Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819752
Velasquez 
de 
Silva , 
Don 
Diego. 
nach Madrid, wo er jetzt wieder das Bildniss des liönigs malte, 
diessmal in Jagdlileidung mit der Flinte und mit Ilunileii. Auch 
den Cardinal-Intanten D.Fernando, den Bruder des liönigs, malte 
er als Jäger, und beide waren bis zum Athmen getroffen. Die  
nigiirlsabel yon Bourbon stellte er ebenfalls lIIXLSElJCIISgFDSSC dar, 
wie sie auf einem weissen Pferde sitzt, als Gegenstück zum Reiter- 
bilde des Iiönigs, welches diessmal der Critih nicht entging, du 
man das Pferd nicht gelungen fand. Andere dagegen prißseti Bei- 
ter und Pferd, und Velasquez se-lbst schien sehr zufrieden gewesen 
zu seyn, da er wider Gewohnheit den Namen auf das Gemälde 
setzte: Didacus Velazquius, piiitor regis expinxit. Ferner malte ei- 
um jene Zeit auch den Prinzen D. Baltasa1_Carlos, auf einem ga- 
lopirenden Pferde in Lebensgrösse, und einige andere Bilder, wel- 
che aus dem neuen Palaste in das Museum zu Madrid kamen. 
Ueberdiess malte er den Dichter PranciscdQuevetliny Villcgas, 
dessen Freund, dann den Cardinal 130x111, Erzbischof von 
Sevilla, den D. Nicolas de Cordoba Lusiglliilllü, den Maestro 
de Camera Pereira, den Marquis de la Lapilla, (1011 Sßeligen Si- 
mon de Roxas, und das Bild einer Dame von ausgezeichneter 
Schönheit. ln diese Zeit fällt auch die Uebergahe von Breda unter 
Don Ainbrosio de Spinola, ehedem im Comödiensaal zu Buonre- 
tiro, jetzt im Museum zu Madrid. 
Während dieser grossen Arbeiten kam man auf den Plan zu 
einer Akademie der zeichnenden liünste in Madrid, und der liö- 
nig ertheilte daher seinem Cainmerinaler den Auftrag, nach Italien 
zu reisen, um daselbst Modelle, Statuen, Gemälde u. s. w. anzu- 
haufen, welche zur Einrichtung des Lokales im Alhazar nöthig- 
waren. Velasquez schiifte sich im November 1048 zu Malaga ein, 
zugleich mit dem Herzog von Naxera, welcher 1n_Treiito die An- 
lmnft der Königin D. lYIaria Anna von Oestcrreich zu erwarten 
hatte. D. Diego machte seine italienische lieise über Genua, Mai- 
land, Padua, Venedig nach Bologna, wo er die Maler Michele 
Colonna und Agostino Mitelli bewog, in die Dienste seines Iiö- 
nigs zu treten. Von _Bologna _aus ging er iiberdYlodena, Parma, 
glorlenz dnaclällzzriö blieb abelr ätzt nlur ligräe Zläit linndieser Statt, 
a iin er ra nnate naci ca e ein u . ac l um zurue  
gekehrt, empfing ihn Papst Innocdinz X. in einer feierlichen Au- 
dienz, was in Folge einer Mission geschehen seyn könnte; denn 
Lope de Vega sagt, dass Velasquez 1048 als Gesandter an Inno- 
cenz X. geschitälit iivurdel. Auch Preciado (AtälüllliiflplCtüflßß) he- 
hau tet dass er iünst er als ausserortlentlic ier inister am ro- 
IDlSdlIGD, Hofe gelebt habe. In jedem Falle hielt man den liünstlei- 
in Rom für eine wichtige Person, da ihm auch die Cardiniile Eätzäli, 
Pamfili und Barberini, so wie andere hohe Personen es o es 
ihre Aufwartung machten. Auch die Akademie von S. Luca zollte 
dem Meister Verehrung, wofür er das Bildniss des Juan de Pa- 
reja iiberschiclite, des sogenannten Sklaven des Iiunstlers. Dieses 
Portrait fertigte er zur Uebung, begor  a? das Bilgnliss lälegylzap- 
stes _ in , es blieb aber nicht in (er tat emie, o eic e as- 
quezgzuäi Academico Romano erwählt wurde. Nachgeinein Briefe 
des F. Preciado (Lettere pittoriclie IV. 521) 17135355 es der Cai-dinal 
Acquaviva. An seinem Bildnisse, des Papstes erneuerte sich jene 
VVundersage, welche von RafaePs Bildniss Leo X., und von Ti- 
zian,s Portrait Paul III. geht. Er war so täuschend ähnlich, dass 
ein Cämmerling glaubte, es wäre der Papst selbst, und den 110i"- 
leuten sagte, sie möchten leise sprechen, weil der heilire Vater 
im Zimmer wäre. Auch der Papst war mit seinem Abbilde sehr
        

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