fi-ey. 
burg a s urgeezu e__erstor natura isirt, genoss er das a1] e- 
Iräeiiie sähvlverzeräche Burgen-echt. Er war auch Professor an der 
uns sc u e in ern. 
Das IJIauptviIei-li des I'l_iinstlers,_ den Abschied des seel. Nica. 
laus_vorn_ der Flue -voii seiner Familie, ist von H. Lips gestochen. 
Zwei liriegssceneii, ,de.i' Siegnes EFZhETZDgSUQRPI iiber Jourdan, 
und jener Massena s uber die Russen bei Zurich sind von F. X. 
Vollmar im Umriss" radii-t und ausgemalt. 
Dann Finden sich zwei seltene Aquatinta Blätter von VOlDIIUJS 
eigener Hand. Sie enthalten Scenen aus der Scliweizergeschichte, 
sind aber nicht ganz vollendet, qu. fol. 
Vßnmar, Franz XElViEP, Kupferstecher von Mengen in Schwa- 
ben, der jüngere Bruder des obi en Künstlers, arbeitete In Augs- 
burg. Es finden sich folgende Bääiitter vomihm: 
' saß
        

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