Volltext: Torre, G. - Veiss, R. (Bd. 19)

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Friedrich. 
Tremoliäre , 
Tremmel, Frlßdrlßhj Maler von Prag, besiichte um 1802 die 
Kunstschule der genaniiteuvStadt, und stand unter besonderer Lei- 
tung des Direktors Bergen Später wurde er Hofmaler des Pür- 
sten von Lobkowitz in vag. In welcher Beziehung dieser Mei- 
ste: zu dem obigen stehe, ist uns unbekannt. 
Tremmel, l, s. J. F. Treml. 
Tremoliere, Pierre Charles, Maler, geb. zu Chollet (Poitou) 
1703, war in Paris Schüler von J. B. Vanloo, und gewann meh- 
rere akademische Preise. Der grosse Preis setzte ihn endlich in den 
Stand, in Rom seine Studien lortsetzen zu können, wo er schon 
als Jüngling von vier und zwanzig Jahren den Auftrag erhielt, für 
St. Maria degli Angeli alle terme VannPs Bild zu copiren, welches 
Simon den Zauberer vorstellt, und für die St. Peterskirche in Mo- 
saik gesetzt wurde. Dann malte er in Rom auch das ßilrlniss des 
Papstes Benedikt XIV., und mehrere Staffeleiäemiilde. Eines sei- 
ner römischen Werke stellt den Herzog von ht. Aignan dar, wie 
er dem Prinzen Vaini im Namen des Königs den Curdon bleu 
ertheilt.  
Nach einem Aufenthalte von sechs Jahren kehrte Tremoliere 
nach Lyon zurück, wo er Bildnisse und Altarblätter hinterliess. 
Im Jahre 1754 gin er nach "Paris, da sich ihm in dieser Stadt ein 
griisserer Wirkunäsgltreis öHnete. Der König erwarb mehrere Bilder 
von diesem liiinst er, nnd liess nach einigen derselben Tapeten wir- 
lsen. Bei der 1757 erfolgten Aufnahme in die Akademie überreichte 
er das Bild des Ulysses, wie er auf der Insel der Calypso landet. 
Sein letztes Werk war die Darstellun des goldenen Zeitalters, 
welches aber Lohel vollendete. Tremoliere starb zu Paris 175g, 
Man bedauerte den frühen Tod dieses talentvollen liiinstler, du 
er den Anforderungen der Zeit vollkommen zu entsprechen schien. 
Er hatte Sinn für Amnuth und Schönheit der Form. d. h. im 
Sinne der alfektirten französischen Schule, und in der Composi- 
tion wurden seine Bilder geistreich befunden. In der Zeichnung 
fand man ebenfalls nichts auszustellen, die Färbung aber verlor 
mit der schwindenden Gesundheit des Künstlers ihre liraft und 
Frische. lTAi-gensville bemerkt, Tremoliere habe eine zu liurzß 
Zeit gelebt. als dass man über den ganzen Umfang seines Talenteg 
ein richtiges Urtheil fällen könne. Er fügt auch das ßildniss Tre. 
moliere's bei. 
 Stiche nach Werken dieses Künstler;- 
Venus und Amor, gest. von E. Fessard, qu. fol. 
Amor und Amphitrite, gest. von Fessard, qu. fol. 
Alpheus und Arethusa, gest. von Fcssard, qu. fol. 
Venus und Amor, gest. von Patton, qu. fol. 
Das Dianenhad schöne landschaftliche Compositiun, gest. vun 
J. Maillet, qu. fol. 
 Sanchofansa geprellt, gest. von J. van Sehley, qu. ibl, 
Don Quixotte empfängt den Ritterorden, gest. von Tanjd, 
qu. fol. 
Vignetten zu einer Ausgabe des Boileau, gestochen von F. 5_ 
Bavenen-  
Eigenhändige Radirungen. 
Es finden "sich mehrere radirte Blätter von Idiesem Meister 
 die mit dem Bilchslaben" T.. oder mit dem abgehiirzten Name-i; 
 (nein. il. 'l'remo. 'I'remnl.) bezeichnet sind, darunter einige nach 
Zeichnung W11 A. WVattPau.
	        
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