Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1822868
Vlmci , 
Leonardo 
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von Jabanh wieder erworben. Leider ist nur der Kopf mehr rein, 
in den anderen Theilen bemerkt man Retouchen. 
Gest. von J. Boulanger, fol. 
Maria mit dem Iiinde auf dem Schoossc der heil. Anna biiclit 
sich zu dem Jcsushinde herab, welches mit einem Lamme spielt. 
Dieses Bild hesass der Cardinal Mazarin, un'd es galt immer für 
Original. Lanzi verbreitete aber die irrige Ansicht, dass der be- 
rühmte Carton der heil. Anna, welchen Leonardo für die Serviten- 
liirlrhß in Florenz fertigte, jetzt in der Akademie zu London, dem 
Gemälde zu Grunde liege. Die Cumposition ist eine andere, wie 
wir schon oben S. 50T angegeben haben, wo aucli von deurCar- 
ton im Besitze der Familie Plettenberg die Rede ist, welcher, das 
Bild im Louvre enthält. Waagen erhennt in letzterem nicht die 
l-land des Leonardo. Das bekannte Lächeln desselben ist hier zu 
manierirt und übertrieben, als dass dieses unbeglaubigte Bild von 
Leonardo herrühren könnte. Es mag daher wie das Exemplar aus 
5- Celso in Mailand (Leuchtenbergkche Gallerie in München), wie 
ein anderes im Hause Mauri der Strada Chiaravalle In Mailand, 
welches für Luini gilt, wie ein drittes in der Gallerie zu Florenz 
von einem der bessteu Schüler des Leonardo nach dessen Cartoll 
eolorirt worden seyn. Es ist von sehr grosser Ausbildung, und 
der Lolaalton des Fleisches rüthlich. Das blaue Gewand der Mav 
donna ist so geschwunden. dass es sein Modell verloren hat. Das 
linke Bein des liindes ist übermalt. 
Im Hclldunkel von einem alten Anonymus. H. 19 Z., Br' 
15 äxlg L. Gest. von J. Cantini, fol. Gest. von J. N. Laugier, 
r. 0,. 
g La Viergc aux Bechers. Das von einem Engel unterstützte 
Christkind segnet den hnienden Johannes, welchen ihm Maria vor- 
stellt. hn Grunde ist Landschaft und eine Höhle mit phantasti- 
schen Formen, und Durchsicht anfWasser und Felsen. Dieses Bild 
gilt für Original, Waagen glanht aber nicht, dass es von Leo- 
nardo selbst gemalt sei. Er findet im Gcgeusatze mit der so eigen- 
thiimlicheii und poetischen Composition, welche durch ihreFreiheit 
liir die Slliilßfß. vollendete Zeit des Meisters spricht, manche 
Thcile, besonders die Köpfe des Engels und. der Maria, auflallend 
schwach in der Zeichnung, unbeseelt im Ausdruck, (la's Gefält der 
Gewänder von blechernem und leblosem Ansehen. Die Lichter 
sind von einem gelblichen Metallglailz, und die Schatten sehr 
dunkel. Dass dieses Bild Copie sei. bestiittigcn auch andere Iien- 
ner, und sie erklären das Altargemälde aus der Capelle della Con. 
cezione in S. Francesco zu Mailand für das Original. Lomazzo, 
Idea della pittura p. 171 beschreibt dieses Bild, welches schon 
lange von alter Stelle verschwunden ist. Die mittlere Abtheilung 
enthält dieselbe Composition, wie das Gemälde im Louvre. Es ist 
im Besitze des Grafen SulTolh in England, und die beiden Seiten- 
flügel sind in der Silmlllluug des Duca Melzi zu Mailand. Das 
eine stellt den verhiinclenden Engel dar. Um, 1852 war zu Lon- 
don eine Skizze zum Kopf der Maria im Handel. Er ist in O01 
nnt brauner und weisser Farbe gemalt. Der Herzog von Devon. 
shire zu Chatsworlh besitzt eine ausserordeul-lich schöne Zeich- 
nung in schwarzer Kreide auf blaues Papier. In der Sammlung 
des Grafen Benzel-Sterxiau ist eine Wiederholung des Mlllßlllllv 
des. Der felsige Hintergrund ist ganz im Schatten gehalten: nicht 
Su hell und anziehend, wie im Stiche von Desnoyers, auf Wßlßllclll 
am Philutastischen Felsenlurmeu störend auf das Ganze wirken. 
Desnoyers hat das Pariser Bild für das Musdc francais gesto- 
Cheu- ßodmer hat es lithographirt,  
        

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