Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Veit, Ph. - Vouet
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819458
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819614
Veit , 
Philipp- 
Kreuz, auf welches ihre Rechte sich stützt, ist das einzige Zei- 
chen ihrer kirchlichen Herrschaft. In Nachbildungen bekannt, lin- 
det man von diesem Werke auch eine genaue Beschreihung im 
Iiunstblatt 1858. Nr. 24.  
Auch im Römer zu Frankfurt, dem ehrwürdigen Zeugen deut- 
scher Grüsse, sind Bilder von _Veit. Da sieht man die Bild- 
nisse der Kaiser Otto I. und Friedrich 11., letzterer mit dem Fal- 
ken auf der Band in diehterischer Begeisterung. Dieser Saal wurde 
bekanntlich erst vor einigen Jahren mit Iiaiserbildern geziert, und 
somit bildet jetzt der Römer eine Gallerie historischer Purtraitc 
von verschiedenen neuen Meistern. Die Cuncurrenz zur Darstel- 
lung des unlängst in Frankfurt vergebens projektirten Kaisers wird 
wohl nicht mehr stark seyn.   
Im Jahre 1845 erhielt der Iiiinstler von der Stadt Frankfurt 
den Auftrag. für den Dom daselbst ein grosses Altarbild zu malen. 
Er wählte die Himmelfahrt Mariä, welche 1840 zur Vollendung 
kam, und dem Künstler neue Lorbeern brachte. Vcit konnte von 
18i5 an wieder über seine volle Zeit gebieten, da er die Stelle 
eines Direktors 'cles Instituts niedergelegt hatte, um ungestört sei- 
nem Berufe zu leben. Nach Vollendung des Domwerlies liihrte er 
für den König von Preussen drei Gemälde aus, welche zu den 
schönsten Erzeugnissen des Meisters gehören. Das eine stellt die 
beiden Mnrien am Grabe dar, und wurde noch 1816 vollendet. 
Das zweite Bild Qehililert auf originelle Weise die Parabel vom 
barmherzigen Samariter. Unter diesem erscheint hier Christus, 
welcher den am Abgrund liegenden Verwunrleten rettet, waihrendMo- 
ses und Aaron vorbeigegangen sind, um das Gesetz am Sabalh nicht 
zu verletzen. Das dritte Gemälde hat die ägyptische Finsterniss 
und. ihre Schrecken zum Gegenstande, ebenfalls in origineller Ant'- 
fassung, da der Künstler seinen Gegenstand auf das Geistige be- 
zog. E. Steinle copirte dieses Bild für den Lord Egerton in Lon- 
don. Die Cartons der drei genannten Bilder besitzt der Grossher- 
zog ßvon Baden. Im Jahre 1847 führte Veit für den liüilig von. 
Preussen eine grosse Zeichnung zu einem Frescobilde aus, in 
welcher sich das eigenthümliche Talent des Künstlers von glan- 
zcnder Seite zeigt. Dieses Werk hat die Verherrlichung der christ- 
liehen liirehe und des [irenssischen Staates zum. Gegenstande. Der 
König fand sich damit vollkommen helriediget, und crtheilte dem 
Iiiinstler den rothen Adlerorden. Ueberdicss malte P. Veit auch 
Peru-aus, die von wahrhaft künstlerischem _Werthe sind. Sein 
eigenes, 1320 von C. Vogel von Vogelstem H). Rom gezeichnet, 
ist in dessen Portaitsammlung. Allemand hat 1840 sein Bildniss 
lithographirt.   
Stiche und Lithographien nach Werken dieses 
Meisters. 
Die fetten Jahre, nach dem Frescobiltle in der Villa Bartholdi, 
gest. von C. Müller, nach dem Carton im StiidePsehcn Institute, 
für die Geschichte der neueren deutschen liunstvon Grafmllaczynslai 
1856, (In. fol. 
Das Geeenstücli bildet C. Earth's Darstellung der Inageren 
Jahre nach överbeclfs Bild. , 
Simson im Tempel, das Gemälde im StädePschen Institute, lith. 
von N. l-Ioff, roy. fol. 
Christus an der Thüre, nach einem berühmten Gemälde in 
Rom, gest. von F. Buscheweyh, 1830, 3.  
Christus bei den Jüngern in Emans, lith. von C. Becher, gr. qu. 8. 
Die beiden Maricn am Grabe, das Bild bei Herrn F. Bernus 
du I-"ay zu Franl-atnrt, lith. von U. Becker, roy. qu. fol.
        

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