Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1818596
490 
Vecchi , 
Vecchia , 
Pietro 
della; 
vor, und 1664s0lcho an den Tuilerien in Paris. Er vollendete 
mit F. d'Orbay den Bau der beiden Iiliigel, welche an die beiden 
unter dem Namen Pavillon de Flore und Pavillon Marsan bekann- 
ten Pavillons auslaufen. Sein eigenes VVEIli sind die Schlösser 
Vanx le Comtc und Bincy, und dann baute er in Paris auch die 
llötels Colbert, Lionne, Lambert, Fouquct, und das Collage de 
quatrc Nalions. Das Hötel Lambert auf der Insel St. Louis ist 
eines der schönsten Gebäude, welche nach seinen Plänen errichtet; 
wurden. Auch das genannte College de quatre Nations wird zu 
den Prachtwerkeix gezählt, welche unter Ludwig XIV. sich erho- 
ben; der Künstler erlebte aber die Vollendung nicht. Sein Schii- 
ler Franguis d'Orbay führte den Bau fort, und liigte die liiirchr; 
dieses Namens hinzu. Auch Lc Veaiüs Name knüpft sich an eine 
liirche, an jene von St. Sulpice. Er erhielt lÖ55 den Auftrag, diese 
Kirche zu vergrössern, da sie die Volksmenge nicht mehr fassen 
konnte. Die Königin Anna legte in dem genannten Jahre den 
Grundstein, zu Lebzeiten des Künstlers schritt aber der Bau der 
Capelle der heil. Jungfrau nur bis zur Corniche vor, die Vollen- 
dung blieb anderen Meistern übrig, welche sich verschiedene Aen- 
derungen erlaubten, und namentlich in den Verzierungen das Ge. 
bäude überladen. Le Veau hinterliess keinen genauen Entwurf, 
oder ein Modell des Gebäudes, und somit blieb den Nachfolgern 
ein Spielraum, der dem Ganzen zum Nachtheile gereichte. Dann 
fertigte Lc Veau auch einen Plan zum Hauptportale von St. Eu- 
stache, welcher von Patte auf zwei Blättern gestochen wurde. J, 
Marot hat einige andere Bauwerke dieses lYIcisters gestochen. Er 
starb zu Paris 1670. 
VeCChl, GlüVaflfll (13„ Maler von Borgo S.4Sepolcr0, war Schii- 
ler von B. dal Colle, und in Rom sehr geachtet. Er malte mit 
T. Zucchero im Luslschlusse zu Caprarola, welches der Cardinal 
Farnese ausschmiicken liess. In Damaso malte er in mehreren Dur- 
stellungen das Leben des heil. Lorenz in Fresco, und dann fin- 
den sich noch viele andere VVerkc von ihm, welche Bagliuni auf. 
zählt. .In einer Capelle in S. Pietru in Muntorio zu llum ist Ging 
Stigmatisation des heil. Franz, welche von diesem Dleister eine 
hohe Meinung gehen würde. wenn man nicht wüsste, dass er sieh 
einer Zeichnung des Michel Angele bedient habe. Noch seinen 
und des Cesare Nebbia Canons sind die vier Evangelisten an (h-n 
Pfeilern der Cnppel der St. Peterskirche in Mosaik gesetzt. Starb 
1614 im 70. oder 78. Jahre. 
Sein Sohn Caspar war Architekt. Er baute in Rom den Palast 
der Neubekehrten bei St. Maria de' Monli. 
Ein Perspektivmaler Job. Bapt. de' Vecchi war Schüler von 
G. Curti. Er war in Bologna thiitig. 
VEOClliü, PlßtTO dßua. Maler von Venedig, stammte aus der Fa- 
milie der Muttoni, und wurde von Varotari unterrichtet. Seine 
Vorbilder waren aber die älteren venetianischen Meister, die er 
so gut nachzuahmen wusste, dass mehrere seiner Werke für Gior- 
gione, Tizian und Licinio genommen wurden. In den Kirchen 
zu Venedig finden man Altarbilder von ihm, welche ein-genaues 
Studium der Natur, und einen lebendigen Sinn für Farbe ver- 
rathen. Unter den manierirten Arbeiten seiner Zeitgenossen er- 
scheinen die seinigen noch immer als Produkte der Nachbliitlie 
der guten Zeit der Kunst. Einige haben jedoch nachgeduzllielt. 
Nun besonderem lntex-es-ee sind seine Staffcleibilder, welche in
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.