Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1822239
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Villanueva, 
Jnan 
Villareale  
Valerio. 
 Madrid sich begab, wo Pedro Alonso de los Bios sein Meiste;- 
war. Don Juan machte sich in Madrid bald vortheilhaft bekannt, 
da er für die Zeit des Verfalls, in welcher er lebte, ungewöhnli- 
che Studien machte. Er erkannte den Irrwe , auf welchen die 
Kunst gerathen war, und verband sich mit anderen Künstlern zur 
Herstellung einer öffentlichen Piunstanstalt, was aber 170g die Kriegs  
Periode vereitelte. Erst den 15. Juli 1744 wurde eine Junta pre- 
yaratoria eingesetzt, und Villanueva leitete die Arbeiten. Im Jahre 
1751 hatte er endlich das Ziel seiner jahrelangen Bemühungen 
erreicht, indem am 12. April die Academie von S. Fernando er- 
öffnet wurde. Er konnte aber jetzt bei seinem vorgerückten Altei- 
nicht mehr arbeiten, sah sich nur als Director honurarius der An- 
stalt belohnt. In den Kirchen und Palästen zu Madrid sind viele 
Werke von ihm, welche sich durch Correktheit der Zeichnung, 
und durch naturgemässe Darstellung empfehlen. Zu seinen Haupt- 
werken gehören die Statuen des Hochaltai-es in S. Felipe el real, 
die Statue von Nuestra Senora de 1a Correa bei .den Recolctas, jenc 
des S. Francisco de Borja mit Engeln am Hauptaltare von S. Fe- 
lipe Neri, u. s. w. 
Don J. Villanueva war der Vater der beiden folgenden Archi- 
tekten, und starb zu Madrid 1765. 
vlnanueVa; D- Jllan (19, Architekt, wurde um 1740 zu Madrid 
geboren, und mit seinem Bruder Diego an der Akademie S. F"- 
nando zum Künstler herangebildet. Beide stehen im Wendepunkte 
der Zeit zum besseren Geschmacke in der Baukunst, indem da- 
mals die Architekten Stuart und Rewett durch die Publikation der 
attischen und jonischen Monumente den begabteren Geistern einen 
mächtigen Vorschub geben, und unterscheiden lehrten, was äcme 
griechische Kunst und römische Nachahmung aus der Kaiserzeit 
sei. Die beiden Villanueva hatten ebenfalls Italien besucht, und 
in Rom Studien nach antiken Werken gemacht, und die Resu]- 
tate derselben legten sie dann in Madrid durch zahlreiche Pläne 
und Modelle dar, welche im Style die Mitte zwischen römische,- 
und griechischer Weise hatten, und den Anfang einer besseren 
Periode in Spanien verkündeten. D. Diego starb um 1785, D, 
Juan behauptete aber noch lange seinen Ruf. Er war erster Ar- 
chitekt des Höni s, als welcher er alle Stnatsbauten leitete. Dann 
bekleidete er 811151 die Stelle eines General-Direktors der k. Aka- 
demie in Madrid. Als Mitglied der Jury für Prüfung von Kunst. 
entwiirfen und einschlägigen artistischen Werken machte er öfter 
eine überwiegende Ansicht geltend, die wenigstens bei der Prüfung 
des Werkes von Diego Sanchez Sarabia nicht unpartheiisch war. 
Sarabia fand die Approbation der Jury nicht, und sah hsich lan e 
hingehalten, so dass er zuletzt den römischen Theil nicht pubiii- 
ciren konnte. D. Juan Villanueva starb zu Madrid 1809- 
Vlnareale: Vaieriß, Bildhauer von Palermo, machte seine Studien 
zu Rom unter Antonio Canova, und erlangte den Ruf eines vor- 
zuglichen Künstlers. Er fertigte eine fünf Fuss hohe Statue de; 
Amor in Marmor, welche 1811 in Rom allgemeinen Beifall fand. 
Später liess sich der Künstler in Palermo nieder, wo man in Bir- 
chen und Palästen Werke von ihm findet, welche eines Canova 
würdig befunden werden. In der Capelle der heil. Ilosalia in der 
(Kathedrale sind zwei Basreliefs in Marmor, wovon das eine die 
Procession vorstellt, welche zur Pestzeit nach dem Grabe der Hei- 
ligen unternommen wurde, das zweite die Fürbitte derselben bei 
Gott. ln der Kirche des heil. Franz von Assisi sieht man an einem
        

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