Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1814565
Trezzo , 
Jacobo 
da I 
Trezzo , 
Jacobo. 
S7 
Härte der edlen Steine zu überwinden. Er musste acht Säulen aus 
blutrothem Jaspis fertigen, und andere harte Steine verarbeiten. 
In dem grossen Taberilakel steht ein kleines von Gold und Silber, 
und mit Edelsteinen besetzt, ebenfalls das Werk dieses Künstlers. 
Der König fand sich durch die Arbeit vollkommen hefricdiget, 
und erlaubte dem Meister seinen Namen auf das Werk zu setzen. 
Am grossen Tabernahel steht folgende von Arias Montano gefer- 
tigte Inschrift: 
Jesv Christo Sacerdote Ac Victimae Philippvs I1- 
Itex Die. Opvs Jaeobi Trezi Mediolanens. Totvm 
Hispano E Lapid e. An einem Pieclestal des inneren Taberna- 
kels steht: Hvnxanae Salvtis Efficaci Pignori Asservan- 
do Philipp vs II. Rex. Die. Ex Vtaria Jaspide Ilispunic- 
Tritii Opvs. 
Im Verlaufe der sieben Jahre, welche Trezzo mit der Ausfüh- 
rung dieses doppelten Tabernaliels zubraehte, fertigte er für den Es- 
eorial auch ein Reliquarium aus Iliapis Lazuli, in welchem eine Ite- 
liquie des heil. Lorenz aufbewahrt wurde. Den 7. Oetober 1585 
wurden ihm dafür 500 Dukaten, und 1537 erhielt er eine weitere 
Gratifikation von 2500 Dukaten. Dann fertigte er das königliche 
Wappen, welches in der grossen Capelle des Klosters angebracht 
wurde, wofür er 50 Dukaten erhielt. Baldinueei, Giulinnelli u. a. 
sagen, Trezzo habe das königliche Wappen in Diamant geschnit- 
ten, darunter ist aber das genannte nicht zu verstehen, da C. Ber- 
mudez nichts davon erwähnt. Den 51. Deeember 1537 erhielt der 
Iiülßtler weitere 500 Dukaten, anscheinlieh für eine ungenannte 
Arbeit, vielleicht für das VVappen in Diamant. Der König be- 
lohnte diesen Künstler reichlich, und 153g setzte er ihm eine 
"lebenslängliehe Pension von 100 Dukaten aus. Trezze genoss 
aber diese Gnade nur wenigeTage, da er starb. Er bewohnte in 
Madrid ein eigenes Haus, welches Juan de Herrera erbaute. Es 
soll auch die Strasse nach seinem Namen genannt werden seyn. 
Wir verdanken diesem Künstler aueh zwei seltene Medaillen. 
Auf der einen sieht man die Büste Pl1ilipp's II., mit der Inschrift. 
Philippus II. D. G. Rex. Unter der Büste steht: Jac. Trici t" 
Auf dem Ilevers steht eine allegorisehe Figur, und das Motto: Sie 
erat in fatis. Die zweite Medaille enthält das Bildniss des Archi_ 
tcltten Juan Herrera, mit der Schrift: Jean. Herrera A. Phil 
II. Reg. Hisp. Architec. Jac. Tr- 1578- Im llevers sieht man' 
die allegorische Gestalt der Architektur mit Attributen. In der 
Exergue: Deo et opt. princ. 
Ueberdiess bemerken wir noch, dass Vasari und Lomazzo ei- 
nen Cosmo da Trezzo in Spanien arbeiten lassen. Sie unterschei- 
den den Edelsteinschneider Jacopo da Trezzo, der nach ihrer An- 
gabe uin die Mitte des 16. Jahrhunderts in Mailand blühte. Von 
einem Cosmo da Trezzo wissen die spanischen Akten nichts. Sie 
sind beide Eine Person. Lanzi dehnt die Lebenszeit Jakob's irrig 
bis 1595 aus. 
TPCZZO; Jafwbü, Bildhauer von Mailand, begleitete seinen Onkel. 
den obigen Künstler, nach Madrid, wo ihn den 7. September 1587 
Köniw Philipp II. zum H-ofbildhauer ernannte. Aus der Bestallung 
geht rhervor, (lass der Künstler schon früher an der Ausführung 
des Hauptaltares "von S. Lorenzo (Escorial) und der dortigen CIP 
stode Theil genommen habe. Dann half er auch dem älteren 
'1'_rezzo bei seinen Arbeiten am Tabemakel. In Berücksichtigung 
dieser Arbeiten verlieh ihm der König einen Gehalt vun 100 Dü-
        

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