Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1821684
Vico , 
Enea. 
211 
besseren Unterricht, vielleicht in Marc Aiitanirfs Schule, da  
lari seiner im Leben dieses Meisters gedenkt, und bemerkt, derselbe 
habe viele Schüler gehabt. Sicher ist, dass Vico die Werke Marc 
Antoniifs und seiner Schule studirte. In einigen seiner Blätter 
spricht sich der Nachahmer desselben aus, in anderen erinnert er 
an ljiionasunc, Agustiiiu Veneziano und Jacubo Caraglio, und su- 
mit kann man ihn sicher zu den Stechcrii der Marc Antuiiisclieil 
Schule zählen. Iiii Jahre 15515 hielt sich Vicu in Florenz auf, wo 
Franz Fluris die Bekehrung des Saulus von ihm stechen liess, wo- 
durch er sich grossen Ruhm erwarb, welchen das, Bildniss Bai- 
ser Carl V. von 1550 noch erhöhte. Der liaiser wollte diese; 
Bild stark verbreitet wissen, was durch die bald darauf erfolrvle 
Vergoldung der Platte nicht möglich war. Uni 1563 begab sich 
nach VasarPs Versicherung der liiinstler nach Ferrara, um den 
Stammbaum Alfunsds II. zu stechen. Früher könnte Vico auch 
in Venedig sich aufgehalten haben, da daselbst ein Theil ggingp 
nuinisniatischeii VVerke geilruckt wurde. Vico machte sich da, 
Studium der antiken Nlcdaillciz zur Lieblingsaufgabe, und für-dem 
mehrere; Werke zu Tage, die er mit Stichen illustrirtej Ein 
späterer Liebhaber dieser _Art erstand in Jakob Stracla. Das 
Tudesjahr dieses Meisters ist unbekannt. lYIan nimmt indessen 
an, dass der Iiiinstler um 15370 gesturben sei, Wahrscheinlich in 
Ferrara. Seine Todcszeit durfte indessen erst gegen X585 einge- 
treten seyn.     
Das genaueste Verzeichniss der Blätter gibt Bai-tseh, P. gr, 
XV- P- 282  BÖB in 491 Nummern. VESEIFIHDGIIDI nur 20 Blätter, 
wovon drei ihm nicht angehören. Gori fugt 16 Blätter hinzu, 
und darunter zwei, welche nicht von Vico sind. Dass der Künst- 
ler auch in Holz geschnitten habe, widerspricht Bnrtsch entschie- 
den, allein der berühmte Yerfasser des Peintre graveur ist hier im 
entschiedenen Irrthum. Siehe den Anhang des folgenden Ver. 
zeichnisses.  
Religiöse Darstellungen. 
Die Nummern nach Bartsch, mit einigen Einschalturigen und 
Zusätzen. Diese gelten als Supplement zu Bartsch, und erschei- 
nen als doppeltes Nr. b., mit Ausnahme von 253 a. 
1) Judith mit der Magd, welche das Haupt des Holoferneg auf 
der Schüssel trügt. In Vaticano. Iloniae. Mich. An. B. P. 
_F. Exemplar Aen. Vic. P. Excidebat 1546. H. 10 Z. 6 L, 
Br. 15 Z- IO L-    
2) Die Botschaft des Engels an Maria, welche im Buche liest. 
Nach Rafael, ohne Zeiclieii._ H. 5 Z. 2 L., Br. 15 Z, 3 [h 
3) Maria, welche diir_Verl-iiincligung des Engels mit Staunen 
verninimt. Aen. Vic. Parin. islaß. H. 8 Z. ß L., E1319 Z_ 
5) b. Die heil. Familie mit den Blumen streuenden Engeln , 
das berühmte Bild RalaePs im Luuvre. Ohne Namen, im 
Style Caragliifs gestochen, s._ gr. ful. 
Eine solche Darstellung wird dem Vieo in FrenzePs Ca. 
talug der Sammlung des Baron von lluinohr beigelegt. 
4) Maria mit dein liinrle auf Wollten sitzend. Copie nach 
Marc Anton, rechts auf dem Täfelcheni. E. V. 1543, H. 
   
Im zweiteifDrucke: Ant. Sal. exc, 
5) Maria sitzend mit dem Binde auf dem Kissen. Im Grund" 
Joseph, Elisabeth, St. Johann und eine Märtyrinn. Rechts 
unten das Täfelchen mit E. V. A542. H. I5 z. QLn B593. 
 im zweiten Drucke mit: Ant. Sal. exe. 
14 t
        

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