Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1824216
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Vliet, 
Willem 
van. 
Vliet, 
Jan 
dieses Künstlers sind unbekannt, es sprechen aber mehrere Schöne 
Werke von ihm. Besonders schön zu nennen sind seine architek- 
tonischen Darstellungen, gewöhnlich innere Ansichten von Kir- 
chcn mit vielen Figuren in der Manier des E. de Wit. In del- 
Pinnkothek zn München, in der Gallerie zu Schwerin, und in 
wenigen anderen Sammlungen Endet man Werke dieser Art, wie]- 
iche selten vorkommen. Das Museum im Haag bewahrt eine An- 
sieht der alten Kirche in D-elft. Dann malte er auch Bilder in 
der Art des Gerhard Dow, welche sehr anziehend sind. In der 
Gallerie des k. Museums in Berlin sieht man eine bei Lampen, 
licht nähende Frau, ein Bild, welches sich durch feinen Lichtef. 
feht auszeichnet, mit dem Namen Hendrick van der Vliet 165a. In 
der späteren Zeit verlegte er sich unter Mierevelt's Leitung auf die 
Portraitmalerei, bot aber keinen Ersatz für die früheren Arbeitem 
R. A. Persyn stach nach ihm das Bildniss des Gottesgclehrten Sui. 
bert Purmerent, und J. Snyderhoet" die Portraite der Utrechter Li. 
centiaten Johannes Beenius und Joh. Schude. In dem WVerke de, 
Ploos van Amstel ist ein Blatt in Farben, welches das Innere 
einer Kirche vorstellt, 4. 
Vllßt, W1llem van, Maler, geb. zu Delft 1586, machte sich durch 
historische Darstellungen und durch Bildnisse bekannt. Nlan ü"- 
det aber wenig Bilder von ihm. Das Bjlduiss Plaufs ist clqrch den 
 Stich bekannt. Bezeichnet: Platon. W. van Vliet inv. 1010. Der 
Küllätlßf starb 1642- 
Vhet, Jan Georg (Jorls) van, Maler und Itadirer von Delft, 
ist nach seinen Lebensverhältnissen unbekannt. Man lässt ihn 
um 1610 geboren Werden, es konnte aber eben so wohl gesetzt 
werden, dass er zu Anfang des 17. Jahrhunderts das Licht der 
Welt erblickt habe. Die Jahrzahlen auf seinen Blättern bewei- 
sen nur, dass Vliet um 1651  1055 thätig war. Man zählt ihn 
zu den Schülern Rembrandts. weil er in der Weise dieses [iünsb 
lers gearbeitet hat. Seine Figuren sind aber theilweise noch u". 
edler und schlechter gezeichnet, als jene von Rembrandt. Dieje- 
nigen, welche behaupten, Vliet habe in einigen Stücken sogar 
den Meister iibertrolTen, und dass der Charakter und Geist in Sei- 
nen Köpfen unnachahmlich sei, loben sicher etwas ins Blaue hin, 
Seine schönsten Blätter sind gerade die Copien nach Rembrandt 
Er ätzte stark vor, und arbeitete dann die Platten mit dem Sti_ 
ehel sehr fleissig aus, um ihnen jene malerische Wirkung zu vgr, 
leihen, welche man bei Rembrandt und Livens bewundert. Er er- 
reichte sie indessen nicht oft, In seinen Blättern stören die star- 
ken und monotonen Schatten den hellnbstechenden Lichtmassen 
gegenüber. Sie sind aber sehr gesucht und stehen in hohen Preisen. 
besonders in ersten Abdriicken. Bartseh, Oeuvre de Rembrandt 
II. 61 HZ, beschreibt 92 Blätter. von Vhet, und Chev. de Claussin 
kommt in seinem neuen VVerke über Rembrandt (Catalogne rai- 
sonne de tuutcs les estampcs qui forxnent Pueuvre de Rembrandt 
PßIiS 1324- 28.) ebenfalls über ihn zu sprechen. 
 1) Loth und seine Töchter. Er liegt im Rausche auf dem 30.. 
den. Unten im Rande: Rt. van Ryn illvßlltßl" 1651. J. G, 
Vliet fecit. Eines der schönsten Blätter des Meisters. H 
10 Z. 4L., Br. 8Z.4L. 
I. Vor den Diagonalen Linien und vor den Halbschatten auf 
 der linken Brust am [locke des Loth. 
II. Die mehr weissen Lichter des ersten Druckes sind iiberar- 
beitet, und im Grunde bemerkt man Diagonallinien.
        

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