Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819979
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Vclde, 
Jan 
VüIl 
_,etc. IÖOS, fol. Mit deutschem Text 1606 in ROÜCTÖQUI. fol. Hie;- 
nennt sich der Schreibliünstler Hans von dem Felde. 
O 
Vßldß, Jan Van de, Maler und Kupferstecher, wurde nach der 
gewöhnlichen Angabe um 1598 zu Leyden geboren, hatte sich aber 
schon IÖIÖ durch einz- grosse Folge von radirten Landschaften be_ 
kannt gemacht, so dass sein Geburtsjahr viel früher fallen muss. 
Als jüngerer Bruder des Esaias dürfte er schon vor 15?0 das Lieht 
der Welt erblickt haben, und vÜ-ihrseheinlich in Har em, wo der 
berühmte Schreibmeister Jan van de Velde lebte, welchen diese 
heiden Künstler ohne Zweifel zum Vater hatten. Von Jan scheinen ' 
sich wenig Gemälde zu finden, dn er die meiste Zeit auf'die [iu_ 
pfcrstecherei verwandte. Man will 200 Blätter von ihm kennen 
welche theils geätzt, theils mit dem Stichel vollendet sind. Bartscl; 
nahm ihn in den Pei itre graveur nicht auf, Obgleich viele scingr 
Blätter höchst schiitzbar und interessant sind. In mehreren ahmte 
 er Goudfs Manier nach, war aber auch in anderen Behandlungm 
arten nicht minder glücklich. Seine Zeichnungen sind geistreich 
und zeugen von einem fleissigen Studium nach der Natur. Sie sind 
meist mit der Feder und in Tusch ausgeführt, andere in Farben 
lasirt. Auf seinen Blättern steht entweder der Name Velde, J. V_ 
Velde, und die Initialen  J. V. V., oder ein Müllügramln. 
Das Tudesjahr dieses Künstlers ist unbekannt. Nach einigen lebte 
er noch 1670, eiltweder in Leyden, oder zu Harlem. ln letztei-Qx. 
Stadt verweilte er wenigstens die grösste Zeit seines Lebens. Dlege 
späte Jahreszahl bezieht sich wahrscheinlich auf J. v. d. Velde jnrh 
Jakob lYlathain hat sein Bildiiiss gestochen. Der Künstler war d;1_ 
inals 56 Jahre alt. Dann haben wir auch sein ElgGHlliIjDtllgCS Bil.1_ 
niss, gr. lt.  
Unter den Stichen nach Zeichnungen des Meisters nennen 
wir folgende:  
St. Catharina stehend. Pru Christi  siuo. J. V. Velden inh , 
VV. Acliersloot sc. Glänzend gürltltillßllßS, seltenes Blatt, gr. 8. 
Eine Folge von vier Landschaften mit Stailage. Poelenborgh 
fecit. Selten, qu. fol. 
Ftllge von 6 Blättern mit kleinen Landschaften im Charakter 
von Saiftltweii, 'I'yl.iis Jacobi ab Heyden, qu. 12-   
Eine Folge von 12 holländischen Landschaften mit Figuren 
und Gebäuden, von oder nach J. v. d. Velde in Holz gcsuhnittem 
Sehr selten, kl. qu. ß. 
' Eigenhändige Blätter. 
t) Oliver Cromwell, Protector. Oval mit den Buchstaben P.11_ 
 O. C. in den vier Ecken. Boinbdut van den Hoye excudih 
Velde sculps. Auch die Adresse V01! F- CÄIPCISQ Stellt Huf 
 Abdrücken, fol. Die Platte zu diesem _Blatte ist tur die 
 schwarze Manier zugerichtet, dann hinein punktirt, gesto- 
chen und in Aqua tinta übergangen, so_ dass die Abdruck. 
von schlechter Vvirkung sind. Die Arbeit ist aber ntoder-n, 
und kann "ich; von J. v. d. Velde herrühren. Vielleicht ist 
das Blatt von Jakob v. Veldc. 
2) Uarolus Princcps et Gub. in Lichtenstein, halbe Figur im 
Älrlariiisch. Oval mit Beiwerken, wahrscheinlich nach Miel'(g_ 
veldt. J. V. Velde exeud. Tretflich gestochenes und seltenes 
Blatt, ful. 
5) Carl Herzog von Troppau und Jägerndorf. J. v. d. Velde 
exc., fol. 
4) Laurentius Custerus Harlemensis, Primus artis typographicae
        

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