Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1823646
Visscher , 
Dirk 
Jan 
de. - Visscher , 
401 
9) 5. Die Nähen-in. Neben ihr sind zwei Ochsen, und ein Mann, 
welcher sich an einen derselben lehnt. Ausserdem sieht 
man sechs Schaafe, und einen dritten, Ochsen. 
10) Das am Baume schlafende Weib. Im Vorgrunde sieht man 
drei Schweine und zwei Ziegen. Ohne Namen. 
Die beiden letzten Blätter sind für J. Visscher zu gering. 
11) Eine Folge von [l nummerirten Gebirgs-Landsehaften mit 
Vieh, Hirten und Hirtinnen. Auf dem ersten Blatle steht: 
W. Inventor. J. Visscher fec. Dennoch legt man diese Blät- 
ter dem C. Visscher zu. Jener W. Inventur ist wahrschein- 
lich Curnelis Claaszen van Wieringen, nach welchem Glas 
Jansz Visscher Landschaften mit Vieh gestochen hat. Vgl. 
J. de Jongh, het Ieven der Schilder door G. v. Mander, U. 
215. H. 9 Z., Br. n Z. 
12) Die vier Jahreszeiten, nach J. de Momper. Q. Visscher et 
Galle sc., fol. 
Visscher , 
Dirk 
Visscher. 
de 
Theodor 
VlSSClIGP, Jan de, Zeichner, Maler und Iiupferstecher, wurde 1636 
zu Amsterdam geboren, und widmete sich Anfangs unter Leitung 
seines Vaters Glas Jansz. Visscher der liupferstecherkunst. Ille- 
rauf genoss er den Unterricht des Malers M. Garre, aber ohne 
selbst Maler werden zu wollen. Erst im 56. Jahre nahm er die 
Palette zur Hand, und malte noch mehrere gute Thierstiiclte. Die 
Mehrzahl seiner Werke besteht in Badirungen nach Berghem, 
Ostade, und Wouvermanns, welche er sehr ut nachzuahmen 
wusste, besonders Berghem. Doch lieferte er im Aälgelneinen höchst 
schätzbare Blätter, sei es, dass er die Nadel allein führte, oder 
den Grabstichel in Verbindung brachte. Nur ist die Zeichnung 
nicht immer ganz richtig, und in der Vertheiluxlrgvtles Lichtes verfuhr 
er zuweilen etwas sorglos. Hinsichtlich des Nlachwerkes verräth 
er aber die grösste Meisterschaft, sowohl in Radirungen als in 
Grahstichelarbeiten. Er steht selbst beim Vergleiche mit den herr- 
lichen Stichen des Cornelis Visscher nicht im Nachtheil. Die Aehn- 
lichlseit der Blätter beider Meister war die Veranlassung, dass dem 
Cornelis Blätter unsers Meisters zugeschrieben werden, wie wir 
im Verzeichnisse der Stiche des Gorn. Visscher bemerkt haben. 
Früher wurden seine Blätter sehr hoch geschätzt, jetzt stehen nur 
die ganz vorzüglichen und seltenen Abdrücke in_ guten Preisen. 
Seine Zeichnungen stehen indessen viel holter. Sie sind in Bister 
oder in Tusch ausgeführt. 
Das Todesjahr dieses Künstlers ist unbekannt. Man weigg 
nur , dass er 1692 noch arbeitete. Sein Bildniss hat C. v. 
Noofde 1775 nach einer Rothsteinzeichuung gestochen, 4. Auch 
in der Geschiedenis der vaclerl. Schilclcrltunst door ll. van Eynden 
LBI. B. 2. kommt es vor. Diesem Stiche liegt. ebenfalls die genannte 
Zeichnung zu Grunde, da sie van Eynden besass. Dann haben 
auch andere Meister nach ihm gestochen. N. Dupuis stach nach 
einer Zeichnung das Portrait des Malers PlLWouvcrmans in einer 
Burdure von Lorbeer- und Palmbliittern. 
Das Verzeichniss der Blätter dieses Meisters ist in den beste- 
henden Werken, namentlich in deutscher Sprache, unvollstiinclig 
und ungenau, und auf Priorität der Abdriiclte ist wenig Rücksicht 
genommen. Nur über die Blätter nach Bcrghem haben Wir 9111611 
alten Catalog: Bcredencerrle (Jatalogus van alle de Prenten van 
N- Bcrghem, duur H, de Winter. Auist. 1'165. ln französischer
        

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