Vernet ,
Antoine
Charles
Horace.
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werhe notirt. Damals zeichnete er für einen Engländer zwei Jagd-
stüche um 100 Fr. Im folgenden Jahre erhielt er für das Portrait
des Mr. d'Etampes 500 Ph, und 'Mr. de la Borde bezahlte ihm
für ßlß Jagdßtiißli 3000 Fr. Auch das Gemälde mit dem Wagen-
rennen vollendete er. Er erhielt 1000 Fr. als Abschlagszahlung,
und dann Weitere 5000 Fr. Mr. Laneuville erwarb ein Gemälde
für 500 Fix, der Citoyen Hebert ein anderes für 400 Fr. Auch
Compositionen aus 17enelon's Teleinach führte er damals aus, so
wie drei Zeichnungen zum Werke des Mr. de la Peyrouse, wofür
ihm 1500 Fr. bezahlt wurden.
Im Jahre 1795 starb seine Schwester Eniilie auf dem Blutge-
rüste, und der '.l'od dieser seiner geliebten Jugendgefährtin wirkte
so grausam auf ihn ein, dass er Paris verliess, und die Palette
weglegte. Nur die Siege Napoleoifs unter dem Direktorium und
dein Consulate ergriffen wieder seinen Lebensnerv, und erweckten
die Lust zur Iiunst. Das erste Werk, welches auf diese Lethar-
gie folgte, stellt den Tod des Hippolyt dar, welches auf dem Salon
180i mit grossem Beifall betrachtet wurde. Die Pferde bäumen
sich vor dem Drachen, und der Heros stürzt von dem zerschmet-
terten VVagen. Besonders lebendig ist die Gruppe der Pferde. min-
der geluneen die_ Bewegung des Sterbenden. Das noch schönere
Gegenstüclt zu diesem Bilde (1801) stellt die Rückkehr eines Sie-
gers von den Olympischen Spielen dar, wie er seine Geliebte den
Wagen führen lehrt, gefolgt von anderen Wagenlenkern. Ein
Freund des Künstlers fand sich durch dieses Bild so prophetisch
begeistert, indem er singt:
O Vernet je le sens e. leur ardeur sublime
Si transportent leur peintre a iinmortalite!
Grossen Ruf erwarb ihm dann die Zeichnung, in welcher er
die Revue des ersten. Consuls im Hofe der Tuilerien schildert. Da-
ran hat indessen auch Isahey Theil, Welcher die Portraite der be-
rühmten Iirieäer zeichnete. Lucieii Bonaparte, damals Minister des
Innern, beste lte 1804 auf Kosten des Gouverneinent ein Schlacht-
bild, welches das Talent des Meisters von einer glänzenden Seite
zeigt. Der Gegenstand ist die Schlacht von Maren ro. Vernet
besuchte das Feld, und benahm sich mit den Generäilen Keller-
mann, Dupont und Boudet, allein diese Herren konnten sich nicht
verständigen über den ruhmvollen Antheil, welchen jeder am Siege
hatte. Der Streit war von der Art, dass der Künstler momentan
auf seine Aufgabe verzichtete , und später nach eigener Idee han-
delte. Auf dein Salon 1806 sah man die ausgeführte Skizze, wel-
che den Moment festhielt, wie General Desaix an der Spitze der
Division Boudet eine Colonne von Ungarischen Husaren von vorn,
und lielleriuann dieselbe mit der Gavallerie von hinten an reift,
Im Pausanias franeais p. 549 ist dieses Bild ausserordentlici gß.
rühmt, als das Werk, welches den Urheber allein berühintmachen
würde. Im einem Raume von 50Fuss ausgeführt hat das Schlachtbild
von Marengo die Julius-Revolution dem Speicher des Louvre ent-
zogen, und jetzt wird es in der historischen Gallerie zu Versailles
bewundert. Inzwischen malte Vernet auch kleinere Bilder, darun-
ter zwei Marneluken-Märsche, einen Train leichter Artillerie, und
die Schlacht gegen die Mameluken. Auf dem Salon sah man dann
1808 das 22 1:. grosse Gemälde, welches Napoleon vorstellt, wie
er am Morgen vor der Schlacht bei Austerlitz auf dem Hügel sei-
nen Marschiillen die Befehle ertheilt. Hier fand der Iiünstler Ge-
legenheit, seine Kunst in Darstellung der Pferde in glänzender
W015i? 111 Zeigen. Meisterhalt ist besonders die GrllyPß der im-
gebundenen Artilleriepterdc, die beim Zcrspriugen einer unter sie