Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1821571
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Viani , 
Antonio 
lßlaria. 
Viani, 
Domenico 
Ißlaria. 
Briicler Vianen und des Malers Joh. van Aken. Joh. v. Alten 
piux. Jac. Lutma aqua furti fec. Joan. Lntma exc. Schön ladltleg 
und seltenes Blatt, kl. fol. 
Vlani, AntOnlt) lllaria, genannt Vianino, Maler und Architekt 
von Cremona, war Schüler von Giulio Campi daselhst. fand aber 
in der Vaterstadt wenig Aufträge. Wir wissen nur von einemliilde 
der Madonna in portieo, 1581 gemalt. Hierauf kam er in Dienste 
des Herzogs Vincenzo Gonzaga in Mantna, und fuhrte da Hi; 
diesen Fürsten mehrere Werke aus. In der Gallerie des Herzog; 
malte er einen schönen Fries, welcher auf Goldgrund Hlllderspiele 
mit Fcstons in Helldunkel enthält. In St. Agnese zu Capua ist 
ein Bild des heil. Michael, .und bei den Urselinerinnen daselbsg 
eine Darstellung des Paradieses. Im Jahre 1590 wurde Viani 
an den Hof nach München berufen, wo er ebenfalls einiie Bilder 
ausführte. Jenes der Dreieinigkeit mit den Erzengeln n! Job. 
Sadeler 1591 in gr. fol. gestochen. Von lVlunehen aus begab-Sich 
der Künstler wieder nach Mantua, da anzwlschen Herzog Wil- 
lielm V. von Bayern die Regierung an seinen _Sohn Maximilian 1_ 
abgetreten hatte. Jetzt arbeitete er wieder für den Herzog von 
Mantua, und starb im Dienste desselben. Die Zeit seines Tode; 
ist unbekannt. 
Wir kennen folgendes raclirte Blatt von ihm: 
Die heil. Familie. Maria mit dem Iiinde liest im Buche, recht, 
betrachtet Joseph die Gruppe, und links steht ein grosser Engd 
mit erhobenen Flügeln. In der Mitte unten verkehrt: Ant. V13, 
F. fol. 
Vium, Domemco Maria, Maler, geboren zu Bologna 1663, m, 
Schüler seines Vaters Gio. Maria, und begab sich dann zur wei. 
teren Ausbildung nach Venedig. Er adoptirte da aber nur_den Ge. 
SChHHMIk der Schule in der reichen Staffage, und in den Beiwerken, 
im Uebrigen lässt sich in seinen Werken der Nachahmer der C1"- 
racci und des Guercinu erkennen. Seine Färbung ist kräftig, und 
in den Umrissen gibt sich ein geübter, sicherenZeichner kumL 
In der Servittenliirche zu lmola ist ein Gemälde mit 50 lebensgrus- 
seii Figuren, die Bischöfe von Imola in Verehrung der heil. Jung- 
frau vurstellend. In S. Spirito zu ßergamo wird ihm gewöhnlich 
eine Wnnderscene des heil. Anton beigelegt, und als trelflielies 
Werk gepriesen. Sie stellt den Heiligen dar, wie er durch ein 
Wunder einen lietzer bekehrt, es ist aber nicht von Dumenieu, 
sondern von seinem Vater Giovanni gemalt. Zu seinen Hauptwer. 
1Min gehören zwei Bilder im Palaste Ratti zu Bologna. welche Ju- 
piter und Ceres darstellen. Schön ist auch die liegende Yenus mig 
zwei Amoretten in der Gallerie zu Dresden, Welche man Irrig dem 
ABI. Maria Viani beigelegt findet. Dieses Bild hat C. G. Schultze 
gestochen. Eine andere Composition dieses _Meisters ist durch 
den Holzschnitt bekannt. Sie stellt den heiligen Elias in der 
Grotte dar, wie ihn sein Gefährte auf die Ankunft des Raben mit 
dem Brode aufmerksam macht. Helldunkel von zwei Platten, im 
ersten Drucke ohne Namen, im zweiten mit der Schrift: Dom. 
Viani Inu. et Depinse. Antonio Dardani Fece., fol. 
Dieser Iiiinstler starb 171i in Pistoja, wo er das Gewölbe der 
Benediktinerkirche in Fresko malen sollte. Er brachte aber nur 
zwei Figuren zu Stande, worauf ihn ein tödtliches Fieber beliel." 
Giuseppe (iuidalotti Franceschiui gab 1716 seine Biographie in 
Druck.
        

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