Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1822796
Vinci , 
Leonardo 
Die Schlacht von Anghiari, Oelgemälde der florent. Gallerie. 
S. darüber S. 512., wo auch die alten Stiche angegeben sind. 
Das Mecluseimbaupt, unbezweifeltes Bild aus Leonardo's frii- 
herer Zeit, in der Gallerie der Uliizien. S. oben S. 284. 
Im Umriss gestochen in der Gall. di Firenze illust. tav. 128. 
Der Archivar Alessandro Gallilei bcsass 1752 eine grosse schöne 
Zeichnung mit der Beschneidung Christi. Gaburi schreibt sie dem 
Leonardo zu. Den jetzigen Besitzer kennen wir nicht. 
Haag. 
In der Sammlung des Königs von Holland befanden sich u) 
lebensgrosse colorirte Iiiipfe auf 8 Blättern, welche als Cartons 
zum Abendmahl in St. Maria delle Grazie zu Mailand dienten. 
Früher besass diese Meisterwerhe Sir Th. Baring in London, wel- 
eher sie dem Maler Sir Th. Lawrcnce abliess, aus dessen Nachlass 
sie in den Besitz der Iiunsthändler Woodburn kamen. Vor weni- 
gen VVochen ((350) wurden diese Zeichnungen um 8000 fl. nach 
Russland  verkauft. Ueber diese Zeichnungen s. oben S. 291. 
Dann besass der Honig seit einigen Jahren (Iiunstblatt 1335. 
S. (431) auch ein Bild der Leda, welches dem Leonardo zuge- 
schrieben wird. Es stammt aus der Gallerie in Gasse], und wurde 
da Caritas genannt. Iiumohr (Italienische Forschungen III. 506.) 
rühmt dieses Bild als Original, und bemcrht, dass bei hoher Aus- 
bildung der Köpfe und fast bildnerischem Style der Anordnung 
der Iiünstler hier in der Ausführung des Nackten noch nicht auf 
seiner IIiihe stehe, so dass das Bild der friiheren Zeit des Leo- 
nardo angehören müsste. Nach Sehorn (zum Vasari S. 41) liegt 
aber dem Bilde nur eine Zeichnung des brittischen Museums zu 
Grunde, welche bei Ottley. The italian sehool 11.24, gestochen ist. 
Das Motiv ist jedoch verhiinstelt. Leda, eine blonde nackte Ge- 
stalt in einer Landschaft, hält ein Iiind auf dem rechten Arme, 
und ein anderes liegt rechts auf dem Boden. Sie deutet mit der 
Linken nach Castor und Pollux, die eben ausdem Ey kriechen. 
Ucbcr die Ledabilder s. oben S. 514. 
Ein zweites Bild des Königs von Holland hat den Namen der 
Diana von Poitiers. Diese war die Geliebte des Königs Heinrich II. 
von Frankreich, welcher erst 1549 zur Regierung kam, und so. 
mit muss eine andere Person vorgestellt seyn. Auch die Geliebte 
Franz I. wird sie genannt, allein auch diese kann das Bild nicht 
vorstellen, da die sogenannte Belle Feronniere im Louvre nicht; 
dieselbe ist. Das Gemälde im Haag stellt die Eitelkeit vor, ein 
Bild, welches auch unter dem Namen der Flora vorkommt, und 
in der Gallerie Orleans Columbine genannt wurde. Diese Gallerie 
wurde 1796 in England verkauft, und die Columbine erwarb Später 
H. Udney für 250 Pf. St. Im Jahre 1350 erstand sie der Iiaiser 
von Russland um 40000 fl. Man hält dieses Bild für Original, und 
andere Exemplare demnach für Copicn. Ein solches war in der 
Sßlllnlljlllg der Iiiiiiigin Maria de Medici, in den Sentimens snr 
ln dlstinction des diverses manieres. Paris 164g p. d! , Leonardrfs 
Flora genannt. Mariette erwähnt einer Flora von Fr. Melzi im 
Palaste des Due de St. Simon, vielleicht das nackte Bild bei Th. 
Baring in London. S. oben das Verzeichniss der Werlse Leonar- 
do's in England. 
M. Blut hat ein Bild unter dem Namen nVanitee gestochen, 
r. fol.  
g Artus, Kämmerer des Iiiimgs Franz I. von Frankreich, Bö- 
lhelzeichnung aus der Sammlung des Sir Th. Lawrencc. Gesto- 
chen voll (icrli, lnll. XII.
        

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