Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1814477
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Treudiug , 
Michael. 
Trevigi n 
Giorgio 
Zeichen und "der Jahrzahl 1540. In einem Bogen. Durch- 
messer 5 Z. 10 L., Radius 2 Z. 7 L. 
44) Der Kopf eines Weibes in g. Ansicht nach rechts. Zu den 
Seiten ein Mann und ein Weib in Laubwerli auslaufend. 
Das Uebrige tiillen Arabesken. Mit dem Zeichen des Sie- 
chers , und in der Grösse des obigen Blattes. 
Diese beiden Blätter kannte Bartsch nicht. Wir finden 
sie nur im Cahinet Cicognara" angezeigt. Vgl. Zanetti, 1G 
premier siecle de la Calcographie, p. 155. 
Treuding, Mlühüßl, Maler, war in der zweiten Hälfte des 16. Jahr- 
hunderts in Sachsen thäti . Im Jahre 1572 bemalte er die Orgel 
der St. Ulrichsliirche in lfalle, wie wir aus? G. Oleari Halygraphia 
S. 294 ersehen. Im Jahre 1578 lebte er in Leiyzig. _Er ist viel. 
leicht auch jener M. Treuding, welcher den chursächsischen Huf. 
maler Fasult unterrichtete. Aug. Straut nennt ihn 1719 in der 
Leichenrede desselben. 
Dieser Treuding ist von einem gleichnamigen jüngeren Iiiingh 
ler zu unterscheiden, von welchem in der Sammlung des Frei- 
herrn von Haller in Nürnberg bis 18111 eine Zeichnung sieh be_ 
 fand, welche einen nackten Mann vorstellt, wie er die Liebes- 
 öttin betrachtet. Oben steht: Künste soll man hillich Lieben, 
ilann sie sind sicher vor den Dieben. Bezeichnet: Michael Treu- 
ding Junior. Dresden den g. Januari A0. 1601. In Tusch und 
mit Weiss gehöht, lil. 4. 
Träveret! Vlmßnne, Purzellainmalerin von Quimper, war in 
Paris Schülerin der berühmten Mmeulaqnotot, und erlangte ebexh 
falls Ruf in ihrem Fache. Sie malte von" 1820 im eine grosse 
Anzahl von Bildern, darunter viele Bildnisse nach dem Leben, 
theilweise von Fiirstenspersonen. Dann copirte sie auch histm-i- 
sche Compositionen auf Porzellan, besonders für die Manufaktur 
in Sevres, wie BafaePs Madonna mit dem Schleier, dessen Mäh 
dunna mit dem schlafenden Iiinde, auf einer Platte von 14 Zun 
 ete. Das erstere dieser Bilder erwarb ihr 1824 die goldene M8: 
daille. Ein späteres Purzellaingemälde stellt die Familie des G_ 
Dow dar, welches 1840 mit grossem Beifall belohnt wurde. Uebeh 
diess befasste sich diese Künstlerin mit dem Unterricht im Zeieh- 
nen und in der Malerei auf Porzellain. Ihre Zeichnungen sind 
meistens in Aquarell ausgeführt, und bestehen in Peru-arten und 
Genrebildcrn. 
Trevlgl, Antonio da, Maler, arbeitete um 1402  14,4 1,. sei_ 
ner Vaterstadt Treviso. Lanzi erwähnt von ihm ein riesenhaftes 
Bild des heil. Christoph, welches in der Zeichnung des Nackten 
und im Colorite nicht ohne Verdienst ist. 
'Trevigi,.Dar10 da, Maler, war bei Squarcione Mitschüler des 
"A. Mantegna, steht aber unter fliesem letzteren Meister. In S_ 
Bernarclino zu Bassano malten beide Iiiinstler, wo aber Dario im 
Nachtheil steht. Er blühte um 1474. Seiner erwähnen Vasal-i, 
Ridulfi und Lanzi. Ersterer lässt ihn noch 1500 in Thätigkeit seyn, 
(lfrevigl, Giorgio da, Maler, arbeitete um 1'457 in Padua. In dem 
bezeichneten Jahre bemalte er daselbst den berühmten Thnrm mit 
der Uhr. Diese Malereien gingen zu Grunde. 
Ilossetti sagt, der Künstler habe den Beinamen Raifaello gehqbg,
        

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