Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1817947
Vannlrcci , 
Pietro 
di 
Christofano. 
425" 
dem Schluss des Qontrahtes den doppelten Preis gefordert zu ha- 
haben. Dieses flurlte man aus einer von _Cadurin mitgetheilten 
Supplili des Tiziaiio entnehmen , welcher die Arbeit uni die Hälfte 
dessen, was Perugino gefordert,_ zu übernehmen versprach. Va- 
slai-i gnitlt lllrlllltlilS Laster  (ileizes mliytußitäerlaeit vor, lunä] sagt, 
as et sei (er einzige gu (es iuns ers gewesei , em zu 
Liebe er auch das Schlechteste verübt hätte, und an einen andern 
Gott, so wenig als an ein künftiges Leben, habe er nicht geglaubt. 
Nur die Leidenschaft, mit welelier er seiner Frau zugelhaii war, 
besiegte zuweilen den Geiz, so dass er den Aufwand für sie oft 
bis zur Verschwendung trieb. Er selbst war karg gegen seine 
Person, denn er verwendete alles, was die geliebte Gattin übrig- 
llflämlffifipd  Gehlivlmlliidti; 
n r im ii gei    ieser e ege 1' 
wurde er einmal beraubt, was der Ijunstler sich so zu. Herzen 
nahm, dass er bald darauf starb. Sein Tod erfolgte 1524, nach 
einigen in Cittii della Pieve, naeh anderen im Hospital zu Fulig- 
nano. Er soll ausserlialb der Iurche begraben w-ordemseyn, weil 
man den Künstler nicht für einen Ottiniu Christiane hielt. Viel- 
leicht gab zu dieser Sage sein Bild in der Tliornisehe des Spitals 
Veranlassung, wo der Künstler auf die Idee kam, den Gottvater 
darzustellen, wie er zum Tanze der Engel die Flöte blässt. Fol- 
gendes Werk handelt ausführlich über diesen Meister: Vita, elo- 
gio e nieinorie dell' pittore P. Perugino ed agli seolari di esso. 
erugia 1804. Das Bildniss dieses lllleisters finden wir ain Pfeiler 
im Collegio del Canibio zu Periigia, und in andern Bildern des- 
selben. Im Holzschnitt ist_ es dem Werke von Vasari beige- 
geben: Gestochen finden wir es in der florentiniselien Serie de' 
ritratti etc. I. 39, bei Bottari I. 48? , bei Sandrart I. tav. M. 
Verzeichniss der Wegke dieses Meisters unter ihrem 
tan t o rt e. 
Periiginu malte in der ersteren Zeit einzig in Tempera, hie- 
rauf scheint er aber die Bilder nur in Teinpera angelegt, und sie 
dann mit Qclfarbeu lasirt zu haben, wie diess überhaupt bei den 
alten Italienern Gebrauch ivar._der sieh aus früher Zeit her 
vererbte. Denn schon in der wDiversai-uni artiuin scliedulau von 
Thgglltllllll? (neue Ausgabe Cap. 20. Lib, 1.) heisst es, dass man 
die Bilderiii Wassertarben anlegen, und dann mit Oeltarben über- 
nialen konne, letzteres nach derselben Weise, wie man vorher in 
Wasserfarben verfuhr (sieuti superius aqna feceras). Dasselbe 
Verfalirenbefolgten in frühererZeit auch Fiafael und Francia. Von 
Perugino ist es nachweisbar, denn Orsini bemerkte bei der Re- 
stauration des berühmten Gemäldes aus St. Maria de .F0ssi (jetzt 
in Marseille), dass es in 'I'emperu gemalt, und mit einem ilijirniss 
uberztigcir ist. Den _Gebraueh der Oellasuren finden wir _1n der 
Vita, elogio e nieinorie del Perugino. y. 180 Nr. 1., bestattiget. 
Berlin. 
Die Gallerie des_'k. Museuins besitzt nur zwei kleine Tem- 
äerabillder vcän Pcrugino, und uberdiess altle Copäen grosserer Bil- 
er, (IQDOCI unter seiner Aufsicht veinae t wur en.  
L Maria mit dein Iiinde auf den? Sclioosse, wie sie mit der 
inhen einen Apfel hält. 
Maria mit dem Rinde auf dem Schoosse, je rechts und links 
ein verehrender Engel. 
  Bologna: 
In der Pinakothelfist das berühmte Bild aus S. Giovanni in Monte, 
welches die Madonna mit dem Rinde in der himmlischen Glorie
        

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