Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1822049
Vignerio , 
Jacopo. 
Vigueron , 
Pierre 
Roch. 
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wig XVIII. eine fünf Ituss hohe Yase, welche mit einer Allegorie 
auf den spanischen Krieg geziert 1st, und im Schlosse St. Cluud 
eine Stelle fand. Später nahm die Glasmalerei die meiste Zeit des 
Iiiinstlers in Anspruch, und er gelangte hierin zu einem glücklichen 
Resultate. August Hesse verband sich mit ihm zu gleichem Zvireche. 
Diesem Künstler lag zunächst die historische Aufgabe zu lösen 
ob, während Vigne das Technische seiner schwierigen Hunst über- 
lassen blieb. Sie malten die Fenster der Capelle, welche die Her- 
zogin von Berry zum Andenken ihres Gelnahles im Schlusse zu 
Bosny errichten Iiess. Man sieht hier die Bildnisse des Charle- 
magne, Philipp August, Ludwig IX., Carl VI, Ludwig XIL, Franz I. 
Ludwig XIV., XVI. und XVIIL, und des Herzogs v_on Ben-y. 
Achille Lefevre hat sie im Umriss gestochen. Auch die Fenster 
des Oraturiums der Herzogin haben zwei g Fuss hohe Glashihler 
von diesen Künstlern, St. Heinrich und St. Ludwig vorstellend. 
Später fand er an Bözard einen Mitarbeiter, welcher ebenfalls 
Bilder componirte, nnd mit den Vignd bereiteten Farben auf Glas 
malte. Die neueren Werke dieser Meister gehören zu den glän- 
zcndsten Erzeugnissen der Glasmalerei unserer Zeit. In St. Ger- 
main-V-Auxerruis, "St. Gervais, St. Eustach und St. Laurent pran- 
gen Fenster mit _den herrlichsten Bildern von ihnen. 
Vigne gab auch ein. Werk über Glasmalerei heraus: Peinture 
sur verre. Considerations crit. sur cet art, sur le rang qu'il duit 
tenir dans 1a decoration intörieure des monuments et sur la direc- 
tiun qu'il convient de lui dunncr. Paris 1840, 8. 
V1gner10, JEIGOIJO, Maler von Messina, war Schüler von Polidoro 
da Caldara, welcher die Grundsätze RafaeYs nach Messina verbrei- 
tet hatte. In St. Maria della Scala (iaselbst ist ein kreuztragender 
Christus von 1552, welchen Lanzi und andere Schriftsteller zu 
den vortremichsten VVerken der Stadt zählen.  
VlgnßTOIl, PlClTe BÜCh, Maler und Lithogrnph, geb. zu Vos- 
non (Aube) 1789, war Suhiiler von Gautherot und Gros in Paris. 
und besuchte dann die Akademie in Toulousey wo er jetzt zum 
Erwverb Portraite in Nliniatur malte, und ühenli-ass die Bildhauerei 
zum Hauptzwecke machen wollte. Eines seiner Basrelief, Aristi- 
des mit der Seherbe vorstcllend, welche ihm {u lYIann zur Auf- 
zeichnung seines Namens überreicht hatte, winde mit einem Preise 
beehrt. Dann erhielt Vigneron auch noch mehrere Preismednillen, 
du er ein vielfach gebildeter liiinstler ist. Im Jahre 1812 kehrte 
er wieder nach Paris zurück, wo er jetzt viele Portraite malte, und 
auch durch andere Darstellungen sich auszeichnete. In seinen 
Bildern herrscht Wahrheit, und bei grosscr Lebendigkeit der Phan- 
tasie dennoch so viel Einfachheit, dass sich seine NVerke vor vielen 
anderen Erzeugnissen der nach Effekt lhQSClIGlltlOIl französischen 
Schule durch Maass und Besonnenheit auszeichnen. In einigen 
Seiner Bilder ist ein rührender Gedanke malerisch eingekleidet, und 
sie sind cs namentlich, welche ihn im weiteren Iireise bekannt 
machten, da sie durch den Stich und die Lithographie verbreitet wur- 
den. Zu seinen schönsten Bildern gehören: Die Vorbereitung zum 
Hnchzeitsfeste (Gall. Orleans) 1817, Christoph Columbus und Fer- 
dinand Cortez, fasst lebensgrosse Figuren in der Gallerie des Her- 
zogs v. Decazctlßlg, das Duell, der Soldat als Bauer (Mus. zu, 
Lille) 1822, di, lutter von Elend gezwungen, ihre liinder zu ver- 
lassen (Gnll. Orleans), der Deserteur, welchen vor dem Erschiessen 
dexvllund noch liebkoset (Gall Chuiseul) 1832, die kleinen Iiiichc 
132-1, das verlassene Bind (Gall. Lebrun) 1820, das Bßgfäbnilß
        

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