Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1824052
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Vivarini , 
Bartolomeo, 
nation eine Reminiscenz an byzantinisches Wesen hindurchhliclve, 
Im Catalogc werden diese Bilder dem Antonio und Bartulxmxeo Vi- 
varini zugeschrieben, der letztere kann aber keinen Antheil haben, 
In Zanottcfs Pinacotheca Veneta {Endet man das von Viviaui 
gestochene Bildnxss des Antonio da Murano. 
VlVElriIll, Barllßlßmeß, genannt B. da Murano, "angeblich jiingr- 
rer Bruder des Antonio, gehört zu den wichtigster: Meistern der 
alt-venetianisclien Schule, welcher die von Antonio und Giovanni 
da Murano eingeschlagene Richtung verfolgte, und die lVlülerei 
zu eigenthiiinlicher Selbstständigkeit brachte. Die älteren Vivarini 
suchten den Typen der Giotto'schen Schule Leben und VVeicliheir 
zu verleihen, aber ohne vorn byzantinischen Einfluss sich ganz lussa. 
gen zu können, Bartolomeo brachte aber die Schule iti Murann zu 
eigenthüinlieher Bliithe, und bezeichnete den Ueliergang zur Schule 
des G. Bellini, welcher in Naturwahrheit alle Vivarini übertrifft, 
so dass ihre Werke im Vergleiche mit ]enen BellinPs bei aller 
Wiirde der Charaktere doch etwas Starres im nusdruck liebem 
Anfangs malte er nach der Weise der älteren Vivarini in Tein- 
pera, dann aber suchte er das Geheimniss .des_Jan van Eyck zu 
ergründen. und er war einer der ersten, die llClI mit Erfolg in 
der Oelinalerei versuchten. Bartulomeo war um mehrere Jahre 
jünger als Antonio. Im Jahre M49 trat er mit einem Gemälde für 
die Carthhause in Pavia auf, welches nach England kam. In, 
Jahre 1450 malte er mit Antonio das berühmte Bild für die Car_ 
11131159 in Bologna, welches jetzt in der Pinakothek: daselhst ist, 
Wir haben es im Artikel des Antonio Vivarini näher erwähnt, so 
wie ein zweites Gemälde von 14451 . welches ebenfalls von diesen 
beiden Künstlern herrührt. In den Iurehen zu Venedig sah man 
man ehedem mehrere Gemälde von ihm, jetzt _aber sind sie ge_ 
zählt. In St. Giovanni e Paolo ist noch ein sitzender St. Augu- 
stin von anderen Heiligen umgeben. Dieses Bild ist in Oel ge_ 
malt, und erinnert in der Behandlung sehr an A. Dürer. Es hat 
folgende Inschrift: Bartholonieus Vivarinus de lVliiriano pillxit 
MCCCCLXXIII. Zanetti versichert, dass diess das erste Gßlllillkle 
sei, welches zu Venedig in Ocl ausgeführt wurde. Ilidolfi schreibt 
ihm auch den 'Carton zum grosscn Glasfcnster_ mit 8 Figuren und 
17 Brustbildern über der Thiire derselben Kirche zu, Moschini 
bezweifelt aber diese Angabe. Iin Jahre 1814 wurde das Fenster 
restaurirt. Das von Vasari erwähnte Gemälde auf dem Altarc des 
heil. Aloisius in dieser Iiirche ist nicht mehr vorhanden. Es stellte 
den heil. Ludwig iru Dinconengewande sitzend dar, St. Gregor, 
St. Sebastian und St. Dominicus auf der einen , St. Nicolaus, Sh 
Hieronymus und St. Rochus auf der anderen Seite. Ueber ihnen 
waren mehrere halbe Figuren von_ Heiligen. In St. Mßrta For- 
mosa sieht man zwei Altarbilder mit der Madonna und mit HOL 
 ligen. Das eine dieser Genialde ist von 13187. Die Bilder, welche 
man in de; Certosa in Isola sah, sind jetzt in der akademischen 
Gallerie zu Venedig. Das Hauptgeniälcle stellt die Madonna mit 
dein schlafenden Binde. auf dein Throne dar, links St. Andreas 
und den Täufer, rechts St. Doininieus und Petrus. alle in gothi- 
sehen Nischen. Am Sockel des Tlirones steht: Opus Bartolomri 
Vivarini De lVlurano lYI. CCCC IX IIII (14959- Gest. von Viviani 
für Zanotttfs Pinacoteca della Gall. Veneta,_ fpl. Andere Gemälde 
aus der Carthause stellen die Heiligen Dominieus, Andreas, Petrus 
und Johannes Baptista dar._ In S, Giovanni in diiragula war ein 
311,1 der Auferstehung Christi von 1493. Boschini salres noch,
        

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