Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1817980
Vannucci , 
Pietro 
Christofnno. 
429 
die Flügel kamen in die Gallerie Melzi zu Mailand. Die lileine- 
ren Gemälde mit Maria und dem verliündendcn Engel sind ver- 
SCllOllBIl. 
In der Capelle des heil. Michael daselbst ist noch ein herrli- 
ches Bild von Perugino, die Madonna von Engeln umgeben, wel- 
che das Jesushind aiibeten. 
Perugia. 
In einer Capelle des Klosters St. Maria nuova ist eine Anhe- 
tung der Könige, eines. der ältesten VVerlie des Meisters, welches 
unter Napoleoii iin Centralmuseum zu Paris war. Wir haben schon 
oben auf (lieseS Bild aufmerksam gemacht. 
In S. Pietro fuori le Mura sind Fragmente eines grossen 
Frescobililes, und andere Gemälde, die seinen Namen tragen. 
In S. Franeesco del Monte bei Perugia ist ein schönes Fresco- 
bild der Geburt Christi, um 1500 vollendet. Am Iiauptallare der 
Iiirchc sieht man Heilige von ihin 1502 gemalt. Sein heil. Seba- 
stian zeichnet sich besonders aus. 
In einer verlassenen Capelle bei St. Maria nuova findet sich 
eine Anbetung der Iiiinige. 
Fiir den Altar des heil. Joseph in der Cathedrale malte er 
1495 die Verlobung der Maria, welche Rafael bei seinem berühm- 
ten Sposalizio beniitzte. Dieses Bild soll Papst VII. einem fran- 
zösischen General geschenkt haben, der es nach Lyon brachte. 
lin Museum daselbst ist aber nur eine Himmelfahrt. Nach einer 
weiteren Angabe befindet sich _das Sposalizii) in der Akademie zu 
Grenoble. An der alten Stelle im Dome ist eine Copie von Wicar, 
Im Oratorio de la Giustizia ist ein schönes Bild der Madonna. 
In S. Agostino sind mehrere grosse Bilder von Perugino, wel- 
ehe eine lehrreiche Uebersicht gewähren. Da sieht man eine Ge- 
burt Christi in sjiiiinetrischer Anordnung. Das Jesushind liegt auf 
dem schon getäfelten Fussboden einer hohen Halle. Zu beiden 
Seiten liiiieeii Joseph und Maria, iin Hintergruiide zwei Hirten, 
und oben schweben zu den Seiten des Sterns zwei Engel. Dieses 
Bild ist von 1501. Dann sieht man in dieser Hirche ein Bild der 
Anbetung; der Könige, die Taufe Christi, Gott Vater in einer Glo- 
rie von ngeln, _zwei himmlische Conversationen, die eine von 
1509, und die _Bil_der der Heiligen Hieronymus und Magdalena. 
In der Saliristei sind kleinere Bilder: die Beschneidung Christi, 
Anbetung der Könige, das Abendmahl und die Himmelfahrt, ganz 
ähnlich den kleinen Vorstellungen von Rafael, welche mit der 
Krönung Mariii in den Vatikan kamen. _Dann sieht man da dem; 
merkwürdige Köpfe, gleichsam die Studien zu deirvornehinsten, 
und häufig wiederkehrenden Lieblingsgcsiehtern dieses Meisters 
und seiner Schule. 
Bei der Bruderschaft des heil. Augustin ist eine Madonna mit 
dem liinde und drei Heiligen von 1520.   
In S. Pietro Martire bei S. Donienico ist ein schones Bild der 
Madonna von M98. 
In der Saliristei von S. Pietro waren ehemalszwei Bilder von 
ihm, die seit 1798 verschollen sind. Sie stellen die Taufe und die 
Auferstehung Christi dar. Rafael hat von beiden Copien gefertiget, 
die jetzt in München sich befinden. Ini Oratorium der Kirche 
ist ein Madoiineiihild, welches dem Rafael zugeschrieben wurde. 
In S. Severo sind unter dein Bilde, welches Rafae1 unvolieu- 
det hinterliess, mehrere Heilige als Abschluss des Ganzen. Be- 
zeichnet: Petrus de Castro Plebis Perusinus sanctos sanctasque 
piiixit a. d. 1521. 
        

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