Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Torre, G. - Veiss, R.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1813556
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1817806
Vannucchi , 
Andrea , 
genannt 
Sarto- 
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rit im Weichen, Gefiihlten der Madonna nichts nach eben , und 
es an liraft und Pastositiit der Behandlung ohne Zweileä erreichen. 
Die liiiiwfe der vier Hauptpersonen überraschen durch ihre cha- 
rakteristische Verschiedenheit in den Uebergängen der verschiede- 
nen Altersperioden, und der Steigerung von sanfter Ruhe bis zum 
hervorbrechenden Feuereifer. Ueberall ist Würde in Miene und 
Haltung, überall syrcchende Auflassung der Gemüthsbewegung. 
Die heil. Familie für Zanobi Bracci. 'Das Jesusltind liegt auf 
dem Leintuch am Boden, und schaut lächelnd zur Mutter empor, 
welche am Felsenstück sitzend, mit Zärtlichkeit sich über dasäßllle 
hinbeugt. Johannes steht neben dem Iiinde, und Joseph Schläft 
an der Felsenwand. Diess ist eines der schönsten Bilder des Mei- 
sters, wenn auch das Colorit etwas hart, und eine sorgfältigen: 
Vollendung zu wünschen ist. 
Maria mit dem Kinde auf Wolken, unten St. Onuphrius, Lo- 
renz, Jakob und Sebastian, im Vorgrunde Magdalena und Johan- 
nes lmieencl. Ehedem in1 Besitze des Glasers Beecucci, wie oben 
bemerkt, und ein Bild aus der letzten Zeit des Meisters. 
Maria mit dem Kinde auf dem Schoosse in einer Landschaft 
sitzend, dabei Johannes, welcher mit dem Finger auf den göttli- 
chen Knaben deutet, Copic des verschwundenen Frescobildes im 
Tabernaliel vor dem Thore Pinti zu Florenz.  
Der jugendliche Täufer Johannes, halbe Figur von vorn, fast 
unbekleidet, einen rothen Mantel über die Schulter. Geschenk 
des Gio. Batt. Beniutendi an den Grossherzog Cosmus, aus der 
zweiten Manier des Künstlers. Eine andere Darstellung dieses 
Johannes, den Rücken wendend und den Kopf nach aussen dre- 
hend, ist wahrscheinlich Copie des verschollenen Bildes für den 
Connetable von Frankreich. Eine zweite Copie dieses Bildes ist 
in der Sammlung des Grafen Maresezilchi zu Bologna. 
Die Pieta aus dem Kloster S. Piero zu Luco, vom Grossher- 
zog Peter Leopold angekauft, und anfänglich in der '1'ribune der 
ilorentinisehen Gallcrie aufgestellt. Der todte Heiland, von Johan- 
nes in einer halblsitzexiden Stellung erhalten, liegt auf einem 
Leinttche, hinter ihm fasst Maria lmieend seine Hand, und zu 
den Füssexi ringt Magdalena die I-liintle. Die Apostel Petrus und 
Paulus schliessen sich voll traurigen Ernstes der Hauptgruppe an, 
St. Catharina mit dem Bade befindet sichHnit gekreuzten Armen 
neben Brlagdalena. Eine weitere Würdigung dieses berühmten Bil- 
des s. oben. S. 402. Auf der steinernen Unterlage steht das Mo- 
nogramni des Meisters. Den Entwurf zum Bilde findet man in 
der llorentinischen Handzeichnungssammlung. 
 Die heil. Familie für Ottavian dc' Medici, 1529. Maria sitzt 
mit dem Eiinde, und dabei ist Elisabeth mit Johannes. Die Hin- 
der dieses anmuthigsten unter allen Bildern del Sarto's sind in 
Geberde, Haltung und Zeichnung vortrefflich, und die Elisabeth 
erinnert an ItafaePs schönste Darstellung. 
Die heil. Jungfrau mit dem blondgelockten Iiinde auf dem 
Sehoosse, FaSt nur Wiederholung der obigen Figur. 
Die Himmeltahrt der lYIaria, grosses Gemälde auf Holz, auf 
Bestellung des Bartolomeo Panciatichi gemalt, aber unvollendet, 
und in schlechtem Stande. 
 Dieselbe Cuulpositiutl mit einigen Veränderungen für den Dom 
m Curtuna genxult. Näheres findet man S. 405. über diese Bilder 
der Ihmxnelfahrt.
        

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