Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1822383
Viuci , 
Leonardo 
281 
fordert (1319), streift_in der energischen Handlung an die Helden 
der Bühne, Nach seiner Rückkehr aus Italien erhielt er den Auf- 
trag, die Capelle des heil. Moriz in St. Sulpice mit Fresken zu 
schmücken. da er in Rom durch mehrere Werke dieser Art seine 
Tüchtigkeit in der Technik der Freseomalerei bewiesen hatte. Die 
Bilder sind aus dem Leben des heiLMoriz enomrnen, und durch 
lithographirte Nachbildungen bekannt, welcgliie Vinchon mit We- 
ber, Renoux und d'Hardivilliers ansfiihrte. In den beiden Sälen 
des Tribunal dc Commerce im Börsenpalais sind Bilder grau in  
Grau von ihm gemalt. An dem einen der Plafonds stellte er die 
Abundantia dar, wie sie die Industrie belohnt, und an dem an- 
deren die Wahrheit, welche die Falschheit entlarvet. In anderen 
Räumen sind allegorische Figuren zu sehen, ebenfalls Grisellen. 
Später malte er in vier Sälen des Musee du Louvre 55 Bilder 
nach Art der Basreliefs, bei deren Ausführung ihm 1827 auch an- 
dere Künstler behülflieh waren. Im Tribunal de premiere Instance 
ist ein grosses Frescobild, welches den Heiland darstellt. Im Jahre 
1858 setzte er die Grisellen im siebenten Saale des Louvre fort, 
und wählte da Darstellungen aus Homer. 
Inzwischen malte Vinchon auch Bilder in Oel. Im Lazareth 
zu Marseille ist ein ärosses Gemälde, welches die Aufopferung des 
jungen Mazet vorstel t (1892), und im Museum zu Orleans sieht 
man ein anderes grosses Bild, Jeanne d'Arc auf den Mauern der 
genannten Stadt. Auch Genrebilder malte der Künstler zuweilen. 
Im Jahre 1827 sah man das Bild eines alten Griechen auf der 
Branclstätte seines Hauses, Properz und Cynthia in Tivoli, und 
einen Hirten, welcher an der Ruine eines römischen Iiaisergrabes 
schläft. In der Cnpelle St. Vincent de Paul sind zwei schöne Ge- 
mälde in Oel, welche die Religion als Trösterin im Leiden und 
im Tod vorstellen. Von den romantischen und heidnischen Ill- 
storien, welche der Iiiixlstler, bis 1845 zu Tage förderte, heisst es 
im Iiunstblatt des geilanntoxl Jahres, dass sie Proben kalter, see- 
lenluser Bravourmalerei scyen. Schliesslich erwähnen wir noch 
die grossen Bilder, welche er im Auftrage der Regierung fiir das 
historische Museum in Versailles ausfiihrte. Sie stellen den Ein- 
zug der Franzosen in Bordeaux 11'151, die Krönung Carl VII. 
in Rheims 1429, den grässlichen Kampf im Saale des National- 
Convents am 1. Prairial An IIL, die Einweihung der constitutiu- 
nellen Charte 1814, und die feierliche Sitzung bei Eröffnung der 
zwei Kammern 1842 dar.  
und Bildhauer, der universellste 
und zugleich der schönste und 
Vinci, Leonardo da ü), Man, 
Künstler, welcher je gelebt hat, 
  
 Der älteste Biograph dieses grossen Meisters ist Vasari (deut- 
sche Ausgabe III. i. S. 5  und obgleich man behauptet 
hat. dass seine Nachrichten über die Lebensumstände und 
Studien Leonardds wenig genügen, so ist es doch unläng- 
bar, dass kein anderer, mit so viel Einfachheit und liürzc 
eine so hohe Idee von cliesenm wunderbaren Geiste zu er- 
wecken gewusst hat. Diese Lebensbeschreibung ist eine der 
schönsten, welche Vasari geschrieben hat. Die vielen syii- 
teren Biographien, jene von Fiorillo und Lanzi inbegrllfßll, 
 basiren alle aufVasai-i und die Noten der Bearbeiter der 
 neueren Ausgaben der Vite de" pittoki VasarPs, liefern ahoi- 
nur mehr oder weniger gedrängte Entwürfe zu einer B10- 
graphie. Erst durch die Memorie storiche, sü 1a vlta, gli
        

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