Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1814554
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Trpzi , 
Jacobo. 
Trezzo , 
Jacobo 
Gemälde der letzteren Art ist nach Prudhonß Entwurf der Imi- 
mtiu Christi von Thomas a liempis entnmnmen, und versinnlichut 
die Worte des Herrn: Wer mir nachfolget, wandelt nicht in der 
Fiusterniss. Auf der Ausstellung im Musöe national 1848 sah man 
von ihm ein Bild in Oel, Christus vurstellend, wvie er die lileinen 
zu sich ruft. 
In seiner früheren Zeit lieferte 'l'r6zol auch Zeichnungen nach 
berühmten Malwerlaen, welche in Kupfer gestochen wurden. J. 
F. 'l"assaert stach nach einer solchen Zeichnung das Bildniss des 
Giuliu Romano. Auch lithographirte Blätter finden sich vun ihm, 
Folgende finden wir im Verlagskataluge der Kunsthandlung von 
E. Arclit (Palris 1830) erwähnt, 
I) Le bon pere, qu. ful, 
2) lYla poupde est uxortc, qu. 4.  
3) Ma poupcc se nxarie, qu. 4., 
Trezi , 
Jacobo , 
Ja 
Trcgazo. 
TrBZZi, AUPGHO, Architekt von Mfxilarxfl, war um 1590 thätig. In 
diesem Jahre baute er die Carmchterlsxrclje S. Carlo in Nlailand, 
Auch die Pfarrkirche S. Stcfauu in Brugho ist sein Werk. 
Trezzo, Jacobo da, Bildhauer, Etlelsteinschneider und Medaillen;- 
von Mailand, hatte schon zur Zeit, als Vasari die erste Ausgabe 
seiner liiinstlerbiographien besorgte (1551)), den lluf eines tiich- 
tigen Meisters, war aber damals noch in jungen Jahren. Er scheint 
I sich zuerst durch Purtraitmedaillons bekannt gemacht zu haben, 
Vasari nennt einen sulchen mit den Brustbiltlern des Guuverneurg 
Iierdixiando Gonzaga und seiner Gemahlin Isabella della Capna, 
und dann einen Ivledaillun mit der Büste der Königin Maria von 
England. Diese Nledailluns sind gegossen und ciselirt, nach der 
Weise damaliger Zeit. liöhler, I. 55. und VII. 2. gibt sie in Ab. 
bildungen. Als Edelsteinschneider theilte er den Ruf mit Filippu 
Nbfüll, und den beiden lYlisuruni. Diese Meister brachten in 
Italien die schwierige liunst, Edelsteine zu verarbeiten, zu eine, 
liehen Stufe, und 'l'rczz0 verpflanzle sie auch nach Spanien. Der 
 G-uuverueur von Mailand, Gio. Iddarula, dessen Bilclniss Trezzu 
gearbeitet hatte, empfahl ihn dem Könige Philipp II. von Spanien, 
 welcher damals für den Hauptaltar der Kirche des Escorxals ein 
grusses und kostbares Tabcrnakel aus Edelsteinen fertigen lies5_ 
(I. Bermudez (Diccienario bist. de los mas illustres prufesures etc, 
V. 77) ersah aus der Junta de Obras, welche auch Pater Siguenza 
bei seiner Beschreibung des Escerial benutzte, dass man den 1o_ 
Jänner 1579 zum Contrakte schritt, welchen Francescu Escuileru 
unter Anwesenheit des Veedor de la fabrlca, Garcia de Brieuela, 
des Architekten Juan de Herrera, des Prinrs Fray Julian de TriciQ 
und anderer Zeugen zur Unterschrift verlegte. Jaceme Trezze er- 
, scheint dabei als I-lauptmeister des Werkes, welchem der Bild- 
hauer Pompeo Leoni und Juan Bautista Cumane zur Seite stan- 
den. Ersterer iibenxahm die Bililhllüerarbeiten und Ornamente des 
Altnres, und Cumane den architektonischen Theil desselben, alle 
aber mussten nach Zeichnungen des Architekten Juan de Herrera 
arbeiten. 'l.'rezzu sollte den Tabernakel in vier Jahren für die 
Summe von 20000 Dukaten herstellen, allein Pater Siguenza sagt, 
er habe in sieben Jahren ein Werk geliefert, mit dessen Vollen- 
dung zwanzig Jahre verflussen wären, wenn der liiinstler nicht 
lNlaschixien, Räder, Bohrer und Sägen erfunden hätte, um die
        

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