Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1822698
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Min 
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Leonardo 
Bilde gestochen, und dann haben wir einen Stich von Edelinh, 
welcher die Hauptgruppe mit den vier Reitern, oder den Iiampf 
um die Fahne enthält. Edelinck stach dieses Blatt in seiner Jn. 
gend zu Antwerpen, wo er eine Zeichnung von Rubens vor sich 
hatte, welcher aber den Charakter eines Leonardo nicht erfassen 
konnte. Er soll zwar das Fragment des Original-Canons aufgefunden 
haben. welches zur Zeit des lt. T. du Il-esne, des, Herausgebers 
das 'l'raltatto della Pitlura di  da Vinei, der Perspelttivmaler le 
Maire besessen haben soll, Das Blatt von Edelinclt ist bezeich- 
net, wahrscheinlich wie auf der ungenauen Zeichnung stand: L. 
d' la linse pin. etc. II. 17 Z., Br. 22 Z. Später wurde diese Dar. 
stellung von A. Fesi und M. Carboni für die Etruria pittrice diirf. 
tiger gestochen. Dann fand der Maler Bergeret in Paris eine 
Ilaudzeichnutig, JVGlCllO anfangs als Wßrk Leunarflffs. dann als 
Schulstudic nach dem Originale betrachtet wurde, Iiunstblatt 1857 
S. 8.3. Andere erkennen darin ein Pasliccio von älterer oder neue- 
rer Hand. Ber eret hatdie Zeichnung litliographirt, gr. qn. fol. In der 
Gallerie zu FFOfCUZ ist ein Gemälde der Schlacht von Anghiari, wel- 
ches im lnventarium der Tribune von 1652 unter Leunardtfs Namen 
verzeichnet ist. Nach diesem Bilde scheint der älteste Iiupferstieh 
äefertiget zu seyn, mit der Inschrift: Ex tabella propria Leonardi 
'iucu manu picta opns sumptum a Laurentio Zacehia Lucensi ab 
eodemque nunc excussum 1558. H.  Z., Br. 145 Z. 
Leonardcfs Reise nach Rom. 
Im Jahre 1515 ging Leonardo mit dem Cardinal Gniliano da 
Medici nach Rom, zur Zeit, als Le'o X. den Stuhl Petri bestieg, 
Der Iiünstler nahm auch einige Schüler mit sich, und scheint da. 
her auf einen längeren Aufenthalt und auf grössere Werke gedacht 
zu haben; alleinLeonardo vcrdarb diemeisteZeit mitmechanischen 
Spielereien, womit er seine Gesellschaft ergötzte. Er liess__zart aus 
VVachs geformte-Thiere fliegen, heftete einer Eidechse Flugel und 
Bart an, füllte ein Zimmer mit Därmen, machte allerlei andere 
Kunststücke, während Michel Angeln und Rafael Italien mit lYIei. 
sterwerlten schmückten. Daneben aber ergab sich der wunder- 
bare Mann auch tiefen t-vissenschaftlichen Studien, iu Rom be- 
sonders der Berechnung des Reflexes im Spiegel. Vasari nennt 
nur zwei kleine Bilder; welche Leonardo fiir den päpstlichen Da. 
tario Baldassare Turini gemalt hatte. Das eine stellt die Madonna 
mit dem "Iiinde dar, und war zu Vasari's Zeit bei Gtulio Turini 
in Pescia. aber sehr verdorben, da nach der Angabe des genann- 
ten Schriftstellers Leonardo allerlei Mischungen von Firnissen und 
Farben machte. Auch das zweite Bild war in Pescia. nach Va, 
sari ein schönes und anmuthiges Iiind. Die italienischen Heraus- 
gcber des Vasari vermuthen eines dieser Bilder m der Diisseldor- 
fer Gallerie, welches jetzt in Miluchen seyn müsste. Da Sieht 
man eine heil. Cücilia, und eine Madonna mit dem Iiinde in Q1. 
ner Landschaft, welche beide nicht ächt sind. Letzteres scheint 
Amoretti als das verdorbene Bild ans Peseia genommen zu Italien, 
wenn er sagt, es sei auf Tab. XIV. Nr- 67. des Mcclielschen Gal- 
leriewerltes gestughgn, Allein das lYlarlonuenhiltl der Pinakothek 
in München ist nicht verdorben. und auch nicht su klein. Mr. 
(lütgincourt glaubt, das für B. Turini gemalte Madonnenbild sei 
jenes Votivgctuälde in Frescrwim llcfclitorium des Klosters S. Onn- 
frio zu Boni. Es stellt Maria mit dem Binde und einen luiieen- 
den Uunator dar, und ist jetzt durch Glas geschützt. Tiki , Desc. 
delle pilture. etc. in Roma 11.29. sagt, Vasari habe es in Uel auf die 
Mauer gemalt befundenqwus unrichtig ist, indem Palmaruli bei der
        

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