Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1822934
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Vinci , 
Leonardo" 
Leonardo", welches auf vielen Bildern des Meisters und seiner 
Schule vorkommt. Ein ganz ähnliches Bild war in der Gallerie 
Aldobrandinik nur fehlt die landschaftliche Umgebung. A. llicciani 
hat es gestochen. 
Es gibt von diesem Bildnisse mehrere Copien. Ilirt (Biitligerhs 
Notizenblatt 1326, Nr. 8) hält selbst das belsannte Bild dieses Na- 
mens in Paris, welches dort lür Rafael gilt, für eine Copie nach 
Leonardo, welcher das Originalgemälde noch vor dem Wcxide- 
punkte seines Strebens gefertiget haben soll. 
In der Gallerie Borghese ist ein Bild der Leda, welches als 
bewundcrungswvürrlig erhlärt wird. Die nackte Schone von mitt- 
lerer Grösse steht in einer paradiesischen Landschaft, und der 
Schwan schmiegt binteiwärts seine langen Flügel um den reizen- 
den Leib. lhr Antlitz ist jenes der Königin Johanna in der Gal- 
lerie Doria. Neuere Schriftsteller glauben, diesem Bilde liege eine 
Zeichnung im britti-Ächen Museum zu Grunde. Im Haag und in 
Paris sind ebenfalls Bilder der Leda. 
Das Bild der Madonna, welche lächelnd auf das auf dem 
Schoosse liegende Iiind herahblickt, ehedem in dieser Gallerie, 
sieht man im Museum des Königs von Neapel. In der Gallerie 
Borghesc vermuthet man das Madonnenbild, welches Papst Cle- 
mens VII. erhalten haben soll. S. oben S. 285. 
Die Gallerie Altlobrandini hat ihre Schätze verloren. Da war 
das berühmte Bild des jun en Heilandes unter den Schriftlehrern, 
welches jetzt in der Nationaä-Gallerie zu London ist. Die Aldobrans 
dini besessen auch das schöne Bild der Magdalena mit dem Salben- 
gefässe, eine reich geputzte Dame, welche, Königin Johanna ge- 
nannt, in der Galleria Doria im Garten vorkommt, wie oben be- 
nxerht. Leonardo soll dieses Bild in seiner Jugend gemalt haben, 
so dass er seinen bekannten weiblichen Originaltypus schon früh 
aus eprügt hälte. A. Ricciani hat es gestochen, fol. Ein ganz 
ähnäiches, angeblich dasselbe, besitzt Hofrath Adamowitsch in 
Wien. Dieses Gemälde soll aber von Luini gemalt seyn, viel- 
leicht nach Leonarclcfs Garten. Die Ilaltung ist sehr grandios 
und Leonardisch. 
In der Gallerie Torlonia sieht man eine Copie der Mona Lisa 
im Louvre. Auch ein Bild der sogenannten Geliebten Franz l, 
ist in dieser Sammlung. 
Roveredo.  
Die heil. Familie aus dem Hause lVlori ist jetzt in St. Peters- 
burg. Unter den Schätzen der k. Eremitage haben wir dieses Bild 
beschrieben.  
Sanssoney. 
In der k. Gallerie ist ein Gemälde mit Christus bei Maria und 
Martha, halbe Figuren. Unter Leonardo": Namen von J. G. Seut- 
ner gestochen 1766. i'ol., dann auch von Iiilian, fol. 
Ein zweites Bild ist jenes der Maria mit dem Iiinde, welches 
einen Apfel halt, gest. von J. G. Bartsch, 12. Auch ein Gemälde 
mit Vertumnus und Pomona geht unter Leonardds Namen , was 
wir dahin gestellt seyn lassen. 
 Vaprio. 
In dem von Leonardo erbauten Hause des Grafen Gio. Melzi 
ist ein colossales Brustdild der Madonna mit dem Rinde in Fresco, 
welches wir oben S. 506 erwähnt haben. Es war 1791.) noch ziem- 
lich wohl erhalten.
        

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