Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1822129
Vilarlomnt, 
DU 
Antonio. 
Vilain. 
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auf, welche sich zu Murcia, in flartagena und in Villanueva de 
1a Xara finden. Die schonsten Bilder des Meisters sind in S.- Isa- 
hel zu Murcia. Reich an Gemälden dieses Meisters ist das Kloster 
S. Doiningu daselbst. Man flddet in diesen Bildern eine richtige 
Zeichnung, geistvolle Anordnung, eine genaue Beobachtung des 
Custiims, und charakteristische Gestalten. Im Jahre 1208 starb der 
Künstler.  
Viladomat, D. Antonio, Maler, geboren zu Barcelona 1678, war 
der Sohn eines Vcrgolders, und Schüler des B. Perramon, welchem 
er nach einigen Jahren völlig gleiehkam. Als Jüngling von 20 Jah- 
ren malte er in der Capelle de ln Coneepcione der Jesuitenkirclme 
zu Tarragona heilige Darstellungen, welche bereits grossen Beifall 
fanden. Entscheidend war sein Zusammentreffen mit Ferd. Bibiena, 
welcher von Erzherzog Carl nach Barcelona berufen wurde. Die- 
ser Meister gab ihm Unterricht in der Architektur und Perspektive, 
und. von dieser Zeit an brachte Viladomat gewöhnlich Baulichkei- 
ten in seinen Gemälden an. In seinen Werken bemerkt man grosse 
Freiheit des Geistes, welcher sich in eigenthiimlicher Richtung he- 
wegte. Er verschmähte die herkömmliche akademische Manier, und 
schopfte nur aus der Natur, so flüSsudlßäe seine eigentliche Leh- 
rerin ist. Fern von Effekthascherei wahlte er zu. seinen Gemälden 
nur wenige, aber gut eharaktensxrte Figuredaus. Auch seine Für. 
bring ist warm und heiter, so dass lVIengs die Werke dieses Mei- 
sters vor allen auszeiehnete. sowohl die historischen Darstellun en, 
als die Bildnisse und Landschaften. In den Iiirchen und glü- 
stern zu Barcelona sind viele Gemälde von Vilndomat, und die 
treiflichstcn in S. Francisco, wo er in 20 Blättern das Leben des 
heil. Franz darstellte. Er beobachtete dabei genau die Physiogno- 
mie des Heiligen von seinen Jiinglingsjahren an bis zum Greisen- 
alter. Bei den Monjas Junqueras erscheint er als Perspektivmaler 
von vortheilhafter Seite. Daselbst sind auch zwei Schlachten ge- 
gen die Mauren in Oel. Andere Bilder sieht man in der Cathe- 
drale, in St. Maria del Mar, in St. Catarina, in S. Miguel, in 
Belen, bei den Carmelitern, den Trinitariern, den Capuzinern, 
im bischöflichen Seminar und im Hospital zu Barcelona. In der 
Carthause zu Montealegre sind acht Bilder aus dem Leben des 
heil. Bruno. welche ebenfalls zu seinen Hauptwerhen gehiiren. C. 
Bermudez zählt die Gemälde dieses Meisters genauer auf. Er starb 
1755. Der Grossinquisitor Itodriguez de Laso setzte ihm einen 
Denkstein. 
Vnladomat, D. Jpseph, Maler, der Sohn und schau" des obi. 
gen, hinterhess m Barcelona mehrere Bilder. Im bischöflichen Se- 
minar daselbts sind acht Darstellungen aus dem Leben des heil 
Thomas von Aquiu. Starb 1786. ' 
Vilaiü;  Maler yon ßotterdaln, wird von van Spaan er- 
wähnt, ohne nähere Zentbestxmpung. Er malte sehr schöne Por- 
traite, und auch Genrebilder xmt Erfolg. 
Vilaln, VlOlIOr, Bildhauer zu Paris, wurde um 1818 geboren. Von 
diesem geschickten Künstler finden sich schöne Büsten in Gypä, 
Marmor und Bronze, dann auch Statuen und Basreliefls. Von 1844 
an Sah man auf den Szalons in Paris mehrere Werke von ihm- 
Vilain , 
auch 
Villain.
        

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