Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1823316
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Vischev , 
Pcter. 
deutend. Konnte er aber dieses eigenmächtig vornehmen, da Stoß 
noch in Niirnber lebte, oder hat dieser auch an der lleduction 
Theil? Im Artikel des V. Stuss ist weiter darüber zu lesen. Ücber 
den Antheil, welchen die Söhne an diesem Werke haben, ist man 
nicht im Klaren. Den Apostel Bartholomiius hat nach einer alten 
Tradition Hermann Vischer gemacht. Es ist diess die schönste Fi- 
gur des Monumentes. 
Stiche nach diesem Werke:  o 
Sanct SebalcPs Grab zu Nürnberg. Albert lleindel del. et sculp, 
1821. S. gr. roy. fol. 
Dasselbe Denkmal, gest. von G. Fenitzer, um 1690, qu. fol. 
Die 12 Apostel. nach den ehernen Figuren von G. C. Eintai-t 
in schwarzer Manier gestochen, fol. 
Vierzehn der vorzüglichsten Figuren des von P. Vischer in E" 
gegossenen Grabmals des heil. Sebahlus zu Nürnberg. Gez. und 
gest. von A. Beindel. Nebst einer perspectivischen Ansicht des M0- 
numents von F. Geissler. Nürnberg, gr. 8. 
Dieses Werk enthält die 1:2 Apostel, St. Sebald und die Sta- 
tuette des P. Visclier. Die Apostel erschienen früher im Frauen- 
Taschenbuch in Octav, wurden aber dann in dem obigen Werke 
vereiniget. Die Ansicht des Monuments von Geisler kommt auch 
im neuen Taschenbuch von Nürnberg 1819 V01", und in der 511mm- 
lung der Iiunstblätter aus dem neuen Taschenbuche von Nüm. 
Berg 1830.  
Die wichtigsten Bildwerke am Sebaldusgrabe zu Nurnberg von 
P. Vischer, 18 Blätter, gez. und gest. von A. Reindel. Neue Ar", 
gabe mit T8121; in deutscher, engl. und franz. Sprache. Nürnberg 
1858), r.  
( In diizr Egidienlsirche zu Nürnberg ist ein Basrelief mit dem 
Monogramm P.- V. 1522, welches auf P. Vischer sen. bezogen wig-(L 
Das Bildwerk stellt die Iirenzabnehmung vor, H. 4; F., Br. 5 1v_ 
1 Z. Die Arbeit ist mittelmässig, und vielleicht von P. Vischer 
dem Sohne, obgleich die Zeit für den Vater passt. Auch (las gß 
geniiber eingemauerte kleine Grabtlenkmal des Bischofs Ch. v. Sta- 
rliou kann nicht von ihm seyn. Der Bischof starb 1545, zu eine, 
Zeit, wo nicht einmal mehr ein Sohn des liüustlers lebte. Einige 
schreiben das Monument einem solchen zu.  
In der St. Lorcnzkirche ist die Gedächtmsstafel des Anton 
Kress von 1515 sein Werk. Es ist in ßalaehs Geist gedacht, und 
von reinstem Gussc.  
Ein Meisterwerk anderer Art wurde aus dem Kaiserzimmer auf 
der Burg zu Nürnberg in die dortige Iiunstsschule gebracht, und 
stand ehedem auf dem Brunnen am Schiessgraben. iEs ist dies; 
die nackte Gestalt des Apollo mit dem gespannten Bogen. in Nach_ 
ahmung der Antike, 2.; F. hoch. Dieses Bild wird dem Peter Vi- 
scher zugeschrieben, es kann aber nur von Hermann Viecher her- 
rühren, da die Jahrzahl 1532 eingegraben ist. 
Ehedem in der v. Volkamefschen. jetzt in der v. Forstefschen 
Sammlung zu Niirnber ist die berühmte Bronze eines sich km- 
zenclcn Hiindchcns, beläannt durch die llailirung von J. A. lilein, 
lt. In der liunslkaninier zu Berlin und im grünen, Gewölbe zu 
Dresden sind Wiederholungen. Im Cabinet Volkamer ist noch 
ein Cardinulslicipl, der umgekehrt jenen eines Narren vorstellt, 
ebenfalls durch den Stich bekannt. 
Im grossen llathhaussaale zu Nürnberg sah man ein herrliches 
BronzegiLtei' mit Basrelicfs von Labenivulf; gegossen von P. Xi- 
scher. Dieses XVcrk wurde um 1809 eingeschmolzen.
        

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