Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1823118
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Vingboons , 
Joost. 
Vini , 
Bastirmo 
der Annunziata daselbst eine Geburt Christi in Frescu bcünulet. 
Giovanui maitc 1056 in der Iiirche zu Mulskau in der Lausitz die 
Auferstehung in ]E'resc0. Sein Bruder Giulio fertigte die Stucco- 
arbeiten derselben Kirche. 
Vlflgl-JOOUS, JOOSII, Architekt zu Amsterdam, hatte zu Anfang des 
17. Jahrhunderts grussen Ruf. Er baute viele Gebäude in Amster- 
dam, 11ml in anderen Städten. Das Schloss der Herren '.l'rip machte 
er im Stiche bekannL: Het huys van de Herren Louysen Ilerdriek 
Trip. Amsterdam 1004, fo]. Später wurde eine Gesammtaiusgnbe 
seiner Bauwerke. so wie jener des Philipp Vingboons veranstaltet: 
Albeeldsels uf Gebuuwboecls geurdonnert by Ph. ViIIgbOOIJS- Amst. 
1065,  Die fünf Abbildungen des genannten Herrenhauses er. 
 schienen neuerdings bei Just Danckerts in Amsterdam 169g, gr. ful. 
VlflglJOOnS, Philipp , Architekt zu Amsterdam, hatte den Ruf eines 
der. grössten hulluudischen Baumeister seiner Zeit. Er baute 1.11 
Amsterdam, und in anderen Städten des Landes viele Paläste, Iiir- 
ehen und Hiiuser, die zu den Praehtwerken der damaligen fpanzii- 
sisch niederländiselten Architektur gehören. Er machte seine Bau- 
ten in einem liupferveerlie bekannt: Afbeeldsels der vornaemte G9- 
buuweil nyt alle die Ph. Vingbouns geordineert heeft. Amst. 1048. 
Zweede Deal, Amst. 1675;, fol. Ein anderes Werk ist betitelt: 
Vßueck der (ielmuwen die Ph. Yingboons geordonnert, Axnst. 1667, 
ful. Eine spätere Auüage seines VVerlses ist von 1074, und von 
1088: Grontlen Afbeeldsels der Gebouwen die Ph. Viugboons ge. 
imrdinneert. UAmsteltl. by J. Dnnelserts, ful. Mit französischem 
Text: Oeuvres d'Architecture de Ph. Vingbtitms, erschienen sie bei 
P. van der Aa 1715 in Imydcn, 80 Blätter in fol. 
Vingen , 
Winghen. 
Vlnl, BQSÜQUO (131, Maler von Verona, wird von Adriane Vale- 
rini (Bellezze di Verona. Verona 1536) unter die damals lebenden 
liünsller gezählt. Vini hielt sich aber in Pisluja auf, wu er Mit- 
glied des Stadtrathes war, und, wie Lanzi bemerkt, Bilder in Oel 
und Fresco hinterlassen hatte. ln der später zerstörten Kirche S. 
Desideriu sah man ein reiches Bild, welches die Kreuzigung der 
40,000 Martyrer vorstellte. lnnueenzio Ansaldi (Descriziunc delle 
Sculture, Pitture etc. della citta di Pescia, dal Can. L. Crespi. B0- 
lugna 177g, p, 21) sagt, dass sich in der Cathedrale zu Peseia ein 
Gemälde finde, welches die heil. Jungfrau mit mehreren Heiligen 
vorstelle, wie sie dem heil. Thomas das Cingulum reicht. Dieses 
Bild ist mit B. V. invenit bezeichnet. und rliirtte naeli Crespi von 
B- Vini herrühren. Allein dieser Schriltsteller behauptet, es sei 
nach 1500 entstanden, in dieser Zeit kann es aber Vini nicht ge- 
malt haben. Dann linden sich auch liupferstiche, die mit B. V. 
bezeichnet sind, wie ein Blatt nach Rafael von 1555, welches Ju- 
scph vursellt, wie ihn die Brüder verkaufen, und die Vermählung 
des Amor mit der Psyche nach demselben. Es ist aber ebenfalls 
nicht an diesen Vini zu denken. Man nennt den Stecher gewöhn- 
lich Maestro del Daclo. Mit B. V. ist auch ein Blatt bezeichnet, 
welches die heil. Familie mit dem Erzengel vorstellt, wie dieser 
dem liinde die Waagschale des jüngsten Gerichtes reicht. Dieses 
Bild wird auf dem Stiche dem Rafael zugeschrieben, es enthält aber 
die unter dem Namen La vierge aux balances bekannte Darstel- 
lung des Lieonarrlca da Vinci im Louvre.
        

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