Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1824048
Vivarini , 
Antonio 
und 
Giovanni. 
447 
Alamaiius. Brandolese (Pitture di Padova p. 248) sah in der Mi- 
noritenliirche daselbst ein Gemälde, welches sich auf die Geburt und 
den Tod des Heilandes bezieht, mit der Aufschrift: MCCCCXLVII. 
Cristofalo de Ferraria Itaja  Antonio da Murano e Joane Ala- 
manus P. Dieser letztere Meister scheint nach 1447 nicht lange 
mehr gelebt zu haben , denn es tritt jetzt Bartolomco Vivarini an 
seine Stelle. Er erscheint 1450 in der Carthause zu Bologna als 
Gehiilfe des Antonio. Papst Nicolaus V. trug ihnen ein grosses 
Gemälde auf, welches die Madonna mit dem auf dem Schoosse 
schlafenden liinde von Heiligen umgeben zeigt, Diess ist eines 
der schönsten Werlie damaliger Zeit. Die Figuren aihmen Leben 
und Andacht. die Gewänder sind höchst verständig geordnet, Haare 
und Bart mit ungcmeineni Fleisse gemalt, und die Färbung ist 
noch so glänzend und schön, als wiire das Bild erstunter den Hän. 
den der Meister hervorgegangen. Dieses )etzt in der Pinakothek 
zu Bologna befindliche Gemälde hat folgende Inschrift: Anno Do- 
mini MCCCCL. Hoc Opus Inceptum Fuit Et Perfectum ab Anto- 
nio et Bartholomeo De Murano, Nicolao V. Pont. Max. Ob Monu- 
mentum, R. P. D. Nicolai Card. Tit. Sanctae Crucis. Die Ausla- 
dungcn einzelner Theile der Figuren, uiid die Relieforiiamente 
sind von Christoforo da Ferrara gefertiget. Gest. von F. Piosa- 
spina in dessen Pinacotheca pontif. di Bologna, fol. 
Für S. Antonio Grunde zu Padua malten diese Künstler M51 
eine Madonna mit dem Kinde und mit mehreren Heiligen in Ab- 
theilungen. Dieses Gemälde soll nach Lanzi wie folgt bezeichnet 
seyn: Antonius et Bartholomeus Fi-atres rde Murano pinxerunt 
MCCCCLI. In dieser Inschrift möchten wir das Wort Fratres be- 
zweifeln, da es nach Lanzi auch auf dem Gemälde in Bologna 
stehen soll, was aber nicht der Fall ist. 
In der Gallerie des k. Museums zu Berlin ist seit 1855 eine 
Anbetung der Könige von Antonio und Bartolomeo Vivarini. Ehe- 
dem war das Bild in der Sammlun des Capitano Craglietto zu Ve- 
nedig. Maria sitzt unter einer läiitte mit dem Kinde auf dem 
Schoosse, welchem der älteste linieende König den Fuss küsst. Zu 
beiden Seiten steht ein sehr zahlreiches Gefolge. Links auf der 
sich zwischen Bergen durchwindenden Strasse kommt der Zug 
heran. In der Luft erscheint Gott Vater mit posaunenden Engeln. 
H. 5 F. 7 Z., Br. 5 F. 811- Z. Dieses Bild gehört durch Reich- 
thuin uiid Originalität der Coniposition, Lebendigkeit und Naive- 
tät der Köpfe, Iilarheit der Farbe, _und Fleiss der Durchführung 
zu den aiisgezeichnetsten Werken dieser Meister. Einzelne Theilc 
sind ausgeladen, besonders Ornamente als Belief, Dieser Gebrauch 
nimmt mit den Vivarini seinen Anfang. und wird von Carlo Cri- 
velli noch mehr ausgebildet. Im k. Museum zu Berlin werden 
dem Antonio Vivarini und G_i_o. Alamanno auch funf Tafeln mit Figu- 
ren von Engeln und Heiligen aul Goldgrund in Tempera zugg- 
schrieben. Sie sind nach der Angabe in Waageifs Catalog Nr. 110 
bis H5 um 1440 gefertiget, tragen aber den Namen des Malers 
nicht. Iiugler, Beschreibung des Museums, S. 25. findet diese 
Annahme nicht wohl haltbar, da die genannten Künstler zwar den 
Styl der Giottisten in der Zeichnung befolgen, aber sich doch be- 
reits durch eine wiinderwiirdige Weichheit und Wärme der Car- 
nation unterscheiden. Mit grösserem Rechte möchte ihnen Ku lei- 
eine Folge von zehn etwas grösseren Heiligeufi uren zusehreiien 
(Nr. 123) , wenn nicht trotz der Weichheit um? Wärme der Gar- 
 Dieser C. da Ferrara hat die. 
Relief- Ornamente 
gefertigei.
        

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