Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1822394
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Vinci , 
Leonardo 
da  
gewandteste lYIann seiner Zeit, wurde 1452 auf dem Schlüsse Vinci 
im Valdarno unweit vom See Fueechio geboren, wie Amoretti aus 
den Registern im Cataster des Stadtviertels S. Spirito ersah, so 
dass diejenigen seiner Biographen, welche ihn 1444, 1445 oder 1-16? 
geboren werden lassen, im Irrthum sind, worunter selbst noch 
Ticozzi gehört. Er war der natürliche Sohn des Ser Piero da Vinci, 
Notars der Signoria von Florenz, ward aber wahrscheinlich schon 
in seiner Älugend vom Vater arrogirt, da er im väterlichen Hause 
lebte, unter den Augen der reehtmiissigen Gattin Piero's. der Glo- 
vanna Ainadori. Ueber seinen Aufenthalt daselbst wissen wir durch 
Gayds Carteggit) inedito d'artisti I. 225. Urltundliches. und auch 
Vasari weiss manches zu erzählen. Nach seiner Ansicht wäre der 
gottbegabte Lionardo ein grosser Gelehrter geworden, wenn ei- 
eincn minder unbeständigeix und wvaxitlelbaren Geist gehabt hiitle, 
so aber habe er vieleDinge unternommen, und clasßeguixxieile wie- 
der liegcnlassen. Diess klingt fast wie ein Vorwurf, später aber setzt 
Vasari im Gefühle der grossen Gaben des Künstlers hinzu, es habe 
ihm geschienen, die Hand könne der Vollkommenheit, die er mit 
dem Gedanken erfasste, nichts mehr hinzufügen, weil er sich 
manchmal in der Idee feine und wunderbare Schwierigkeiten zu 
schaffen pflegte, welche die geschickteste Hand nicht auszuführen 
vermacht hätte. Wenn indessen Leonardo nicht systematisch zum 
'(_ielchrten werden wollte, so hatte er doch so viel WlSSGHSClKtft- 
 liche Bildung, wie irgend ein Gelehrter seiner Zeit. Er übte sich 
 
 studj ele opere di L. da Vinci, welche Carlo Amoretti dem 
'l'radatto della pittura di L, da Vinci vorsetzte, und die e;- 
1804 in Mailand herausgab, hat sich das Lebensgebiet des 
Meisters hedeutenderweitert. Amoretti machte die lleissig- 
sten Forschungen, brachte aber auch einige Irrthümer in; 
Publicum. Desswegen ist jetzt auch die deutsche Ausgabe 
des Vasari von Schorn (1845) von Wichti laeit, und besuu- 
ders Gaye's Carteggio inedito d'artisti. äirenze 133g, zu 
Bathe zu ziehen, da durch die archivarlischen Forschungen 
 dieses Mannes Mehreres berichtiget wird. C. Amuretti ist 
 auch von Giuseppe Bossi berücksichtiget, welcher ihn aber 
bezüglich des Abendmahles ergänzt: Del Cenacolo di L. da 
Vinci libri IV. Mit 64K. H. von Longhi _und Bosaspinn, 
Milano 1810. Iin Jahre 1819 beschäftigte sich Abbate Pon- 
tani, der Herausgeber der florentinisehen Ausgabe des Tratatto 
della Pittura von 1792, mit der Sammlung von Materialien 
zu einer Abhandlung über Leonardo, die unsers YVissens 
nicht erschienen ist. Unvollständig ist ein Versuch von G, 
Ch. Braun: Des L. da Vinci Leben und Kunst. Halle 1319 
Ein englisehesVVerk hat; den Titel: The life ofL. da Vinei, 
with a critical account ef bis Worlts by J. W. Browu. lYIit 
dem Bildnisse von Worthington, und mit Vignetten. Lon- 
dm! 1828. Graf von Gallenberg gab 1854 zu Leipzig bei 
 Fleischer das Leben dieses Meisters heraus. Er benutzte 
di Memorie di C. Amoretti, dann einige Nachrichten aus 
Fiurillu. Gerli (Disegni .11 L. da Vinci  lVlilano 11m), 
Lanzi u. A., jedoch ohne eigenthümliche Anschauung und 
 Critilä. Das VVerk von Amoretti liegt auch dem weitliiufi- 
 gen Artikel bei Fiissly zu Grunde, und bei den Biographen 
der späteren Herausgeber des Trattato della Pitlura di  dn 
Vinci. VVir können in diesem Artikel über Leonardo keine 
ausführliche Biographie geben, benützen aber aus iiltcrcu 
und iieucren (Quellen, was zu wissen nolhwendig ist.
        

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