Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819813
Velasquuez 
de 
Silva , 
Don 
Diego. 
zeichnet, dass es eine wahre Sünde ist, siedem strengen Velas- 
quez auizubürden. Auch die Bildnisse der Gemahlinnen diesep 
Fürsten sind in dieser Sammlung. Als ein herrliches Originalliilrl 
gilt aber das Portrait der Hofdame Donna Juana Eminente, eine;- 
reizenden Spanierin, mit wunderschön modellirtem Hopfe. Von 
Velasquezls Meisterhand zeugt auch der unvollendete Iiopf eines 
Inquisitors, dessen Blicli mit der heiligen Hermandad zu drohen 
scheint. Dann ist auch ein wunderliebliches Bild der Tochter des 
Grecn (Theotocopoli) zu nennen. Die schwarzen stechenden Au, 
gen, die ahgemagcrten Gesichtszüge, die krankhafte Blässe ver. 
rathen die Fieberunruhe dieses weiblichen Herzens, und deuten 
auf eine leidenschaftliche Natur. Als ein Meisterstiiek erklärt man 
auch das eigene Bildniss des Biinstlers, 
Dann wird dem Velasquez auch eine Anbetung der Könige 
zugeschrieben. Dieses Bild soll nach der Angabe im liunstblattq 
185g S. 1ÖÖ ein Meisterwerk aus Velasquez erster Manier seyn, 
in dem oben genannten Correo heisst es aber, kein lienner werde 
(las Bild dem Meister zuschreiben; es sei eher ein lriihes Bild des 
Zurbaran, selbst liein würdiger Repräsentant jenes liiinstlers. Fer- 
ner zeichnet man ein Bild des heil. Ferdinand aus, und eine 
Landschaft. 
Ehedem im Museum des Louvre, jetzt in der historischen 
Gallerie zu Versailles ist das Bildniss derlnfantin Margarctheffhe- 
resia, Tochter Philipp 1V., als liind. Sehr lebendig aufgefasst, 
fein gezeichnet und im zartesten Silbertun der weissen Lichte;- 
und hellgrauen Schatten. 
In der Gallerie Aguadu zu Paris waren bis 1843 mehrere VVerlae 
von Velasquez, Das Bild einer Dame mit dem Fächer wurde in 
dem bezeichneten Jahre um 12750 Fr. verkauft, Dann waren in 
dieser Gallerie auch mehrere Stillleben: Geflügel, Gemüse, Früchte, 
Blumen u. ilgl, 
In der k. Eremitage zu St, Petersburg ist ein Bildniss de; 
Papstes Iunocenz X., welches Velnsquer. auf Befehl des liiinigs Von 
Spanien gemalt haben soll. Es war früher in der Gallerie zu 
Ilouglitonhall. Uniibertrelflieh ist die lebendige Wahrheit des Aus. 
druehes. Die Carnatiou geht ins Iliitliliehe, wie bei mehreren Bild- 
nissen dieses Meisters. Von geringerem Werthe sind die grossen 
Bildnisse Philipp IV., und des Herzogs von Olivarez (laselbäi, SH- 
wie die kleinen Ileiterbilder des liiinigs und seiner Gemahlin. Auch 
ein historisches Gemälde ist in der Eremitage, den Tod des heil. 
Jüscph vorstellend, ehedem in Iloughtonhall. 
 In der grossherzoglichen Gallerie zu "Florenz ist das Bild- 
mss Philipp IV. von Spanien zu Pferd, welches Velasquez fur den 
Bildhauer Bietro Tacca als Vorbild zur Statue dieses Fürsten ge- 
malt hatte. Es ist mehr als lebensgross und galt früher für llu- 
bens. In der Tribune der Gallerie sind zwei eigenhändige Bild. 
msse des Meisters. 
Ruin besitzt wenig VVerlse von diesem Meister, es scheinen 
 ßlfllgß Bildnisse verschollen zu seyn, da der liiinstler bei Sei- 
De!" wiederholten Aufenthalte daselhst mehrere malte, wie wir oben 
im Leben des Künstlers gesehen haben. Ehedem in der Gallerie 
Pamfili, jetzt Erbe der Doria, ist das berühmte Bildniss lnno- 
cenz X., dessen wir oben erwähnt haben. Auch in der Gallerie 
Corsini ist ein Bildniss dieses Papstes, welches dem Velasquez zu- 
geschrieben wird. In der capitxilinischen Gallerie ist das Portrait 
eines unbekannten Mannes von herrlicher Eiirhung, nicht rljih- 
ln-h, wie iilter zu finden.
        

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