Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1817975
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VZIIIIIIICCi , 
Pietro 
di 
Christofano . 
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Ma ilan d. 
Die Bilder in der Gallerie des Duca Melzi sind unten Ulltür 
Padna genannt. 
M a r s eille. - 
In der Gallerie ist das berühmte Bild der Himmelfahrt ms St, 
Maria tra' Fossi. später in Orvieto. Es ist in Tcxnpera gemalt, 
und mit einem Firniss überzogen. 
München. 
In der k. Pinakothek ist ein herrliches Bild von diesem Mei- 
ster, die lebensgrossen Figuren der Maria, des Johannes und des 
heil. Nicolaus, welche alle den Blick zur Erde auf das liegende 
Bind wenden. Dieses Bild hat alle Kennzeichen der früheren 
Epoche des Meisters, und ist besonders schön in der gebrochenen 
harmonischen Färbung. 
Dann ist daselbst das lebensgrosse Iiniestiick der Madonna 
mit dem Binde auf dem Schoosse. Ein drittes Gemälde, in nicht 
ganz lcbensgrossen Fi uren, zeigt die Madonna mit zwei Engeln, 
wie sie dem in einer äalle lesenden St. Bernhard erscheint. Die- 
ses Gemälde dürfte um 1498 entstanden seyn. 
Neapel.  
In der Akademie der schönen Künste sieht man (3111 grosscs 
Brustbild des "Gottvaters mit Cherubim in glänzender Farbenpracht. 
Dann ist daselbst eine Anbetung der Könige, mit Perufinifs und 
llataePs Bildniss, ferner eine thronende Maria mit dem iinde und 
zwei Heiligen, und ein Bild der Madonna mit dem Iiinde in einer 
Landschaft. 
Daselbst ist auch eine Himmelfahrt aus der Piestituta, welche 
Vasari dem Hiinstler mit Unrecht zuschreibt. Dieses Bild ist von 
Pintnriccliio. In S. Severino sieht man eine Taufe Christi von der 
Iland dieses Meisters. 
Panical e. 
Im Nonnenlsloster sieht man die Marler des heil. Sebastian, 
in Tempera auf die VVand gemalt. Diese Darstellung hat Pcruginu 
zu wiederholten Malen ausgeführt, aber nirgends so schön wie hieß 
Paris. 
In der Gallcrie des Louvre ist eine heil. Familie aus der bess- 
tcn Zeit des Künstlers. Die Köpfe sind innig und SCllmaClltend 
im Ausdrucke, die Formen sorgfältig gerundet, der Ton leuchtend 
und sehr warm. Ein zweites Gemälde stellt die lNIadonna mit dem 
Iiinde dar, ein schwaches, den Einfluss des Alunno verrathendes 
Bild. Ferner sieht man im Louvre Christus mit der Durnexihrone 
zwischen Maria und Johannes, und den Ileiland, wie er der Mag. 
dalcna erscheint. Links in der Ferne geht er zum Schrecken der 
Wächter aus dem Grabe hervor. Das Louvre bewahrt auch ein 
Gouaehebild von Pcrugino, den Kampf der Liebe und der Iieuseh- 
heit vorstellend, durch viele Fivuren in einer Landschaft. Dieses 
Bild zeigt, dass der Künstler solchen dramatischen Aufgaben nicht 
gewachsen vxar. Es deutet auf die spätere, handwerksnliissige Zeit 
des Meisters.  
P av i a. 
In der Carthause war ehedem ein grosser Altar in sechs Ab- 
theiluilgen, in welchem RaphüePs Hand und Geist unverhennlieh 
sind. An alter Stelle ist jetzt nur mehr das obere Bild mit_Gutt 
Vater. Das Mitlelbild stellt die heil. Jungfrau dar, wie sie kmeend 
das Iiind anbetet. Auf den Seitenflügcln erscheint der Erz_en_ 
gel Michael, und Rafael mit dem Tobias. Das lluuptgcmiildß und
        

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