Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1823750
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Viss eher , 
Clas 
Jansz. 
Vlsscher, C135 JÜUSZ- de, Zeichner und Hupferstecher, wurde 
nach der gewöhnlichen Angabe um 1550 111 Amsterdam geboren, 
und war der Sohn eines Jan Claesseil Visscher, wesswegen er sich 
Jansz., d. h. Snhn des Jan nannte. Jan Claessen war liunstliiinil- 
ler, da sich seine Adresse auf alten Blättern findet. Sie erscheint 
auf zwei grussen Stichen von J. Saenredam von 1595, Nr. 51- und 
52. unseres Verzeichnisses. Dann ist er iler Verleger einer Folge 
von 6 Parabeln, welche P. Bast 1598 gestochen hat. Auch etliche 
der älteren unten verzeichneten Blätter könnten aus seinem Vey- 
lage hoininen, oder vielleicht von ihm gestuchen seyn, da seine 
Lebenszeit bis gegen 1612 auszudehnen ist. Seine frühere Tlhätig- 
heit scheint aber um 1566 zu setzen zu seyn, denn er 1st wahr- 
scheinlich jener J. C. Visscher, dessen Monogranim auf Cüpien 
der Passion von A. Dürer (1509) Stßht- Die 1111551011 rühren von 
 den Brüdern VVicrx her, von 1506 8b- ES kümmert 15 Blätter vor, 
während die Originalausgabe deren 16 Zählt Auch IlUCll andere 
Copicn nach Diirer haben das Zeichen des Verlegers J. C. ViS_ 
scher, so wie die grosse Copio der Grablegung von H. Gultzins_ 
WVollte man diese Angabe bestreiten, so musste Clas Jaiisz. V;5_ 
scher der Verleger seyn, welcher nach vielen Jahren die [Hub 
ten an sich gebracht, und beim neuen Drucke das Mongramm auf 
dieselben gesetzt hätte. Allein wir finden viel früher einen J.  
Visscher tliätig, und verstehen darunter den Vater des Clas Jans-L, 
welcher sich Anfangs zuin Unterschiede von jenein C. J. Visschgr 
de Junge oder Visscher junior nannte. Später ubernahm er die 
"Verlagshandlung, und bezeichnete die Blätter nur mit dein Namen 
C. J. Visscher, Nicolaus Joannis Visscher, oder Nie, Jo. Piscator. 
Als selbstständiger Verleger scheint er uin_ 1612 aufgetreten zu 
seyn, wie die unten erwähnten Folgen beweisen, welche theilweise 
 von seiner Hand herrühren. Dieser Clas Jansz. Visscher ist es 
auch, welcher die alten Holzplatten der Cranaclfsehen Passion ab 
warb, und sie im Ganzen abdrucken liess. Sie erschien unter dem 
Titel: Passio D. N. Jesu Christi venustissiinis iniaginibus ele- 
ganter expressa ab illustrissimi Saxoniae Ducis Pictore L. Crana. 
giu Anno 150g. Amsterodami Excudebat Nie. Ju. VISSChETUS e; 
anno 1016, fol. Dieses Werk enthält 15 Blätter, während die Ori- 
ginalausgabe deren 14 zählt. Die Iireuzabnehmung fehlt. Seine 
"Verlagsartilsel sind sehr zahlreich, und bestehen theils in ein, 
zelnen Blättern, theils in ganzen Folgen. Unter letzteren ist 
die Bibel besonders zu nennen, da sie schöne Stiche nach M_ de 
Vos, Rubens u. s. w. zählt, unter dem Titel: Theatruin biblicum 
tabulis aeneis cxpressuin. 2 Vüll- Ämßlßrilam 16151, gr- fvl- Zu 
den Zierden der Visscheüschen Handlung gehören auch die B155 
Vter von Curnelis de Visscher. 
 Clas Jansz. Visscher befasste sich als Jüngling bei J. Hondius 
mit dem Stiche vun Landkarten, und arbeitete in diesem Fache 
auch einige Zeit unter W. Blaeu. Nach einigen Jahren verliess er 
die Offizin desselben, um auf eigene Rechnung Karten auszuarbei. 
ten. Allein er hatte keine genauen geographischen Zeichnungen, 
und fand daher wenig Absatz. Er stach desswegcn einige Harten 
von Blaeu nach, was zu einem Missstande zwischen beiden Ver- 
anlassung gab. Erst 1620 fand er einen Mathematiker, welche;- 
die Revision der Zeichnungen vernahm, und endlich trat sein an- 
geblichcr Sohn Nieolaus de Visscher ein, welcher sich fast aus- 
schliesslich mit dem geograpischen Fache _bel_asst hatte. Von die- 
ser Zeit an erlangte die Vissehefsche Offizin iminer grüsseren Ruf, 
welchen aber erst Nicolaus Visscher zu SElIlCl" Hülle brachte. C13,
        

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