Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1820564
V 
epgam , 
Ignacio. 
Vergara , 
Josef. 
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zählt dieselben namentlich auf, und räumt dem Künstler eine vor. 
ziigliche Stelle ein. Er starb 1755. 
Noch berühmter war der jüngere Iiüitstler dieses Namens, 
welchent7t5 zu Alcudin de Cnrlet geboren wurde. iAls der Sohn 
des Bildhauers Manuel Vergarn kann er in jungen Jahren bei sei- 
nein Onkel Francisco in die Lehre, dann in die Schule des E. 
Muiiuz, und zuletzt nach Madrid, wo er sich durch die Statuen 
der Heiligen Franz de Paula und Anton, die man in der Kirche 
von S. Ildefunsu sieht, eine k. Pension erwarb. Diese setzte ihn. 
in den Stand, zu Ruin unter Filippo Valle seine Studien fortzu- 
setzen, welche mit mehreren Preisen der Akademie von S. Luca 
aufgemuntert wurden. Bereits selbst Akademiker erhielt er 175? 
den Auftrag, den neuen Altar des heil. Julian in der Cathedrale 
von Cuenca mit Statuen und Busreliefs zu zieren, welche zu den 
schönsten Arbeiten der neueren Sculptur in Spanien gezählt wur- 
den. In einem weiteren lireise wurde er aber durch die colussale 
Statue des hl. Petrus von Alcantara bekannt, welche er fiir die St. 
Peterskirche in Rom ansfiihrte. P. Calnpana hat dieses bewunderte 
Werk in Kupfer gestochen. Dann fertigte er das Grabmal des 
Cardinals Portucarrero in der Iiirche des Priorats der Malteser, 
und die Grabstatuen (les liöxligs Ferdinand VI. und seiner Ge- 
mahlin Barbara in der spanischen Iiirche zu Rom. Auch nach 
Spanien kamen verschiedene Werke von seiner Hand, wie das 
Modell der Statue des heil. Ignaz von Loyola, welche später für 
das Jesuiten-Cullegiuiim zu Azpeitia in Metall ausgeführt wurde. 
Vergara war für die Schönheit der Antike nicht unernpfiinglich, 
und wusste seinen Formen Adel und Grazie zu verleihen. Auch 
seine Gewancluitg ist in grussartigein Style durchgeführt, doch hatte 
er noch keine Ahnung von der Würde der späteren Plastik in Rom. 
Er ist noch in der Manier des Bernini befangen. In Rom erblin- 
det starb der liiinstler 176i in derselben Stadt. 
Vergara, D. IgUGCIOQ Bildhauer, geboren zu Valencia 1715, war 
Schüler seines Vaters Francisco Vlergara sen. und des E. Murioz, 
und schon in jungen Jahren berühmt, was indessen nicht hindert, 
ihn unter Francisco Vcrgara jun. zu stellen, obgleich er diesem 
schon als Jüngling vorgezugexi ivurtle. Ignaeio machte zwar für 
seine Zeit gründliche Studien, indem er IlUOll Gypßübgiiääün zeich- 
nete, und nach der Natur niudellirte, es fehlte ihm aber an jenen 
Vorbildern, (leren sich Francisco in Rum erlreute. und somit ha- 
ben selne VVerhe weder die Grossartigheit der Formen, noch die 
Richtigkeit der Bewegung, wodurch sich jene seines Nebenbuhlcrg 
beiuerklich machen. Dennoch erndtete er in Valeuciil grussen Bei- 
fall. Seinen Ruhm gründete die Engqelgruppe an der l-IauptJSa- 
Qacle des Domes daselbst. In den lilrcheu der Stadt sind viele 
Statuen und Basreliefs von ihm, welche C. Bermudez, Diccioxiario 
hist. etc. V. 18g aufziihlt.  
Vergara gründete mit seinem Bruder D. Joseph eine Schule. 
unter dem Namen der Aearlenlia de St. Barbara. Im Jahre 1754 
erhob der König diese Anstalt zu einer Vorschule der Akademie 
S. Fernando in Madrid, und Ign. Vergara wurde Direktor dersel- 
ben. Er leitete die Schule mit gewissenhaften; Fleisse bis an seinen 
1776 erfolgten Tod. 
V9? m'a: D' Jßsef, Maler eb. zu Valencia 1'320, War Schüler 
1  v g   
von E. Munoz, und machte unter Leitung aicsselbeu älucklxche 
Iiortschntte, da er auch nach Zeichuungeq von Spagno etlo und 
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