Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1822673
JIU 
Vinoi , 
Leoßimrdo 
Daraus kann man schllessen, dass Leonardo nur eine Episnd. 
der Schlacht von Angliiari, nicht die Schlacht selbst dargcstell 
habe. Ueber das Gemälde, welches nach diesem Cartondiiitti 
ausgeführt werden sollen, sagt Vasari wenig, und die Zeit b_e 
stimmt er gar nicht. Er bemerkt nur, dass Leonardo (las Bild i; 
Oel auf die Wand habe malen wollen, wobei er die Mauer mi 
einer so groben Mischung belileistert hätte, dass eisdurchsehlug 
was nach Vasari die Veranlassung war, dass er die Arbeit aut 
gab. Nähere Data haben wir jetzt durch Gaytfs Bemühung, di 
iii seinem Cartegäii) inedito vorliegen, und welche Inehreres 1 
Leonardo's Biographie berichtigen. Am 28. Februar 1504 wurdi 
dem Zimmermann das Gerüst in der Szila del Papa bezahlt, um 
Ineüllflftlü erhielt 140 Lire für einen Theil des Werkes. Aus den 
Jahre 1505 finden sich mehrere Zahlungen für das begonnene Ge 
iniildc. wobei der spanische Maler Fßvraltle als Gßllülfß nlßhrllml 
erwiihxit wird. Vasari sagt, dass ihm einmal Soderinfs Cassier e; 
nige Düteii mit Pfcnnigeii geben wollte  welehdaber Leonardi 
mit der Bemerkung zurüekwies, er sei kein Pleiiiiigiiialer, was 1.1 
dieser Zeit geschehen seyn könnte. Bald daraul scluzint der liiinst 
ler den Pinsel weggelegt und Florenz verlassen zu haben, da e, 
nach Ainoretti noch in demselben Jahre nach Barbiga kam, w. 
seine Familie ein Gut hatte. Hier brachte ihn defFlug eines Raub. 
Vogels zu eigenen Betrachtungen. Er schrieb eine Abhandlunä 
über den Flug von Menschen und Vögeln, und fugte ZOlCllIlun 
gen bei. Er glaubte, der Mensch könne lliegen, _wenn er durch 
eine Maschine gleich dem Vogel den Wind unter die Achsel fasser 
könnte. In demselben Jahre nahm er auch den Lorenzu Lotte 
zum Schüler an, der fortan sein Gefährte war. Im Jahre 1506 war 
der Künstler wieder in Dlniland. Gallenberg l. c. 133 behauptet 
auch, Leonardo habe in jenem (Jahre eine Reise nach Frank. 
reich unternommen, was man wahrscheinlich aus einer Zeichnung 
V01! 1506 schliessen wollte, welche eine Ansicht des Gartens 1.3 
Bleis enthält. Jedenfalls verweilte der Künstler die längste Zeh 
des Jahres in Mailand, da ihn von da aus die Signoria nach F10. 
renz zuriickherief, wie wir bei Gaye ersehen. Es ist aber zweifg]. 
halt, ob er im Verlaufe des Jahres 1506 nach Florenz kam, denn 
der Mnrschal von Chaumont, (jouverneur der Lombardei, bat die 
Signuria, man möge den Iiiiiistler bis Ende September in "Mailand 
dassen, Allein erst den m. ljeceinber erhielt er seine Entlassung, 
mit einem äiisserst belebenden Schreiben, abgedruckt bei  
Nr.  Leonardo ging aber wahrscheinlich doch nicht. da au, 
einem Briefe- des Fr. Pandolliui d. d. 12. Jiinner 1507 an die Sig 
iioria crhellet, dass der l'iiiiistlei' ilamals noch in Mailand war, 
Sodrrini war daher iiber ihn sehr niissgehalten, wie ans den Brie. 
fvn ilessclbeii hervorgeht, welche Gaye Nr. 32  54 iglbt. De: 
(ioiifaloniere wirft ihm namentlii-h vor, dass er schoineiue gute 
Summe empfangen, aber erst den kleinen Anfang zu einem gms. 
sen Werke gemacht habe. Auch Vasari hatte von ihesem Verhält- 
nisse erfahren, und er bemerkt, dass man. dem Künstler vurge. 
worlen, er habe den Pietro Sodcrini betrogen, da er sein 311g] 
nicht vollendete. Als dieses Leonardo gehört hatte, soll er sich 
bemüht haben, bei seinen Freunden Geld zusammen 1.u bringen , 
um dem Gonlaloniere die erhaltene Summe zuriich zu bezahlen, 
weiche dieser aber nicht annahin. Der liünstler scheint iiberhaup1 
nie eine grosae Baarschaft gehabt zu haben. Diese bestand 15g; 
in 50 Seiidi. wovon er seinem geliebten SchiilrerSalai 13 lieh; m, 
mlie seiner Schwester Schuldige lleimsteuci- ergänzen zu llilllllign 
Alu 15 August desselben Jahres meldete endlich der blaue-IN,
        

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