Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1818217
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Varotari , 
Dario. 
denn seine Zeichnung ist reiner als die gewöhnliche der Veroneser 
und etwas unsicher. Später suchte er aber bald den P. Veronese, bnldi 
den Tizian nachzuahmen, zumal in den Köpfen. Dagegen ist 
sein, immerhin wahres und harmonisches Colorit nicht das 
schöne und ltrüftige der venetianischen Schule. 
Dario liess sich in Padua nieder, und arbeitete auch zu Ve_ 
nedig und in den Polesinen. In einem Saale des anatomischen 
'I'heaters zu Padua ist von ihm ein schönes Bild, welches die IWIW 
rien am Grabe vorstellt. In der Carmeliterlsirche daselbst sind in 
der Nähe des Hauptaltares die Bilder der Heiligen PrOStlUClIXIQ 
Daniel und Anton von Padna sein Werk. 1m Saale des Palazu; 
del Capitanio ist ein historisches Gemälde von ihm, welches diu 
Alliance des Papstes Pius V., des Königs von Spanien und des 
Dogen Mucenigu vorstellt. In S. Egidio zu Pndua sind Bilder aus 
seiner früheren Zeit. In S. Barnaba zu Venedig sieht man ein 
Altarbild von ihm, den Iiirehenheiligen in YVollien, von anderen 
Heiligen verehrt. Auch in Palästen malte Dario. Als er bei diesm. 
Gelegenheit einmal vom Gerüste stürzte, und ohne Schaden dann! 
kam, schrieb er es der Madonna im Carmeliterkloster zu Padna 
au, und entschloss sich selbst in den Orden zu treten. Es war 5h 
reits die Einlsleitlung nahe, der Künstler starb aber vor derselben 
1596, im 57. Jahre, wie Brandolesä in den Pitture di Padova mh 
gibt. Sein Sohn Alessandro hat das erwähnte VVuuder mit Sßlnpln 
Vater in St. Maria Maggiore zu Venedig gemalt, worüber sich 
Milizia lustig macht. 
Es finden sich wenige Gemälde von diesem Meister, da er Sieh 
auch mit der Architektur befasste. Milizia nennt die Villa "Nlucü 
nigo zu D010, das Casino des Arztes Acquapendente an derßrengn 
und das schöne Manteechia de' Caudelista bei Padua. ' 
Darin Varotari jun. hat das Bildniss dieses liiinstlers radin 
Auch bei Ridolfi kommt es vor. Das oben erwähnte Altarbild mit 
St. Barnabas hat A. Zucehi gestochen. 
VCIIOUJPl, DHPIO, der Sohn Alcssandro's,_xvar Arzt, Dichter, Male, 
und Baclirer. Er malte BllClIHSSG m Gxorglonc Manier. Blühle 
um 1660. 
Eigenhändige Radirungen. 
Dario Vamtari hat auch einige Blätter radirt. Bartsch, Peintre 
gravcur XXI. _167., heschreiht zwei Blätter von ihm. Sie sind 141-51; 
tig geäitzt, mlt dem Grabstlchel vollendet, und selten zu finden. 
1) Bildniss des älteren Dario Varotari. Halbe Figur in g An- 
sieht nach rechts. Er hat einen grossen Bart und ist in 
einen Pelzrock gekleidet. Im Rande; Dario Varulari Niet-u; 
nese pitture et Archto.  Darius Var. Nepos scu. H. 5 Z_ 
5 L8? Br. 4 Z. 1 L.? 
2) Bildniss des Vincenzo Gussoni, halbe Figur in Oval, oben 
mit Bandrolle: Vincentius Gussonus Eq. Links unten hält 
ein Weib die Bandrclle mit der Schrift: Dum tanti hßruig 
etc. Gegenüber steht auf der Bandrulle des sitzenden Iiin- 
des; F, Ruschius invenit. Dar. Var. etfigiavit et sculp. H_ 
2' z. 2 L., m. 4 z. 6 L. Bei Weigel 2 Tm. 
5) Büste eines Jünglings im weiten Gewande, mit erhobene.- 
Linken nach links gerichtet. Links im Oval  Ihmus Vm-(h 
tarius excuiL, rechts: AlexJJ Varohn patrc plctore. H. 6 Z_ 
i   4 z. 11.. Nicht im Bartsch.
        

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