Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1818927
Veccllio , 
T iziuno. 
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"Dann gehen unter Tizian's Namen noch folgende Bilder: St. 
Hieronymus mit dem Crueiiix in einer Landschaft knieend, die 
biissemle Magdalena, Maria mit dem Kinde und dem Üonator, 
eine Landsclinlt mit der Flucht in Aegypten, eine andere mit Ar- 
tlzitelstur, die Brwecl-iung eines Todten durch St. Anton, und eine 
Frau , vor der Eifersucht des Mannes gerettet. Diese beiden letz- 
ten Bilder erinnern an 'l'iziaxi's Arbeiten im Santo zu Paclua. 
Ueber das russische Galleriewerk s. Labensky. 
Poniniersfelden- 
In der Gallerio des Grafen von Schörnhorn wird dem Tizian 
ein Bild des erstandenen Heilnndes mit der Siegesfahne zugeschrie- 
ben. Dn-Vifaagen erkennt darin RobustPs Hand. Dann sind da 
zwei ausgezeichnete Portraite im liniestiick, jenes eines Mannes 
im Harnisch, und einer Frau mit dem Barett in der Hand. Eine 
lebensgeusse Venus, welche in den Spiegel blickt, den zwei Kin- 
der halten, erinnert an das ähnliche Gemälde in St. Petersburg. 
Dialm mit ihren Nymphen im Bade is Copie. 
Ri in i n i. 
In S. Severino ist ein Bild des Heilandes mit dem Zinsgro- 
sehen, dieselbe Darstellung wie in Dresden. Man hält esiür eine 
eigenhändige Wiederholung Tizian's. 
Rom. 
In den Sammlungen der Stadt waren in früherer Zeit viele Bil- 
der von Tizian, ihre Zahl ist aber im Verlaufe der Zeitimmer gerin- 
ger geworden. Die National-Gallerie in London besitzt jetzt drei 
ausgezeichnete Gemälde aus den Sammlungen Burghese, Aldubraim- 
dini und Colonna. Die Giustiixianische Sammlung kaut nach Berlin. 
In der vatikanischen Gallerie ist das Bildniss eines Dogen, 
angeblich jenes des Andreas Gritti, ehedem im Hause Aldrovandi 
zu Bologna. Ferner sieht man da ein grosses Altarbild aus S. Ni- 
cole de' Erari della Latuca in Venedig, von Papst Clemens XIV. 
erworben. Die Madonna erscheintjn Wolken von Engeln umge- 
ben, und unten sieht man in anrlächtiger Stellung und voll lic- 
benswiirdigei- Bescheidenheit die Heiligen Nieolans, Anton von 
Padna, Sebastian, Franciscns von Assisi, Petrus, Ambrosius, Ca- 
tharina etc. Dieses weitläitilige Bild hat leider stark gelitten, ist 
aber von Palmaroli restaurirt. 
In der capitulinischen Sammlung ist eine unter dem Namen 
der Vauitas bekanntes Bild, ein schönes Bild des Erlösers mit der 
Ehebrecherin, und die Taufe Christi niit dem Profilbildnisse des 
Meisters. 
Die meisten Werke, welche in Rom unter Tizian gehen, be- 
wahrt die Gallerie Burghese. 
Das Bild der Judith, nach der gewöhnlichen Angabe das Pur- 
trait der Frau des Künstlers. Es ist anziehend und sprechend, je- 
denfalls dem Leben entnommen. 
Samson an die Säule des Tempels gefesselt, aus der früheren 
Zeit des Meisters.  
Die Geburt der Maria, ein religiöses Genrebilcl aus dem ge- 
wohnten Iireise des Lebens, aber nicht von Tizian gemalt. 
Die heil. Jungfrau mit dem Iiindc und der kleine Johannes, 
ein schönes Bild von guter Erhaltung. 
Christus unter den Pharisiiern. 
Die Parabel vom verlernen Sohne, angeblich von diesem 
Meister. 
        

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