Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1822929
Vinci , 
Leonardo 
335 
Im Palast Albani sieht man eine Madonna mit dem eine Lilie 
haltenden Iiinde, welchem sie ein Immergrün reicht. DiesesBild 
ist im Machwerk jenem in Poinmersfelden ähnlich, und vielleicht 
von A. Solario. Mengs hielt dieses Bild für das schönste der 
Sammlung. 
Ein ähnliches Bild besass Dr. Ch. Patin in Paris. Gest. von 
J. Juster. 
Lanzi nennt aus dieser Sammlung noch einen unvollendeten 
Frauenkopf, vielleicht der Freundin des Cardinals Alessandro Al- 
bani, einer Dunna Lepri. Die Marchesa Vittoria Lepri besass um 
180i eine Madonna, angeblich aus dem Hause Albani, 
In der Gallerie Sciarra Colonna ist ein berühmtes Bild, wel- 
ches die Bescheidenheit und Eitelkeitvorstellt. halbe weibliche 
Figuren, die eine in grauer Hauslileidung züchtig verhüllt, die 
andere mit Blumen und Schleier in den Händen wohlgefällig aus 
dem Gemälde herausblickend. Beide legen freundlich die linken 
Arme übereinander, das Aschenbrödel aber hebt mahnend die 
Rechte mit dem Zeigefinger empor. 
In der Gallerie Barberiiii und bei Lucian Bonaparte sind Wie- 
derholungen. tkgssavant, liunslblatt 1858 S. 295, erklärt sie als 
Bilder von Luini. i 
Gest. von F. Scotto, qu. fol A. Campanella, gr. fol. 
In der Gallerie Barberini ist eine Wiederholung des Bilde; 
der Bescheidenheit und Eitelkeit im Palaste Sciarra Golonna, wc]- 
ches wir oben beschrieben haben. Lanzi sagt, dieses Gemälde 
sei so vortrefflich colorirt, dass noch kein Colorist dessen Farbe 
erreichen konnte. Auch Ramdohr II. 510. nennt es eines der 
schönsten VVerke des Meisters, nur kann er die zu Grunde lie- 
gende Idee nicht recht begreifen. Die Zeichnung ist äusserst be- 
stimmt bis zur Härte. Das Gewand und die Haare sind mit gräss- 
ter Sorgfalt behandelt. Die älteren Schriftsteller scheinen dieses 
Bild für Original zu nehmen. S. auch oben die Schätze der Gal- 
lerie Sciarra Colonria. 
Gest. von Gio. Volpato 1770, qu. fol. 
Richardson sah in dieser Gallerie auch ein Bild, welches 
Christus bei Maria und Martha vorstellt, im hessten Geschmacke 
des Meisters gemalt. In Sancoiici ist einte ähnliche Darstellung. 
Amoretti weiss auch von einerHerodias, wie sie uns in der Gallerie 
zu Wien begegnet.  
Die Galleric des Fürsten Lucian Bonapart bewahrte ein Bild- 
niss des Königs Franz I. von Frankreich, eines der vollendetsten 
ßilder, welche man von Leonardo kennt. Allein die_breiten Züge 
des seltsam hässlichen Gesichtes mit den. kleinen blinzenden Au- 
gen hat selbst Leonardo.nicht adelnhkonneii: Wir lesen auch, 
dass im Louvre ein Bildniss dieses honigssei. Diess stellt eine 
andere Person vor. Dann wird ihin das liniestuck einer Frau mit 
dein Becher zugeschrieben, 11m1 als eines der Hauptwerke erklärt 
man das Gemälde mit den halbeniFiguren der Eitelkeit und Be- 
scheidenheit, welche auch in der Gallerie Sciarra Colonna und in 
der Gallerie Barberini vorkommen. Jenes der Gallerie Sciarra ha- 
ben wir oben näher beschrieben. 
Die Krone der Gallerie Doria (ehedem Pamfili) ist das Bilcb 
niss 51er Königin Juhanna von Arragonien , lebensgrosse halbe Fi- 
gur _m ruthem Sammtkleiäe und reich geschmückt. Sie erscheint 
in einem Garten mit Gebäuden, und die Vase in der Hand soll 
S10 1115 Magdalena kennzeichnen. Diess ist das bekannte Ideal des
        

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