Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1818862
Vecellio , 
Tiziano. 
517 
St. Johannes in der VViiste, St. Hieronymus in der Grotte, Chri- 
stus am Oelberge, die Grablegung Christi in zwei Darstellungen, 
die Ficles catholica, durch eine bewalfilete Jungfrau vorgestellt, wel- 
che das spanische Wappen trägt, und von der I-lispania beschützt 
wird, u. s. w. Auch ein Gemälde mit der Martcr des h]. Lorenz 
ist zu rühmen. Tizian malte sie für die Kirche des Escurial. 
Im Museo del Prado sind ferner auch viele Gemälde profanen 
Inhalts, welche zu den ausgezeiclmetsten Leistungen des Meisters 
ehören. 
g Tarquin und Lucrezia, wilde Lust und reizende Naktheit mei- 
sterhaft versinnlicliet. 
Venus auf dem Ruhcbette, wie ihr Amor den Spiegel verhält, 
eines der schönsten Bilder dieser Art. 
Diana und Aktiion, und diese Göttin, wie sie mit den Nym- 
phen im Bade den Fehltritt der Callisto entdeckt. Diese herrlichen 
Bilder malte Tizian fiir Philipp 11., welcher sie in Buenretiro aut- 
stellte. Aehnliche Gemälde kamen aus der Gallerie Orleans in die 
Bridgewater Gallerie zu London. Auch im Belvedere zu Wien 
sind solche Darstellungen. 
Ein Bacchusfest mit vielen Figuren in ä Lehensgrösse, und ein 
Fest von Amoretten, welche mitl-"riichte spielen, und um die Bild- 
Säule der Venus tanzen, das Gegenstück zum obigen Bacchanale. 
Diese beiden Bilder rühmt Mengs in einem Briefe an Pons, 
und findet nicht Worte, um die Schönheit derselben nach Würde 
zu beschreiben. Das Opfer an die Venus, oder der Fruchtbarkeit, 
hat Poussin zweimal copirt, um das Geheimniss eines glänzenden, 
und zugleich kräftigen Colorites zu erforschen. 
Venus den Adonis von der Jagd zurückhaltend, 1548 für Ot- 
taviano Farnese gemalt, ein durch mehrere Stiche bekanntes Mei- 
stcrwcrk des Künstlers, da es zu Madrid, in Neapel etc. in Wie- 
derholungen vorkommt. 
In der Akademie S. Fernando zu Madrid ist ein Bild, welches 
unter dem Namen der Venus bekannt ist, aber etwas anderes vor- 
stellt. Die nacl-tte, lcbensgrosse Schöne ruht Wollust athmend in 
graziiiser Stellung auf einem mit Sammt überzogenen Lager, und 
neben ihr liegt ein kleiner Hund. Ein Herr in schwarzer Klei- 
dung spielt im Lustgarten die Orgel. Dieser soll das Bildniss Phi- 
lipp II. von Spanien, und die sogenannte Venus dessen Geliebte, 
die Fürstin von Eboli se n. Ehedein in der Sammlung (m11. 
von England ist es wahrscheinlich jenes Bild, welches Joseph Bo- 
naparte nach Paris entführt, wo Bonnemaison dasselbe restaurirte. 
Auf der Flucht des Ex-Iiiinigs fiel es mit der Iiiste ins Meer, wo. 
bei das Gemälde vom Salzwasser so sehr überzogen wurde, dass 
keine Farbe mehr zu erkennen war. Bonnemaison erlieh ihm wie- 
der die ganze Schönheit. Im Fitzwilliam-Museum zu Cambridge 
ist ein ähnliches Bild, welches aus der Gallerie Orleans stammt, 
Zwei andere Bilder der akademischen Sammlung stellen Lieb. 
schaften von Mars und Venus vor. 
M ai l a n d. 
Aus St. Maria delle Grazie stammt eine Dornenkrönung, welche 
als Iiunstbeute nach Paris kam, und daselbst zurück blieb. Jetzt ist 
dieses Bild im Museum des Louvre. In der Gallerie des Grafen 
Pino ist ein herrliches Bild des Moses, und die durch Ander- 
loni's Stich bekannte Ehebrecherin vor Christus. Die Brera be- 
sitzt nur wenig von diesem Meister.
        

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