Volltext: Veit, Ph. - Vouet (Bd. 20)

Vinci , 
Leonardo 
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Weiblicher Kopf in ä Ansicht, geneigt und lächelnd, in Roth- 
stein gezeichnet. 
Das Bildniss Leonardo's in Rothstein gezeichnet, s. oben im 
Abschnitte über die Bildnisse des Künstlers S. 516. 
Ueber die Zeichnungen oder Cartons zu den Köpfen der Apo- 
stel im Abendmahie s. oben S. 201. Man findet angegeben, dass 
sie früher in der Ambrosiana waren, was nicht richtig ist. 
Ueber die Manuscripte und Zeichnungen in 15 Bänden, wel- 
che ehedem in der Ambrosiana waren, s. den Abschnitt über Leu- 
nardo's Zeichnungen und Mannscripte. Zwölf solcher Bände sind 
jetzt in Paris, der dreizehnte nur mehr an alter Stelle. Er ist un- 
ter dem Namen des Codex atlantico bekannt. 
 In der Gallerie Lita ist ein Bild der Madonna, welche dem 
hinde die Brust reicht, halbe Figur. Dieses Bild gilt für Original. 
In der Ambrosiana ist ein colorirter Carton dazu, wovon Gerli 
tav. 35. den Entwurf gestochen hat. 
Man findet in Mailand mehrere Wiederholungen. Im Pariser 
Museum wird ein Bild dem A. Solari zugeschrieben. Ein anderes 
war in der Gallerie Fesch zu Rom. Pollet hat 18.18 das Litzisehe 
Bild für Baron Lotzbeclt in Weyern schön in Aquarell copirt. 
Gest. von Jaeopo Bernardi, gr. fol. 
Ein anderes Bild der Gall.L1ta stellt Johannes den Täufer dar, 
angeblich von Cesare da Sesto nach Leonardtfs Carton gemalt. 
In der Gallerie des Duca Melzi ist das Bildniss des Herzogs 
Massimiliano Sforza, welches Leonardo 1512 gemalt hat. Ferner 
eine Copie der heil. Familie, welche F. Furster 1835 gestochen 
hat, als das Original noch in den Händen des Iiunslhändlers 
Woodburn war. Man schreibt die Copie dem Cesare da Sesto zu. 
Näheres iiber das Original s. die Iiunstschätze in England. In die- 
ser Gallerie sind auch die beiden Seitenbilder zur Madonna della 
rocca im Besitze des Grafen Sulfollt in England, woriiber wir bei der 
Beschreibung der Vierge aux rochers im Pariser Museum Näheres 
beibringen. Dann wird ihm in dieser Gnllerie ein Bild mit Unrecht 
beigelegt. Es stellt die Maria mit dem Iiinde sitzend dar, und rechts 
den hohen Priester, welcher zur Beschneidung sich nähert. Ge- 
genüber steht der Stifter in einer weissen Mönchsliutte, und da- 
bei sieht man St. Hieronymus mit einem heiligen Bischof. Auf die- 
sem Bilde stehtein Munogramm, welches aus den Zeichen X. L. 
besteht, mit der anhängenden Schrift: anno M91 Fr. Ja. Lapu na- 
nus P. P. humil. can. Die Lapugnani sind eine bekannte lomäar- 
dische Familie. Das X. L. könnte nach Passavant (Iiunstblatt 13.33 
S. 277, Christofnro Lomhardino bedeuten, so dass das Bild einem 
Meister der altloxnbardischen Schule angehört. 
In der Sammlung des Prinzen Belgiojoso ist ein Bild der Ma- 
donna mit dem liinde, welches der Prinz nach della 'Valle's An- 
gabe aus der liirehe Madonna di Caxnpagna bei Piaeenza erstand. 
llumuhr (drei Reisen, S. 307) beschreibt es, und Schuru (zum 
Vasari S. 40) glaubt. es sei dasselbe, welches der Anonyme des 
Morelli 12.83 in der Casa Michiel Contarixli zu Venedigsah. Schurn, 
sich auf Gallenberg S. 214 beziehend. sagt, es sei von J. Bernanli 
gßflvßhen. In FreuzePs (Katalog der Sternbergscheil Sammlung 
heisst es, dass Bernardi die Madonna der Gallerie Lita gestochen 
habe. Es wäre demnach von einem und demselben Bilde die Rede. 
Infler Sammlung des Mallers Appiani war ein Bild der heil. 
Catharulal hjzlbe Figur mit zwei Engelknabcn zur Seite. Dieses
	        
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