Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1823072
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Vinckboons , 
auch 
Vinckbooms , 
David. 
Vincliboons, auch Vinekebooms (Vinckenbooms), David, 
Maler, wurde 1578 zu lVIecheln geboren, und von seinem Vate; 
Philipp, einem 'Miniaturmaler, den Lftnfangsgriinden unterrich 
tet. David malte in seiner fruhen Zeit ebenfalls Vögel, Fisclu 
und andere Thiere sehr fein in Wasserfarben, und dann wollti 
er Glasnialer werden. Er kani als lund nach Antwerpen, wo 1601 
sein Vater starb, und die spatere Periode seines Lebens vei-lebti 
er in Amsterdam, wo der liunstler grossen Ruf genoss. Es iiii. 
den sich zahlreiche Gemälde in Oe_l von ihm, gewöhnlich kleinen 
Stadeleibilrler, die ebensodebendig in _der Färbung, als schii; 
und geistreich behandelt tsind. Er schliesst gleichsam die ältere 
 Periode vor Rubens ab, indem_er in_1'orm und Farbe noch Zl" 
jener sich neigt, doeh aber ein freieres Leben entwickelt. E, 
malte biblische und mythologische Darstellungen, ländliche Feste, 
Iloclizeiten, Kirinessen, Jagden und verschiedene Volltsscenen, 
meistens in Landschaften, welche oft im grossartigen Sinne com. 
ponirt, kräftig undsaiiber Rgexnalt sind. llflanchnial sind aber sein: 
Bilder etwas unruhig. im E ekt. Eigcuthumlich ist Vinlsbooins ii- 
Darstellung des Dortlebens, wo er Natur und Volk zu einem früh. 
ligen Ganzen zu verschmelzen weiss.  Er fuhrt den Beschauer ii 
seine Heiinath ein, zeigt ihm die_ Baume und die alten lliiusei 
derselben mit aller bunten und reichen Zntliat, und schliesst i; 
Lebendigkeit ein komisch bäuerliches Treiben auf, oder zeigt dir 
steife mittelalterliche Pedanterie der holländischen Bonrgoisie. Bil 
der dieser Art gehören zu seinen Hauptwerlien, weniger allllßllßtu 
sind die biblischen Landschaften und die mytholoiischen Vor. 
gänge in den fetten Triiten lilollands. Eines der sc oiisten um 
grössten Werke des Meisters ist im Oude-uiannen- huis in Am 
sierdam. Es stellt auf einem Raume von 8  ilf Schuh die Zie 
bunt? einer LOUICFIIEnlJCI Nachtbeleuchtung 1605 der. lm Museum 
dase bst ist ein schoncs _Gemalde , welches den Prinzen Moriz ini 
Gefolge auf der Jagd zeigt._ Das Museum im Haag bewahrt cim 
Landschaft von diesem Meister und viele andere Bilder sind i; 
holländischen Privatsainmliingen. Auclrdic deutschen Gialleriex 
sind ziemlich reich an Vtferlten von Vinckbnoiis. "Mehrere de, 
schönsteirsind in den k. Pinaliotlieken zu Berlin, Muiicheri, VViey 
und Dresden. Zu Biclimond-liill in England ist eine Ansicht de, 
Richniond-Palaee, so dass "Vinclaboons auch in dingland gewesel, 
seyn dürfte. Eine Anzahl seiner Bilder und Zeichnungen "15! n" 
bezeichnet, andere tragen den Namen des Meisters, gewohiiliel 
D. Vinck-boons, oder D V. Bonns geschrieben._ Auch ein au, 
DVB. bestehendes Monograiiiin findet inan auf seinen Gemälden 
und zuweilen einen Vogel (Finken) au! dein Zweige. Er starb z, 
Amgljgfdam 1629. In de Junglfs Ausgabe des Wcrhes von C. va, 
Mimder ist das Bildniss des Meisters. 
  Stiche nach Werken dieses Meisters. 
Das Paradies, Adam empfängt die Frucht vom VVeihe , und 
dieses erhält eine zweite von der Schlange, grosse Laiidsclialt iiii 
Thieren. D. Vineli-boons Iiiue.  Adams ßoluert (dlolsuvert) se 
et exe. Die Abdrücke mit G. J. Visscher's Adresse sindfllß Zivei- 
ten,6die (äliltllßll zhabeIr: jege vonLP. Schenk und die vierten (li, 
     
Adain und Eva von der Schlange verführt. Das Weib reich 
(lein Manne den Aiifel, im Mittelgriinile erscheinen beide in Veg- 
wirrung, und im (irundc vertreibt sie der Engel aus dem Para 
diese. D VBoäns lilllellll- P. Serwouters SCUP, 160i. 11. 13 Z 
11 L., Br. 17 - 5 -
        

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