Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1823768
Visscher , 
Clas 
Jansz. 
Jansz. scheint später keine Karte mehr gestochen zu haben, lie- 
ferte aber dagegen eine bedeutende Anzahl landschaftlicher Blät- 
ter, welche schön und sicher radirt sind. Ein genaues Verzeich- 
niss derselben ist nicht leicht herzustellen. und daher mögen meh- 
rere der verzeichneten Blätter nur als Verlagsartilael zu betrachten 
seyn. Die Nachrichten über die beiden älteren Visscher sind iiber- 
haupt sehr verworren, indem auch der unten folgende Nicolaus 
Visscher mit ihnen zusammen gebracht wird. Glas Jansz. Visscher 
starb gegen 1660. 
Nach dem 'l'ode des Künstlers trat Niculaus Visscher an die 
Spitze der liunsthandluxig, der angebliche Sohn desselben, Dieser 
N. Visscher war es, der den Handel mit Harten, Planen von Städ- 
ten, und mit liunstartilteln verschiedener Art in grossen Flur 
brachte. Er bereiste in seiner früheren Zeit viele Länder Europas, 
um geographische Zeichnungen aufzunehmen, und Verbesserungen 
in den bestehenden Harten zu machen. Diese Harten fanden 
selbst neben jenen des berühmten Blaeu grosserl Absatz, da sie 
für damalige Zeit die niiiglichste Genauigkeit hatten, und auch in 
artistischer Hinsicht schön ausgestattet wurden. Die historischen 
und allegorischen Cartouchen, und die Titelbliitter sind von gu- 
ten Meistern ccmponirt, und sehr sauber gestochen. Einige sind 
von Jan de Visscher nach Bergheufs Zeichnungen in Kupfer ge- 
bracht. Auch die liunstblätter, welche in seinem Verlage waren, 
sind von Bedeutung. Darunter sind mehrere Blätter von Cornelis 
und Jan de Visscher, nur muss man ihn nicht mit dem älteren 
Clas Jansz (d. h. Nicolaus Johannis) V-isscher verwechseln, dem 
Gründer der Handlung. Er scheint aber schon zu Lebzeiten des- 
selben Theilnehmer derselben gewesen zu seyn. Vielleicht hatte 
er auch im Haag ein Etablissement, wie aus folgendem Werke] zu 
ersehen seyn dürfte: Paradigmata graphiccs per Job. Episcopium 
ex formis Nicolai Visscher. Hagae Comitis 1671. Es findet sich 
ein altes Verzeichniss seiner Verlagsartihel. welches ohne Datum 
ist, und vielleicht einige Jahre nach der Uebcrnahme der Hand- 
lung erschien, unter dem Titel: Catnlogue des cartes geographiques, 
Villes, Tailles-clouces- et livres de cette nature de Nicoles Visseher 
dßkmsteldam, 8. Aus seinem Verlage sind wahrscheinlich die Bild- 
nisse, welche Huber, Handbuch etc. VI. 41? dem Glas Jansz. Vis- 
scher zuschrcibt. Die meisten haben die Adresse: Ex formis Ni- 
colai Visscher, oder Nie. Visscher exc., und wir führen sie hier 
der Kürze wegen als Arbeiten anderer liiinstler nicht auf. Es 
scheint indessen zwei Verleger diese: Nantßnrngßäfbenutlf haben, 
vielleicht Vater und Sohn. Der jün ere Nie. Vissc er durtte einen 
Theil der Blätter des Jan de Visscäier verlegt haben, und er ist 
wahrscheinlich jener N. Visseher, welcher nach Gregori (Gedan- 
hen von Landkarten. Frankfurt 1713) den Q Dec. 1'109 in Amster- 
dam starb. Die Wiltwe tiihrte das Geschäft noch mehrere Jahre fort. 
Das folgende Verzeichniss gibt eine bedeutende Anzahl von 
eigenhändigen Blättern des Glas Jansz. de Visscher, mehrere aber 
könnten nur als Visseheüsche Verlagsartihel zu betrachten seyn. 
Der liunsthiindlerNicolaus Visscher hat höchstens Landkarten gesto- 
chen. Die genaue Ordnung der hieher gehörigen Blätter ist mit 
Schwierigkeiten verbunden, da das Capitel über die genannten 
Meister sehr verworren ist. In den Auktionskatalogen macht man 
sich's gewöhnlich bequem, indem häufig die Adresse: N. Visscher 
exc., kurzhin angegeben ist. 
1) Friedrich von Böhmen, seine Gemahlin und seine zehn Kin- 
der. ganze Figuren, in der Ferne Heidelberg. C. J. Vis- 
schere exc., gr. qu. fol. 
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