Volltext: Torre, G. - Veiss, R. (Bd. 19)

Vavassore , 
Jozmne 
Andrea . 
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wir den Briefdruclaer und Furmsehneider Joanne Andrea Vavaisori 
dem) Vnrlagniiiu oder Guatlagnino verstehen. Der liupferstecher 
Z. A. war vermuthlich Schüler von A. lYIantegna, nach welchem 
er gestochen hat. Von ihm und Antonio da Brescia sind die ge- 
nauesten Uupien nach den Stichen des Meisters. Auch Blätter 
von A. Dürer hat er im Stiche cupirt, so wie denn dieser Zoan 
Andrea vielleicht immer als Stecher fremder Cuinpusitiunen er- 
scheint, nicht als selbstständiger Zeichner. Diess bemerkt schon 
Ottlcy (Ilistury of engraving etc. II, 576) Zani entgegen, welche 
aber beide. sowie ihre Nachfolrrer, den lYIeister Z. A. mit dem 
Formschneirlcx- I. A., liir Eine Fersen halten. 
Der lYIeistei' i. a. (gothisch) und I. A. ist wahrscheinlich der 
Briefdruclier und Furmscliueider Joanne Andrea Vavassure, wel- 
eher länger lebte als Zoau Andrea, dessen jüngstes bekannte Blatt 
mit 1516 datirt ist, während die Thätigkeit Vavassorek bis 1550 
reicht. Es könnte sngar auf Vater und Sohn geschlossen werden, 
da in einem und demselben VVerlie beide Zeichen vorkommen. 
Es scheint aber auch Vadagnino sich zuweilen der Initialen 
Z. A. bedient zu haben, denn die Form der Buchstaben ist von 
jener auf liupfcrstichen, welche dem Zuau Andrea zugeschrieben 
werden , verschieden. 
Die zunächst genannter: Werke erweisen den J. A. Vavassore 
sicher als Drucker und Furxnschneider. 
1) Eine Biblia Pauperum, mit einem kurzen in Holz geschnit- 
tenen Text, ein xylugraphisches Produkt ohne Datum. Die 
Zeichnung der Figuren ist roh. Auf der letzten Seite steht: 
Opera di Giovxanni Andrea Vavassori dittoVadagniilu; stam- 
pato novamente nella inclita citta di Venegia: Laus Deo. 
2) Eine grusse in Holz geschnittene Karte von Italien, mit der 
Inschrift im 'l'iil'elchen: Italia upera di joanne l an- 
drea di vava] ssuri ditto ] Vadagnino. Diese Karte 
ist äusscrst selten. lin Cabinet Lloyd zu London ist ein 
Exemplar. 
5) Ein grosser Holzschnitt in neun zusammengesetzten Blättern, 
mit der Ueb-irschrift: Labyrinthus. In den Ecken von 
sieben dieser Blätter sind verschiedene Darstellungen: das 
Bad der Diana, Jagende ete. Auf dem 'l'iifelchen des ober. 
sten lllllißll Blattes steht: Impressum Venetiis per Joanem 
Andream Vaussoriuln cognontine Guadagninuln. Höhe der 
einzelnen Blätter Q Z. Ö L., Br. 1.1 Z. 8 L. 
Ein Exemplar dieses seltenen Werkes war in der Der- 
schaufschen Sammlung". 
4) Die Arbeiten des Herliules, Folge von 10 Holzschnitten mit 
diagonalen Schraffirungen in hl. fol. Auf dem letzten Blatte 
mit der Selbstverbrennung des IIeros steht auf dem am 
Baume hiixigenden Tdfelchen: Opera cli Giovanni An- 
drea Valvussori detto Guadagnino. Im k. Kupfer-- 
 stichliabinet zu Berlin findet sich ein Exemplar dieses set. 
tenen Werkes.  
5) OlTieia secundum sancte Romane ecclesie-cum famatissimo 
artis impressorie magistro Joannc Hertzog de Zamluja in 
Venetiarum inclita Urbe. Anno a partn virginis post mille- 
simnm quaterque ccntesimum nonagesimo septimu lialendii 
Uctobris. Dieses höchst seltene Werk ist mit Holzschnittcu 
geziert, welche die Buchstaben i. a. (gothisch) und I. A. 
tragen. 
Öl l
	        
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