Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1823125
Vinit , 
Leon. 
Vinkeles , 
Bcinier. 
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Vmit, Leon, Architelsturmaler zu Paris, wurde um 1320 geboren, 
und in der genannten Stadt zum liiinstler herangebildet. Später 
unternahm er elne Reise nach Italien und Sicilien, um Studien zu 
machen, und dann begab er sich zu gleichem Zwecke nach Aegyp- 
ten und Syrien. Er zeichnete auf diesen Reisen eine grosse An- 
zahl von interessanten Kirchen, Palästen und anderen Gebäuden 
in Aquarell, wurnach er in der Heimath Bilder in Oel ansfiihrte. 
VVir nennen unter seinen neuesten Werliexl die Ansicht der Sa.- 
laristei von S. Dumcniei di Suriano in Cusexlza (Calabrien  das 
Innere eines Zimmers zu Damiette, des Hofes eines Hauses in 
Cairu , der zum Eingang einer HIuschee dient, etc. 
VIIIkBlGS, Plßllllßf, Iiupferstecher, geb. zu Amsterdam 1741, sollte 
 sich als linabe der Handlung widmen, und war auch einige Zeit 
in der Lehre, als seine Neigung eine andere Richtung bekam. 
Sein Schullehrer hatte ihm schon friiher einigen Unterricht im, 
Zeichnen gegeben, und daher versuchte er es eines Tages, ein 
Gemälde uachzuzeichnen, was ihm sowohl gelang, dass ihn zuletzt 
Seine Eltern zum Künstler bestimmten. Jetzt nahm ihn Jan Punt 
in die Lehre, welcher dem Zögling gute liupferstiche verlegte, die 
er mit solcher Genauigkeit mit der Feder nachzeichnete, dass man 
die Zeichnung für den Hupferstich halten konnte. Eben so auf- 
fallend waren auch seine Fortschritte in der Iillpfergtichkungt. 5., 
dass Vinkeles in wenigen Jahren mehr als Gehülfe, wie als Schii- 
ler PunVs zu betrachten war. Sie zeichneten und stachen gemein- 
schaftlich, und einige friihere Arbeiten uusers liiinstlers gehen un- 
ter dem Namen des Meisters. Er iibertraf ihn auch bald, beson- 
ders als Zeichner, da Vinkeles eifrig nach der Natur studirte. Die 
Akademie zu Amsterdam beloble mehrere seiner Ansichten der ge- 
nannten Stadt, besonders jene des dortigen 'l'heaters. Im Jahre 
1702 ernannte ihn diese Anstalt zu ihrem Sekretär. Als solcher 
fand Vinkeles hinliingliche Musse zur liunstiibung, und er machte 
sich bald riihinlich bekannt, da er auch in der historischen Com- 
position für einen iiupferstecher Ungewöhnliches leistete. Die cr- 
sten Proben dieser Art sind. in einem Werke von W. H. Sels, un. 
ter dem Titel: Salomon. Amsterdam 17Ö5. Die 12 Zeichnungen 
stach aber Vinkeles erst von 1706  67, und dann wurden die 
Blätter dem Werke beigegeben. Sie fanden grossen Beifall, wel- 
cherjedoch den Iiiinstlei- nur zu griisseremlideisse anspornte, undin 
ihm den Wunsch rege machte, in Paris seine WeitereAusbildung ver- 
folgen zn können. Hier nahm ihn J. B. le Bas unter seine Schii- 
ler auf, und räumte ihm selbst in seinem Hause eine NVohnung 
ein. Vinkeles arbeitete da meistens mit der trockenen Nadel, in 
einer Manier, welche den Le_ßas zum Erfinder hat, und von un. 
serm liiinstler mit grnssem Beifalle geubt wurde. Ausserdem zeich- 
nete er mehrere Ansichten aus der Unigegend von Paris, so dass 
Vinkeles in beider Ilinsicht grosse Fortschritte machte. Seine Ver- 
dienste cntgingen auch dem russischen Gesandten nicht, durch 
dessen Vermittelung ihn die liaiserin Catharina an die Akademie 
nach St. Petersburg berief; allein der Iiiinstler liebte das Vatei- 
land, und kehrte 1771 nach Amsterdam zurück. Hier fand die Ma- 
nier von Le Bas grossen Anklang, und erweckte mehrere Nach- 
ahmer. Vinkeles fand zahlreiche Aufträge, sowohl in Zeichnungen 
als in Nadelarbeiten. Unter den VVerken aus jener Zeit zählt man 
l mehrere Titelblätter und ifignetten, die er nach eigenen Zeich- 
nungen in liupfcr stach. Die Blätter in der Toonelpoezy van N. 
S. VVinter en  VV. van Merken. Amsterlam 1774-1776, Zeich- 
nen sich vor mehreren anderen aus. Auch mehrere Purtraite für. 
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