Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1824546
Vogel . 
Ludwig 
oder 
Georg 
Ludwig. 
497 
Die oben genannte Heimkehr der Eidgenossen erregte selbst 
im weiten Iireise Aufmerksamkeit, und man wollte in Vogel den 
Gründer einer neuen Schule erkennen, welcher dem Vaterlande 
rosse Ehre bringen werde. Nach Vollendung des Gemäldes der 
Eleimkehr fertigte er zunächst mehrere Zeichnungen, meistens in 
Aquarell, worunter Winlselriedß liainpf mit dein Drachen, und 
der Iiampf des Adam Näf uiii das Banner iii der Schlacht bei Cap- 
pel (1551) zu den bekannteren gehören. Auch einige Genrebilder 
und Landschaften lieferte er in sorgfältigen Zeichnungen. Er ging 
überhaupt nie an die Ausführung eines Gemäldes, ohne vorher 
eine geiiaiie Zeichnung oder einen Carton gemacht zu haben. Die 
Zahl seiner Zeißhnungen in Aquarell und Tusch ist daher sehr 
bedeutend, und auch viele grössere und kleinere Gemälde in Oel 
sind von ihm bekannt. Ein Bild seiner überkräftigen Zeit ist ne- 
ben anderen sein Nicolaus von der Flue unter den streitenden 
Eidgenossen. Sein Uli Rothbach, Wilhelm Tell nach dein Schusse 
seinen Sohn umarineiid, die Messe in Wildkirchli, die Freiburger 
Tanzkirchweihe, das Steinstossen auf dem Rigi, die betende Wie- 
dertäufer Familie, die Äppenzeller-Faniilie, das Scbwiiigfest, die 
Milchsuppe im ersten Cappeler Hrieg, liarl der liühne etc. sind 
Gemälde, welche in den früheren Jahren ihren Urheber rühinten. 
Noch grösseren Beifall erwarb ihm_aber das grosse Gemälde mit 
Tell, wie er dem Gessler den zweiten Iffeil inuthvoll unter die 
Augen hält. Es wird im Schlosse Gorgier aufbewahrt, und ist 
durch den Stich bekannt. Ein grosses, _an Portraitfigu-ren reiches 
Gemälde ist auch jenes, welches Zwingli vorstellt, wie er vor der 
Schlacht bei Cappel von seiner Familie Abschied nimmt. Dieses 
gerühinte Bild, welches Vogel 1853 Ztlßrßt ausstellte, und erst nach 
einigen Jahren ganz vollendete, besitzt der Bürgermeister Muralt 
in Zürich. Nicht minder treßlich wurde sein Tod des Arnold 
_Winltelried befunden, ein grosses Bild, welches Ziegler in Win- 
terthur erwarb. Im Jahre 1842 beschäftigte ihn ein grosses Ge- 
mälde, welches das Fest bei Tellenplatten vorstellt, und ein an- 
deres Bild heroischer Aufopferung brachte er 1836 zur Ausstellung. 
Es stellt den Schultheiss Wenge von Solothurn dar, wie er sich 
vor die Miindun der zum Abfeuern bestimmten Caiione stellt, 
deren Inhalt den äod in die Reihen der Protestanten bringen sollte 
(1553). Ein fast gleichzeitiges Bild ist jenes des Mönches Ritter 
Burlihart von Landshron. wie er am Abend der Schlacht von St. 
Jakob durch Arnold Schick für seinen Hohn bestraft wird. Das 
neueste Werk des Meisters schildert die Schlacht am Stuss 1405, 
oder vielmehr eine Episode aus derselben, wo ein Mann in Ver- 
zweitlung den Iiampf gegen viele aufninimt._ P. Bruclunann schnitt; 
1350 nach seiner Zeichnung die Medaille mit den dreiSchweizern. 
Dann findet man auch Bildnisse von diesem Meister, deren 
sorgfältige Vollendung sich bis auf die Kleinigkeiten erstreckt. Auch 
in schwarzer Kreide zeichnete er solche. Sein eigenes Bildniss, 
1323 von Schiuz gezeichnet, ist in der Portraitsammlung des H05- 
malers Vogel von Vogelstein in Dresden.  
Stiche und Lithographien nach seinen Werken. 
Nieolaus von der Flue als Friedenstifter auf dein Tage zu Stanz, 
gest. von Esslinger, qu. 'fol. . 
Zwinglfs Abschied vor der Schlacht bei  dvtll 
Originalgemälde bei Bürgermeister von Muralt in Zurich von (1. 
Balder lithographirt, gi". roy. qu. fol.  
Dazu gehört ein Erklärnngsblatt mit Conturßm 
Naglefs Künstler-Lax. Bd. XX.  33 
        

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