Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1814207
Traut , 
Jakob. 
i 
Traut , 
Wolfgang 
51 
Traut , 
Jakob , 
Maler , 
oben Franz 
Traut. 
Traut, Jaküb 9 Edelsteinschneider, war um 1650 Bürger und Mei- 
ster zu Frankfurt am Main. Zu gleicher Zeit lebte auch ein Edel- 
stciusclmeicler Johann Traut in dieser Stadt. Sie waren vermutli- 
lieh Brüder des Formsclxneiders Wilhelm Traut. 
Traut , 
Johann , 
Franz 
Traut. 
Traut , 
T ranz 
Traut. 
Traut oder Draudt, Sebastian 9 whxer, wird von 1,11551), u". 
ter den 1626 in München lebenden "LVLeistern genannt, ohne wei- 
tere Bestimmung. In dem bezeichneten Jahre legte er den Zunft- 
vurstiindexx sein Meisterstüek vor, welches die Madonna darstellte. 
Im Jahre 1650 nahm er den Hans Ludwig Praun in die Lehre. 
Bei der Dingung war Meister Ulrich Loth gegenwärtig. 
Tfallli, Wolfgang, Maler zu Nürnberg, der Sohn oder Nede des 
Hans Traut, soll diesen in der liunst übertroffen haben. In der 
Capelle der Tuchniacher bei St. Lorenz war das Altarbild vonsei- 
ner Hand. Traut hatte es 1502 gemalt, wahrscheinlich für eine 
andere Capelle dieser Zunft, denn die bei St. Lorenz liess Con- 
rad Horn 15H Oder 1515 bauen. Das Gemälde war schon zu 
IVIuri-"s Zeit nicht mehr vorhanden, wie wir aus dessen Beschrei- 
bung von Nürnberg S. 315. ersehen. Ueherdiess weiss man aus 
älteren Nachrichten, dass Traut mit dem Bildhauer und Giesser 
Hermann Vischer in Freundschaft gelebt habe, und dass er un- 
verehelicht gestorben sei. 
Es finden sich auch Holzschnitte mit einem Monogranime, 
welches aus VV. T. besteht, und verinuthlich den Zeichner bedeu- 
tet, worunter vielleicht unser W. Traut zu verstehen ist. Eines 
dieser Blätter stellt den heil. Stephan mit Steinen im Gewande 
zwischen zwei Bischöfen dar. Unten sind die Wappenschilder der 
Passauer und Friischel. Bartsch schreibt dieses Blatt im Peintre 
graveur VII. 453 dem Schnitte nach einem Monogrammistcn H. 
F. 1.11, welchen man Hans Furtenbach nennt, der aber in Strass- 
burg bei Joh. Griininger gearbeitet _zu haben scheint. Der ge. 
nannte Forxnschnilt wurde aber wahrscheinlich in Nürnberg gefer- 
tiget, da er zu einem daselhst getlruckten Nlissale ljnutzt wurde: 
Missale Patauien. cum additionihus Beuedictionun: etc. 1514. Am 
Ende: Revisum et correctum in clarissiino oppido Nurnhergensi 
impensis - Jacobi Heller nec nun Henrici Hermann de _Wi1npfen, 
per Jodocum Gutknecht  1514, fol. Die Composition dieses 
Blattes erinnert an Diirer's Iiunstweise, und daher liess sich Bartsch 
VII U10 Nr. 118 verleiten, einen späteren Druck desselben, wel- 
cher die Monogrannne nicht enthält, unter Düreäs Holzschnitte 
zu setzen. 
Dasselbe Monogramm findet man auf einem Blatte von 1516, 
welches den Heiland Yorstellt, wie er als Besieger des Tudes der 
Mutter erscheint. Dieser Holzschnitt enthält überdiess DUClL meh- 
rere andere "Figuren, und lässt einen Meister der Nürnberger 
Schule vermiithen, fol. Dann findet man auch eine Folge den: 
12 Aposteln, gr. 8. Auf dem Blatte mit St. Petrus, stehend auf 
einem Piedestale mit drei grossen Schlüsseln in beiden Iländexi, 
zeigt sich dasselbe Monogramnx in einem Ovale. 
Ob diese Blätter wirklich nach oder von unserm Iiiiilstler ge- 
4 O
        

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