Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1819301
Vecellio , 
Tiziano. 
Vecellio , 
Tommaso. 
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gestreckt liegt. Rechts ist ein bewaffneter Krieger, links 
in der lanschaftlichen Ferne ein Schluss auf dem Felsen, 
und am Wasser stehen Häuser. Wahrscheinlich von Batt. 
de] Muru radirt. H. 7 Z. 5 L. ? Br. 12 Z. ? 
I. VVie oben, ohne Schrift, sehr selten. 
II. lYlit der Adresse: Appressu Giu. Franc. Cainocio. 
6) Die Landschaft mit dem Sehiireinshirten (au garcleur de eo- 
ehun). Er scliliilit bei seiner aus einem Schweine, einer 
Ziege und einem Schafe bestehenden Heerde. Rechts im 
Mittelgruntlc schlafen zwei aiidereMiinner, der eine sitzend 
am Fusse des Baumes. Links in der Ferne ist eine Stadt 
am Flusse. Unten gegen die Mitte: Ex diuino Titiani exem- 
plare exempluin. Sehen diese Aufschrift beweiset, dass das Blatt 
nicht von Titian selbst herriilire. H. 7Z. 7 L. , Br. 12 Z. QL. 
3) Der Flötenspieler (le flüteur). Landschaft mit einem Hir- 
ten, der am Ufer des Flusses vor seiner Heer-de nach links 
geht, und die Schalmey bläst. Links gegen den Grund zu 
ist eine andere Hecrde, vor welcher ein Hirt mit dem Hunde 
geht, während ein zweiter von hinten treibt. Ohne Namen. 
H. 11 Z. 5 L., Br. 16 Z. 5 L. 
Von diesem Blatte gibt es _eiue leicht radirte COPlChEDCE 
Schäfer geht an der Spitze seiner Heerde nach rechts. Eine 
solche Darstellung hat Valeiitin le Febre radirt. Es finden 
sich Contredrückc. 
8) Die Landschaft mit dein Pferdekneclite. Er fiihrt das Pferd 
am Zauuie den Abhang hin, und in der Mitte vom Sitzt 
(lerjelligen welcher das Pferd besteigen soll, mit dem Rii- 
eken nach dem Beschauer. liechts unten: Ticianus manu 
propria. H. 12 Z. 5 L., Br. 16 7.. (i L. 
  
g) Die heil. Jungfrau sitzend mit dein stehenden Iiinde auf 
dem Sclioosse. Rechts ist St. Catharina, links linieen zwei 
Heilige. Wyngaerde exe. Man hält dieses Blatt für Tiziaifs 
Arbeit. H. 6 Z. 9 L., Br. 10 Z. 
VßOGlllO, TIZIHIIO, Maler, der Sohn des Marcu Vecellio , wurde 
11111 1570 zu Venedig geboren, und Tizianello genannt, d. h. der 
kleine Tizian. Er ist im Vergleich mit dem grussen Tizian wirk- 
lich ein geringer Meister, dessen Werke das Gepräge des Verfalls 
 der venetianisehen Selinle tragen. In der Patriarclialkirclie, bei den 
Serviten, und in andern Kirchen Venedigs siiirlWei-ke von ihm, die 
einen grossen Praktiker verkünden, iiberdiess aber nichts Grossarti- 
ges an sich tragen. Zn seinen Ilauptwerken gehört ein Altarbild in 
der Kirche zu Lan zwischen Trevisu und Feltre, 1622 gemalt. Es 
stellt den heil. Hieronymus in einer Landschaft vor. Lanzi sagt, 
dass seineseltsam aufgeputzten Bildnisse meist verblichen seyeii, 
und in keiner Achtung stehen. Tieozzi vermuthet darunter Genre- 
bilder in Carravaggiols Manier. Dann weiss der genannte Schrille 
Steller auch von einer Biographie des berühmten Tizian, welche 
Tizianellu der Lady Arundel-Surrey dedicirt hat. Diess ist wahr- 
scheinlich folgendes Werk: Breve coinpendio della vita del famose 
T. Vecellio etc. Venezia 1622. In neuer Ausgabe] von F. Accur- 
dini. Venedig 180g. Starb um 1650. 
Vecellio , Tommaso, Maler, der Sohn eines Graziano a; Cadore, 
wurde um 1570 zu Venedig geboren, und von Marco Vecellio un- 
terrichtet. Renaldis riihmt von ihm eine Darstellung des Abend- 
mahles, und die Verkündigung Mariii in der Kirche zu Lotto. Ti- 
NaglefsKünstler-Lex. Bd. XIX. 3G
        

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